Bernières, Louis de : Senor Vivo und die Kokabriefe
Übersetzt von Klaus Pemsel
Fischer
Auf nach Anatolien!
Louis de Bernières hat nicht nur den (mit Nicholas Cage und Penélope Cruz) verfilmten Roman “Corellis Mandoline” geschrieben, mit welchem Buch man so gut wie alle Zakynthos-Urlauber ebendort antrifft, sondern auch eine Lateinamerika-Trilogie. In deren zweitem Teil bekämpft und besiegt ein Philosophiedozent namens Dionisio Vivo ein Drogenkartell mittels Briefen – und übernatürlichen Kräften. Diese kann man nur als gegeben hinnehmen – weil es ungemein befriedigt, wenn die Organisierte Kriminalität unterliegt –, und sich darüber hinaus fragen, wieso ein Engländer mit französischem Namen schreibt, als wäre er in Lateinamerika geboren. Zumindest für nicht in Lateinamerika Geborene hat “Senor Vivo” dieses gewisse hyperrealistische Flair, wie es auch von den Büchern García Márquez’ ausgeht. Und wenn man dann noch bedenkt, dass “Corellis Mandoline” sehr griechisch anmutet, spricht alles dafür, sich bald Bernières Roman “Traum aus Stein und Federn” zu besorgen, der in einem anatolischen Dorf spielt und vom Zusammenleben von Juden, Christen und Muslimen im dörfischen Alltag handelt.
Von Werner Schuster
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Über Louis de Bernières bei Wikipedia,
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