Krimi & Thriller

  • A

  • Ambler, Eric: Die Angst reist mit"Amblers Werk ist die Quelle, aus der wir alle schöpfen", meint etwa John le Carré, aber irgendwie scheint "der letzte politische Schriftsteller des 20. Jahrhunderts" (Michael Althen) doch ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein.
  • Anscombe, Roderick: HinterhältigIch habe das sozusagen mit offenem Mund gelesen, auf einen überraschenden Schluss hoffend, der mich dann letztendlich nicht überzeugt hat. Drastisch geschilderter Psychoterror allein genügt nicht, um einen anspruchsvollen psychologischen Thriller zu schreiben.
  • Anscombe, Roderick: VerschwundenNach den ersten Seiten habe ich mir gedacht, mit wie wenigen „Strichen“ manche AutorInnen eine Handlung anreißen können, die einen dann nicht mehr loslässt. In unserem Fall ist eine Achtjährige verschwunden, und bald ist klar, dass es sich um eine Entführung handelt.
  • Arnold, Sabine: Boomerangs FlugFür mich ist "Boomerangs Flug" – besonders angesichts der Tatsache, dass der Roman ohne die Hilfe eines Verlags-Lektorats enstanden ist – ein überzeugendes Debut.
  • Asher, Jay: Tote Mädchen lügen nichtWährend man dieses Buch liest, vermisst man nicht einmal Facebook.
  • Aykol, Esmahan: Scheidung auf TürkischEigentlich ist Sani gar nicht ermordert worden und eigentlich ist „Scheidung auf Türkisch“ gar kein „richtiger“ Krimi und eigentlich muss man amüsantes Plaudern mögen, damit man mit diesem Buch etwas anfangen kann.
  • B

  • Bateman, Colin: Ein MordsgeschäftBissige Ironie in Kombination mit einem ernsten Thema kann funktionieren – hier leider nicht.
  • Bauer, Belinda: Das Grab im MoorKein Wunder, dass „Das Grab im Moor“ mit dem CWA Gold Dagger 2010 für den besten Spannungsroman des Jahres ausgezeichnet worden ist.
  • Bennemann, Markus: Phantom – Gefahr aus der TiefeKeine Action, dafür viele Informationen über Kopffüßer in einem durchschnittlich spannenden Roman, aus dem man leicht mehr hätte machen können.
  • Blunt, Giles: EismordWieso wollen wir Blunt das alles glauben? Er versteht sein Handwerk, hat mehr als genug recherchiert, braucht also nichts zu erfinden, solange es um Fakten geht. Seine Figuren glaubt man gewissermaßen zu kennen, und er macht stets „mehr als notwendig“.
  • Boyle, T. C.: Talk TalkIch wollte mir wieder einmal einen Boyle gönnen, und "Talk Talk" fängt auch an wie ein "richtiger Boyle" (amüsant-lustvolle Beschreibung von Menschen in Extremsituationen), doch bald hatte ich mich dabei ertappt, Absätze zu überfliegen, und schließlich wurde mir sogar leicht langweilig.
  • Bracharz, Kurt: Der zweitbeste KochEva Schuster: „Was für ein köstliches Team, dachte ich mir, der alte Gourmetkritiker und der hochgeniale Teenager. – Der Roman geht dann aber ganz anders weiter. Leider.“
  • Bradley, Alan: Flavia de LuceFlavia ist elf Jahre alt, Chemikerin, naseweis und oberfrech, – und löst einen Mordfall im England der 1950er Jahre.
  • Brautigan, Richard: Von Babylon träumenAbsurder Krimi, Detektiv ist Tagträumer, Leichendiebstahl, Kinderaugen, Erwachsenenmund, raffinierter Aufbau, lyrisch. Geht das? Das geht! Und sieht auf den ersten Blick wie naive Kunst aus, ist aber eher psychedelische und somit bewusstseinserweiternd. Anders gesagt: Brautigan hat mehr mit uns und der Wirklichkeit zu tun als so manche realistische Prosa.
  • Brautigan, Richard: Willard und seine BowlingtrophäenRund um Weihnachten 07 erreichte mich eine nette Mail, in der mich eine Frau Bergfeld auf ihre neue Brautigan-Übersetzung aufmerksam machte, weil sie mitbekommen hatte, dass ich ein Fan dieses amerikanischen Autors bin. Ihre Übersetzung sollte im Boder-Verlag herauskommen, was mich zusätzlich freute, weil Rowohlt Brautigan nicht mehr verlegt und weil sich neben Kartaus nun ein weiterer Verlag dieses Schriftstellers angenommen hat.