Abonji, Melinda Nadj: Tauben fliegen aufVon der Vojvodina in die Schweiz, mehrmals hin und zurück – der Roman erzählt von einem Aufwachsen im Dazwischen und auch vom Balkankrieg, der durch Anrufe, Briefe und Augenzeugen in greifbare Nähe rückt.
Adnan, Etel: Der Herr der FinsternisAuch wenn Adnan im Nachwort erläutert, dass ihre Kurzgeschichten Erfindungen mit einem authentischen Kern sind, so wirken diese nicht erfunden. Sie wirken auf mich wie realistisch gemalte, aber seelenlose Bilder.
Aitmatow, Tschingis: Abschied von GülsaryWer außer Tschingis Aitmatow könnte eine herzergreifende, gleichermaßen poetische wie politische Erzählung wie "Abschied von Gülsary" schreiben?
Aitmatow, Tschingis: Goldspur der GarbenUnd wieder ist ein großer Schriftsteller von uns gegangen. Zum Gedenken habe ich Aitmatows "Goldspur der Garben" wieder gelesen.
Alafenisch, Salim: Die FeuerprobeMit diesem Buch berührt einen Salim Alafenisch unmittelbar: Man liest, als ob man quasi einemGeschichtenerzähler lauschen würde, dessen Geschichte sich vor kurzem oder in ferner Vergangenheit ereignet hat.
Alarcón, Daniel: Lost City RadioIch weiß nicht, ob ich diesem großen Roman gerecht werden kann, aber ich versuche es – in Annäherungen.
Albig, Jörg-Uwe: VeloBei manchen ersten Romanen wirkt die Unerfahrenheit der Autoren sympathisch, bei manchen stimmt sie ärgerlich. Jörg-Uwe Albigs „Velo“ gehört zur zweiten Kategorie.
Ali, Monica: Hotel ImperialWarum nur hat Monica Ali ihrem bis dahin faszinierenden Roman „Hotel Imperial“ einen kunstfertigen Schluss verpassen müssen?
Alvarez, Sergio: 35 ToteEin ausuferndes Buch, dessen Schrecken man sich nicht entziehen kann und das lehrt, was es bedeutet, im Bürgerkrieg zu überleben.
Amann, Jürg: Die Reise zum HorizontWas Amann mit seiner Prosa herausmodelliert aus dem Uruguayan-Air-Force-Flug 571, ist die Erkenntnis, dass Menschen situationsbedingt reagieren, mag die Situation auch noch so grausam, abwegig, absurd sein.
Andersch, Alfred: Der Vater eines MördersOhne den Hintergrund zu kennen, könnte man "Der Vater eines Mörders" auch als Erzählung über Mobbing lesen. Konkret wird hier ein Schüler im Jahre 1928 vom Direktor eines Gymnasiums vor versammelter Klasse eine Stunde lang fertiggemacht.
Anderson, Geraint: CityboyIn „Cityboy“ bleibt stets unklar, was nun wahr und was erfunden ist, sodass man nach der Lektüre erst recht nicht weiß, wie es in der „City“ tatsächlich zugeht.
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