18/04/2009von 578 Views – 0 Kommentare

Kemal, Yaşar: Memed mein Falke

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Buchcover
Roman
Aus dem Türkischen von Horst Wilfried Brands
Hardcover/Taschenbuch: Unionsverlag, 1980/2005
(„Memed“, 1955)
Inhalt:

In den abgelegenen Dörfern des anatolischen Taurusgebirges herrscht der Grundbesitzer Abdi Aga. Der Bauernsohn Memed hat dessen Haß auf sich gezogen und ist zur Flucht in die Berge gezwungen. Aus dem schmächtigen, ängstlichen Jungen wird ein Räuber, Rebell und Rächer des Volkes. Memed, die Romanfigur Kemals, ist zur Legende geworden. (Pressetext)

Kurzkritik:

Es ist wahrscheinlich bloß eine Geschichte, die ihm seine Mutter erzählt haben könnte, aber Yaşar Kemal hat daraus eine archetypische Parabel über Unrecht und Rebellion gemacht.

Werner gibt  ★★★★★  (5 von 5 Eselsohren)

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Besprechung:

Unrecht und Rebellion

Die Hänge des Taurusgebirges steigen von der weiß schäumenden Mittelmeerküste ganz allmählich bis zu den Höhen der Taurusgipfel an.

Es ist wahrscheinlich bloß eine Geschichte, die ihm seine Mutter erzählt haben könnte, aber Yaşar Kemal hat daraus eine archetypische Parabel über Unrecht und Rebellion gemacht. Zu Beginn flüchtet der junge Memed vor dem Großgrundbesitzer Abdi Aga aus seinem Heimatdorf und wird von einem freundlichen Bauern aufgenommen, doch aus Unvorsicht gerät er in die Fänge des Aga, der seine Untergebenen ohnedies schon brutal ausbeutet, doch nun rächt er sich an Memeds Familie, indem er diese hungern lässt.

Lebende Legende

Dass der Aga Memeds Geliebte Hat√ße an seinen Neffen verheiraten will, treibt Memed endgültig in die Berge zu den Räubern. Doch er wird ein gerechter Räuber und findet Rückhalt bei den Bauern, die er schließlich aufruft, sich das von ihnen bebaute Land anzueignen. Von Abdi Agas Häschern verfolgt, gelingt es Memed, diesen zu töten, und der ehemalige Bauernsohn wird zur lebenden Legende.

Er wandte sein Pferd und galoppierte in einer schwarzen Wolke aus dem Dorf, in die Richtung des Alidag. Bald war er den Blicken entschwunden.

Doch schon längst hat er sich in die Herzen und Hirne der LeserInnen eingegraben.

Von Werner Schuster

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Infos:

Über Yaşar Kemal bei Wikipedia.

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