10/12/2012von 917 Views – 1 Kommentar

Coelho, Paulo: Der Alchimist

Roman
Broschiert
172 Seiten
Erschienen 1996 bei Diogenes (1991 schon als
„Der Schatz der Pyramiden – oder die Reise ins Meister-Bewusstsein“ bei Verlag Peter Erd)
Übersetzt von Cordula Swoboda Herzog
Originalausgabe: „O Alquimista”, 1988

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Inhalt:

Ein Buch voller orientalischer Weisheit, eine Geschichte von wunderbarer Schlichtheit und kristalliner Klarheit, ein warmes, lebensfrohes Buch, das Mut macht, den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen. (Pressetext)

Kurzkritik von Albert Knorr:

Ich darf vorausschicken, dass dieses Buch bei uns daheim „rumlag“ und ich es nur deshalb gelesen habe. (Meine Genres sind Thriller und Abenteuerromane.) Mir wurde „Der Alchimist“ nicht empfohlen, ich habe mir keine Rezensionen angesehen und ich begann somit völlig unbefangen zu lesen …

Die erste Hälfte des Buchs fand ich überraschend nett geschrieben. Die Geschichte erinnerte mich an „Hans im Glück“. Eine Art Märchen, in das Lebensweisheiten sehr ansprechend hineingemischt wurden. Es hat mich sehr angenehm überrascht.

Weiter hinten im Buch taucht dann irgendwann besagter Alchimist auf und ab diesem Moment wird die Geschichte zur Qual. Der bis dahin nette Protagonist, „der Jüngling“, verwandelt sich unter dessen Führung in einen Esoterikguru. Auch wenn in dem ganzen Buch keine Rauschmittel oder Pilze namentlich vorkommen, so liegt der Verdacht doch sehr nahe, dass sie konsumiert wurden.

Die anfänglichen Lebensweisheiten verkommen im Verlauf des Buchs zu Binsenweisheiten, wie man sie aus Glückskeksen kennt. Gegen Ende verfallen schließlich alle Beteiligten in einen erschreckenden Esoterik-Rausch und man fragt sich, ob sie bunte Frösche gelutscht haben (die sollen ja ganz tolle Halluzinogene enthalten).

Fazit: Das Buch beginnt sehr philosophisch und vor allem die erste Hälfte regt zum Nachdenken über den Sinn des Lebens an. Sobald der Alchimist auftaucht, kann man es aber getrost weglegen. Schade eigentlich :-(

Albert gibt  ★★☆☆☆  (2 von 5 Eselsohren)

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Infos:

Paulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro, ist einer der meistgelesenen Schriftsteller der Welt. Alle seine Romane, insbesondere ›Der Alchimist‹, ›Veronika beschließt zu sterben‹, ›Brida‹, ›Elf Minuten‹ und neu ›Aleph‹ wurden Weltbestseller, die in 73 Sprachen übersetzt wurden und eine Gesamtauflage von über 140 Millionen erreicht haben. Im August 2010 erschien die erste große Biographie über ihn: Fernando Morais, ›Der Magier – Die Biographie des Paulo Coelho‹.

Mehr über Paulo Coelho bei Wikipedia.

1 Kommentar zu "Coelho, Paulo: Der Alchimist"

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  1. Anke Laufer sagt:

    Der große Erfolg der Bücher Coelhos ist leicht nachzuvollziehen: Hier wird Fiktion mit leichtverdaulichen Philosophiebrocken vermischt, was sowohl der Unterhaltung als auch der Illusion dient, man selbst sei ein Leser, dem es beim Lesen selbstverständlich auch um Tiefgang geht. Was diese Art von Literatur für mich aber wirklich unerträglich macht ist das zuckersüße Esoterikbad, in das der Autor seine Leser taucht, spätestens hier verliert er aus meiner Sicht jede Glaubwürdigkeit.

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