Brautigan, Richard: Sombrero vom Himmel
Übersetzt von Günther Ohnemus
Kartaus Verlag
Kollektive Raserei
So wie man einen Mal-Stil als naiv bezeichnet, kann man Brautigan einen naiven Schriftsteller nennen. Er kann über die schrecklichsten Dinge vom Standpunkt des freundlich-erfreuten Beobachters schreiben und über absurde Begebenheiten, als wären sie alltäglich. Er war in der Hippie-Zeit ein Star und wurde dann vergessen (was er nicht verkraftet hat).
Nachdem ich “Forellenfischen in Amerika“, was vielleicht als Beschreibung eines Paradieses durchgehen könnte, so ziemlich jedes Jahr lese, hab ich mir gedacht, ich schau mir mal ein anderes seiner Bücher wieder an; die Wahl fiel auf “Sombrero vom Himmel“, welcher mittelbar eine ganze Stadt in eine kollektive Raserei treibt und eigentlich nur die Idee eines an einer Trennung laborierenden Schriftstellers ist, die sich im Papierkorb selbst weitererzählt.
Von Werner Schuster
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Über Richard Brautigan bei Wikipedia,
mehr von Brautigan bei den Eselsohren.









