05/01/2014von 416 Views – 0 Kommentare

Christopher Clark: Die Schlafwandler (kurz)

Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog
Sachbuch
896 Seiten
Gebunden
Übersetzt von Norbert Juraschitz
DVA, 2013

Werner gibt  ★★★★☆ 


Inhalt: Lange Zeit galt es als ausgemacht, dass das deutsche Kaiserreich wegen seiner Großmachtträume die Hauptverantwortung am Ausbruch des Ersten Weltkriegs trug. In seinem bahnbrechenden neuen Werk kommt der renommierte Historiker und Bestsellerautor Christopher Clark (Preußen) zu einer anderen Einschätzung. Clark beschreibt minutiös die Interessen und Motivationen der wichtigsten politischen Akteure in den europäischen Metropolen und zeichnet das Bild einer komplexen Welt, in der gegenseitiges Misstrauen, Fehleinschätzungen, Überheblichkeit, Expansionspläne und nationalistische Bestrebungen zu einer Situation führten, in der ein Funke genügte, den Krieg auszulösen, dessen verheerende Folgen kaum jemand abzuschätzen vermochte.

Kurzkritik: Leicht hat es sich Christopher Clark mit seiner Untersuchung der Gründe für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges nicht gemacht und leicht hat man es auch als LeserIn nicht. Nach der Lektüre weiß man auf jeden Fall, dass sich die Gründe nicht in einem Satz wiedergeben lassen – und einen einzigen Staat als Auslöser wird man auch nicht benennen können.
Grob könnte man sagen, dass der Erste Weltkrieg an anderer Stelle schon früher oder später oder auch gar nicht ausbrechen hätte können.
Und es ist auf jeden Fall faszinierend zu erfahren, wer oder welche Abteilung in welchem Land gerade wirklich das Sagen hatte, und wie schwer es für die anderen gewesen ist, dessen oder deren Aussagen oder Handlungen zu interpretieren.
 

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