Ahrens, Henning: Geburtstag, Bamberg (Laute Verse)Thomas Geiger hat bei dtv eine Anthologie herausgegeben, die (im Regelfall) in eigenständigen Lyrikbänden veröffentlichte Gedichte von deutschen AutorInnen enthält. Diese AutorInnen haben zu jeweils einem Gedicht auch einen kurzen Text zur Entstehung geschrieben.
Artmann, H. C.: Aus meiner BotanisiertrommelWENN FANTOMAS mit schrägen schatten / diesseits der seine aufersteht, / zur zeit, da sich die uhus gatten, / dann wird das gaslicht angedreht.
Bachmann, Ingeborg: Anrufung des großen BärenIn der Ausgabe der "Anrufung des großen Bären" aus dem Jahr 1962 ist folgende Besprechung des Verlegers Siegfried Unseld abgedruckt, die wir niemandem vorenthalten möchten.
Dezulovic, Boris: Gedichte aus Lora„Was wisst ihr Zivilistenscheiße denn / wie das ist wenn die Sonne sengt / und alles stinkt nach Verwesung und Rauch / und Kerosin Alles still Auch die Grillen / haben sich verschissen verdammte Scheiße“
Ginsberg, Allen: GedichteEs war vor ein paar Wochen, ich hab mir ein heißes Bad eingelassen und Rotwein getrunken und zum ersten Mal in meinem Leben Ginsberg gelesen. Und während meine Seele zur Badezimmerdecke und darüber hinaus wanderte, haben die Würmer begonnen, an mir zu schmausen. Sinnbildlich. Großartig. Besser.
Jandl, Ernst: Die Bearbeitung der MützeFalls man an Ernst Jandl erinnern muss, hier ein Buch für Einsteiger: In "die bearbeitung der mütze" sind Gedichte enthalten, die viele wohl für Jandls Stil gehalten haben: verdrehte Sprache ("von zeiten"), witzig ("das fanatische orchester"), manchmal obszön ("von frauen").
Jandl, Ernst: Laut und LuiseMan kann es sich heute kaum vorstellen, dass die Einzelveröffentlichungen experimenteller Gedichte von Jandl in den späten 1950er Jahren Entrüstungsstürme bei der konservativen Kritik ausgelöst haben.
Kaschnitz, Marie Luise: Steht noch dahinGlasklare Gedanken hat Marie Luise Kaschnitz in diesen 1970 erschienenen Prosagedichten verarbeitet, welche Schrecken ausmalen, die Bestand gehabt haben oder zu einem kleinen Teil auch nicht mehr aktuell sind.
Lennon, John: In His Own WriteNicht nur, dass die dichterischen Werke von John Lennon Patina angesetzt haben, es steht auch zu bezweifeln, ob seine Gedichte und Kurzgeschichten jemals erschienen wären, wenn sie jemand anderer geschrieben hätte.
Pasolini & Warburg bei CorsoDiese Bücher sind – von der Idee über die Redaktion bis zur Produktion – mit Verstand und Liebe gemacht. Es ist eine Freude, sie in Händen zu halten.
Schutting, Julian: An den MondEigentlich bin ich ja der Meinung, dass man Lyrik nicht kritisch besprechen kann. Ist ein Gedicht schon schlecht, wenn es mir nicht gefällt oder wenn ich damit nichts anfangen kann? Ist dasselbe Gedicht besser geworden, wenn es Tage/Monate/Jahre später mehr zu mir spricht? Oder bin ich es, der „besser“ geworden ist?
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