09/11/2012von 488 Views – 0 Kommentare

McCulley, Johnston: Im Zeichen des Zorro

Roman
Taschenbuch
300 Seiten
Erschienen 2012 bei Unionsverlag
Aus dem Englischen von Carsten Meyer
Originalausgabe: „The Curse of Capistrano”, 1919

KurzkritikWas meinen Sie?Ausführliche BesprechungInfos
Inhalt:

Kalifornien wird beherrscht von tyrannischen Gesetzeshütern, korrupten Beamten und selbstherrlichen Großgrundbesitzern, unter denen vor allem die schutzlosen Bauern zu leiden haben. Nur ein Mann wagt es, Widerstand zu leisten El Zorro, der maskierte Reiter, vor dessen blitzendem Degen seine Feinde erzittern. Doch niemand weiß, wer sich hinter der Maske verbirgt. (Pressetext)

Kurzkritik:

Wissen Sie, wer Zorro war? Wo er gekämpft hat und warum? Auch wenn Ihnen das egal ist, sollten sie dieses Buch lesen. – Sie werden sich großartig unterhalten.

Werner gibt  ★★★★¾  (4,75 von 5 Eselsohren)

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Besprechung:

Großes Kino

Ich weiß nicht, ob ich jemals einen Zoro-Film gesehen habe, aber ich kenne, wie wohl viele andere auch, die Figur. Wenn ich den Namen höre, sehe ich als Erstes das eingeritzte „Z“ in der Kleidung von Zorros Gegnern. Hat er die Haut mitgeritzt? Oder war er so gut im Fechten, dass er dies nicht tat?

Und wer waren eigentlich seine Gegner? – Ich dachte immer, Zorro wäre so etwas wie ein Robin Hood gewesen. Aber wo? Und wann?

Gefesselt

Nun, diese Fragen sind nicht mehr sooo wichtig, sobald man „Im Zeichen des Zorro“ zur Hand nimmt. Obwohl einem klar ist, dass der souveräne Kämpfer und der sich als Weichei gebende Don Diego Vega ein und dieselbe Person sein müssen, liest man das, wie man sich einen gut gemachten, unterhaltsamen (älteren) Actionfilm im Kino ansieht: Man vergisst alles andere ringsum. (Ob das für Frauen auch gilt, kann ich nicht beurteilen.)

Es ist einem völlig egal, dass niemand Don Diego hinter der Maske des Zorro erkennt – nicht einmal die Frau, die „den einen“ nicht heiraten will, weil sie „den anderen“ liebt.

Beinahe geht‘s nicht gut aus

Aber man erfährt natürlich, wo dieser Roman angesiedelt ist: im spanischen Kalifornien. Und dass Zorro tatsächlich etwas von einem Robin Hood an sich hat, aber auch politische Interessen. Er will die Macht der tyrannischen Gesetzeshüter, der korrupten Beamten und der selbstherrlichen Großgrundbesitzern brechen.

Im Laufe der – von vielen tollen Duellen „unterbrochenen“ Handlung – gelingt es ihm schließlich, die jungen kalifornischen Edlen für sich und seine Sache einzunehmen. Und auch wenn er am Ende in arge Bedrängnis gerät und mit seinem Leben abschließt, so nimmt die Geschichte selbstverständlich ein gutes Ende.

Alle lieben Zorro

Der Gouverneur (eigentlich angereist, um das Treiben Zorros zu beenden) verspricht, dass die Indianer, Bauern, Priester in Hinkunft nicht mehr geknechtet, misshandelt und ausgebeutet werden und dass den korrupten Lokalpolitikern das Handwerk gelegt wird.

Unser Held bekommt natürlich seine Angebetete, – die jedoch kein schutzloses Dummchen ist, sondern eine selbstbewusste Frau, die auch mitten im Happy End immer noch zugeben muss, dass ihr Zorro lieber ist als Don Diego.

Aber verhält es sich bei uns nicht ebenso?

Von Werner Schuster

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Infos:

Zorro bescherte Johnston McCulley (1883–1958), dem ehemaligen Reporter aus Ottawa, Illinois, eine kometenhafte Karriere. Seine Geschichten reichten vom Krimi bis zum Western, doch es war „der Fuchs“, mit dem man den Autor bis zu seinem Tod in Verbindung brachte. Zorro wurde zu einer Legende.

Mehr über Johnston McCulley bei Wikipedia.

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