12/12/2011von 990 Views – 1 Kommentar

Crichton, Michael: Gold

KurzkritikIhre MeinungAusführliche BesprechungInfos

Buchcover
  • Thriller
  • Taschenbuch
  • 368 Seiten
  • Erschienen 2011 bei Goldmann
  • Übersetzt von Klaus Timmermann und Ulrike Wasel
  • Originalausgabe: „Pirate Latitudes”, 2009

Inhalt:

Die Karibik 1665. Der Freibeuter Charles Hunter heuert eine ebenso verwegene wie hochspezialisierte Crew an, um eine nie dagewesene Beute zu erjagen: ein spanisches Handelsschiff, von dem es heißt, es habe tonnenweise Gold an Bord. Der Hafen, in dem dieses Schiff vor Anker liegt, gilt allerdings als uneinnehmbar. Und er wird überdies vom ruchlosen Konquistador Cazalla schwer bewacht. Doch nicht nur er könnte den englischen Piraten am Erfolg hindern. Denn unter Hunters Vertrauten lauert ein Verräter.

Kurzkritik:

Ein spannendes Abenteuer, das durch historische Details überzeugt und deshalb deutlich mehr Charme mitbringt als die meisten Blockbuster zu diesem Thema.

Albert gibt  ★★★★☆  (4 von 5 Eselsohren)

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Besprechung:

Das harte Leben im Jahr 1665

Der filmähnliche Schreibstil von „Gold – Pirate Latitudes“ ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, bedient das Kopfkino aber vorbildlich, wenn man sich darauf einlässt. Im Vordergrund der Handlung steht der Freibeuter Charles Hunter, der mit seiner Crew einen höchst verwegenen Raubzug in spanischem Hoheitsgebiet startet. Dass dabei nicht alles glattläuft, versteht sich von selbst.

Neue Rezensionen

Die große Stärke des Romans sind die historischen Elemente und die Einblicke, die man als Leser in das Geschehen des Piratenlebens bekommt. Weit ab von glamouröser Hollywood-Piraterie im Stil von „Fluch der Karibik“, stellt der Autor das harte Leben im Jahr 1665 in den Vordergrund. Die Pest in England wird ebenso anschaulich thematisiert wie Hunger, Entbehrung oder Sklavenhandel in der neuen Welt.

Viel und gut recherchiert

Schiffskunde, Wetterphänomene, Waffengattungen oder medizinische Versorgung – ohne Zweifel steckt eine Menge Rechercheaufwand in dem spannenden Abenteuer. An vielen Stellen hat Michael Crichton seine Piratenstory so eng mit der Realität (reale Personen, Orte und historische Begebenheiten) verwoben, dass sie glaubhaft verschmelzen.

Zeitzeugen-getreu

News, Storys & Meinungen

Mit Sicherheit entsprechen die Charaktere auch gängigen Klischees, aber es wäre ungeschickt gewesen, krampfhaft neue/andere Figuren in diese historische Kulisse zu verpflanzen. Ihr Leben und ihr Verhalten entsprechen weitgehend dem, was durch die Aufzeichnungen von Alexander Exquemelin (Zeitzeuge) dokumentiert ist.

Oh, ein Pirat! Na, der darf mich sofort flachlegen!

Abgesehen von der Stilfrage (Drehbuchvorlage oder Abenteuerroman) gibt es keinen Grund, das Buch nicht zu empfehlen. Wenn es sich überhaupt größere Schwächen leistet, dann liegt das (einmal mehr) am Lektorat und an zu vielen Gefahren/Widrigkeiten, denen sich die Piraten hintereinander oder mitunter auch gleichzeitig stellen müssen. Auch die Rolle der allseits willigen Weiblichkeit (Oh, ein Pirat! Na, der darf mich sofort flachlegen!) wirkt in Summe überzeichnet.

Fazit

Ein spannendes Abenteuer, das durch historische Details überzeugt und deshalb deutlich mehr Charme mitbringt als die meisten Blockbuster zu diesem Thema.

© Albert Knorr – siehe auch www.albert-knorr.com

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Aktuelle Tipps & Bestseller

Michael Crichton wurde 1942 in Chicago geboren und studierte in Harvard Medizin; seine Romane, die in über 36 Sprachen übersetzt werden, verkauften sich mehr als 200 Millionen Mal, dreizehn davon wurden verfilmt. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen “Next”, “Welt in Angst”, “Timeline”, “Jurassic Park” und “Andromeda”. Crichton, Schöpfer der Serie Emergency Room, ist bis heute der einzige Künstler, der es schaffte, mit Film, Fernsehserie und Roman gleichzeitig die ersten Plätze der Charts zu belegen. Im November 2008 starb Michael Crichton im Alter von 66 Jahren.

Mehr über Michael Crichton bei Wikipedia.

1 Kommentar zu "Crichton, Michael: Gold"

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  1. Ein spannendes Buch, ja, so sind alle Romane von Crichton. Zwar handelt es sich immer um ganz verschiedene Themen, über die er tolle Recherchen betrieben hat, aber mich haben alle interessiert.

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