22/08/2007von 538 Views – 0 Kommentare

Kingsolver, Barbara: Willkommen in Kilanga

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CoverRoman
Aus dem Amerikanischen von Anne Ruth Frank-Strauss
Piper (2000)
Inhalt:

Idealistisch, mutig und von grenzenlosem Gottvertrauen beseelt, verläßt Reverend Price mit seiner Frau und seinen vier jugendlichen Töchtern die amerikanische Heimat, um im Kongo zu missionieren. Doch als das Land seine Souveränität erklärt, erlebt die Familie die ganze Kraft Afrikas: Sie muß um ihr Überleben kämpfen, aber vor allem die Töchter lieben längst die Schönheiten und Verlockungen des geheimnisvollen Kontinents. Ein hinreißendes Afrika-Epos und eine großartige Familiensaga. (Pressetext)

Kurzkritik:

Wie oft bekommt man so etwas schon geboten? Fiction und Nonfiction wie aus einem Guss – eine zu Herzen gehende Familiensaga aus der Fremde, verflochten mit einem ausgewiesen authentisch-historischen Hintergrund. Wenn man es bekommt. Denn derzeit ist dieses Buch nur antiquarisch erhältlich.

Werner gibt  ★★★★½  (4,5 von 5 Eselsohren)

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Besprechung:

Land voller Wunder

Was hätte T. C. Boyle wohl aus diesem Setting gemacht? Im Jahre 1959 bringt ein von seinem eigenen Idealismus euphorisierter, amerikanischer Baptist seine Frau und seine vier jugendlichen Töchter nach Belgisch-Kongo. Völlig unvorbereitet auf Klima und Lebensumstände, kommen sie noch dazu “gerade recht” zum Befreiungskampf der Kongolesen, während Vati die Eingeborenen zu bekehren versucht.

Barbara Kingsolver, mit wunderschönen Romanen über IndianerInnen der Gegenwart bekannt geworden, macht daraus eine sozial und moralisch engagierte Geschichte in lyrischer Prosa, deren Handlung abwechselnd von den fünf Frauen erzählt wird. Kingsolver hat als Achtjährige selbst ein Jahr im Kongo gelebt und erinnert sich an ein Land voller Wunder. Ein Wunder ist auch, dass die Baptisten-Familie in diesem Paradies/dieser Hölle überleben, diesem/dieser entkommen kann, kaum dass sie sich ein klein wenig eingewöhnt haben.

Quellen

Und: Im Nachwort schreibt Kingsolver, “der Kongo, in den ich diese Figuren versetzt habe, entspricht der Wirklichkeit. Die historischen Persönlichkeiten und Ereignisse, die hier beschrieben werden, sind so wirklich, wie ich sie dank der geschichtlichen Quellen (…) wiederzugeben vermochte.” Wie oft bekommt man so etwas schon geboten? Fiction und Nonfiction wie aus einem Guss – eine zu Herzen gehende Familiensaga aus der Fremde, verflochten mit einem ausgewiesen authentisch-historischen Hintergrund. Wenn man es bekommt. Denn derzeit ist dieses Buch nur antiquarisch erhältlich.

Von Werner Schuster

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Infos:

Barbara Kingsolver wurde 1955 geboren und wuchs in Kentucky auf. Als Achtjährige nahmen ihre Eltern sie für ein Jahr mit in den Kongo. Sie studierte Biologie und arbeitete in verschiedenen Berufen, bevor sie zu schreiben begann. Ihr Roman »Die Giftholzbibel« wurde mit dem National Book Award of South Africa prämiert und stand auf der Shortlist des Pulitzer Preises. 2010 wurde Barbara Kingsolver für ihr aktuelles Buch »The Lacuna« mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet. Heute lebt sie mit ihrer Familie im Südwesten des Bundesstaates Virginia.

Über Barbara Kingsolver bei Perlentaucher.

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