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	<title>ESELSOHREN</title>
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	<description>Das Online-Büchermagazin</description>
	<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 15:55:44 +0000</pubDate>
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		<title>Shahriar Mandanipur: Eine iranische Liebesgeschichte zensieren</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 05:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wps</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[2010]]></category>

		<category><![CDATA[Romane & Erzählungen]]></category>

		<category><![CDATA[Empfohlen]]></category>

		<category><![CDATA[Iran (AutorIn)]]></category>

		<category><![CDATA[Iran (Schauplatz)]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.eselsohren.at/2010/03/10/shahriar-mandanipur-eine-iranische-liebesgeschichte-zensieren/><img src=http://www.eselsohren.at/wp-content/2010/03/iranischel.jpg class=imgtfe hspace=5 align=right width=40  border=0></a>In diesem Buch leidet man mit dem Liebespaar, mit dem Autor – und alsbald auch mit dem gesamten iranischen Volk mit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.eselsohren.at/wp-content/2010/03/iranischel.jpg" alt="Buchcover" title="Buchcover" width="96" height="160" class="alignnone size-full wp-image-8014" align="right" hspace="15" vspace="15" /><big>In diesem Buch leidet man mit dem Liebespaar, mit dem Autor – und alsbald auch mit dem gesamten iranischen Volk mit.</big></p>
<p>Erschienen 2010 bei Unionsverlag<br />
Aus dem Englischen von Ursula Ballin<br />
Originalausgabe: „Censoring an Iranian Love Story”, 2008</p>
<div id="post-ratings-8013" class="post-ratings"><img id="rating_8013_1" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_on.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(8013, 1, '');" onmouseout="ratings_off(5, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_8013_2" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_on.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(8013, 2, '');" onmouseout="ratings_off(5, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_8013_3" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_on.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(8013, 3, '');" onmouseout="ratings_off(5, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_8013_4" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_on.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(8013, 4, '');" onmouseout="ratings_off(5, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_8013_5" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_on.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(8013, 5, '');" onmouseout="ratings_off(5, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /> (<b>1</b> Bewertungen, Durchschnitt: <b>5</b> von 5)<br /><span class="post-ratings-text" id="ratings_8013_text"></span></div>
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<p> <em>Haben Sie dieses Buch gelesen? Was ist Ihre Meinung dazu?</em></p>
<h3>In Gedanken, Worten und Werken</h3>
<p>Ich habe schon lange kein dermaßen intelligentes und vergnügliches Buch gelesen, wiewohl die Handlung von „Eine iranische Liebesgeschichte zensieren“ eher unangenehm bis erschreckend ist.</p>
<p>Der iranische Autor Shahriar Mandanipur berichtet, dass er eine Liebesgeschichte schreiben möchte und dass so etwas im Iran eigentlich unmöglich ist. Das beginnt damit, dass es dort Liebenden verboten ist, sich allein zu begegnen. Und dass ein Zensor darüber wacht, dass das iranische Volk nur ja nicht – und schon gar nicht durch Kunst – zu unzüchtigen Gedanken, Worten und Werken angestiftet werden könnte.</p>
<h4>(Selbst-)Zensur</h4>
<p>Mandanipurs Buch beinhaltet nun einerseits die Liebesgeschichte, in der er der Vorsicht halber gleich selbst „anstößige“ Passagen streicht:<br />
<blockquote><strong>Teherans Luft ist erfüllt vom Duft der Frühlingsblüten und Abgase, von giftigen Düften aus <em>Tausendundeiner Nacht</em>, sie <s>umschlingen, vereinigen sich, sie</s> flüstern sich Geheimnisse zu. Die Stadt treibt durch die Zeiten …</strong></p></blockquote>
<p>Dazwischen stehen Passagen (in „Normalschrift“), die nicht direkt zur Liebesgeschichte gehören, die auch der Zensor niemals zu Gesicht bekommen wird, sondern nur die LeserInnen.</p>
<blockquote><p><strong>… Zum Himmel gestreckte Fäuste … Doch der Himmel schweigt und lässt kein Wunder geschehen.</strong><br />
Vielleicht liegt es an dieser Fäusten, dass vom heiligen Himmel Irans niemals ein wunder herabsteigt. (…) Und ich glaube, kein anderes Land fleht so inständig um den baldigen Anbruch des Auferstehungstags.</p></blockquote>
<h4>Zu Beginn fragt man sich noch …</h4>
<p>Was sich wie ein kompliziertes und sperriges Unterfangen anhört, liest sich zwar als ungewöhnlicher, aber nicht als schwer verständlicher Roman, bei dem man sich zu Beginn vielleicht noch fragt, ob und wie lange Mandanipur das Kunstmittel durchhält, zusätzlich zur Geschichte auch ihre Entstehung zu beschreiben.</p>
<p>Er hält es nicht nur bis zum Schluss durch, er überrascht auch durch immer wieder neue Perspektiven. Und wenn auch die – ohnedies unmögliche – Liebesgeschichte dabei mehr oder weniger auf der Strecke bleibt, so erzählt Mandanipur doch auf beinahe schon satirische Weise vom Leben im Überwachungsstaat Iran.</p>
<h4>Furcht und Mitleid</h4>
<p>Und seltsamerweise funktioniert alles: Man leidet mit dem Liebespaar und dem Autor – und alsbald auch mit dem gesamten iranischen Volk mit, das sich so gut wie alle Freuden (u.a. Musik und unzensierte Filme), die etwa für WesteuropäerInnen selbstverständlich sind, erschleichen und erkämpfen muss. Und das dabei in ständiger Gefahr ist, verhaftet und gefoltert zu werden.</p>
<p>Zugleich verfolgt man amüsiert, dass sich Liebe und Kunst auch unter solchen Voraussetzungen nicht vollständig unterdrücken lassen.</p>
<p>Mandanipur unterhält uns auf mehreren Ebenen, während er uns die Augen öffnet für das Schöne und Wunderbare ebenso wie für das Bedrohliche und Entsetzliche. Bis auf Widerruf ist „Eine iranische Liebesgeschichte zensieren“ für mich das Buch des Jahres 2010. </p>
<p>Von <em>Werner Schuster</em></p>
<hr style="border-style:dotted; border-bottom-width:0.5px; border-color:#ccc;">
<h4>Infos</h4>
<p><a href="http://www.unionsverlag.com/info/person.asp?pers_id=1870" style="color:peru" target="_blank" rel="nofollow">Über Shahriar Mandanipur</a> beim Unionsverlag,<br />
mehr von <a href="http://www.eselsohren.at/verlage/unionsverlag/">Unionsverlag</a> bei „Eselsohren“.</p>
<p><em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3293004156?ie=UTF8&#038;tag=eselsohren-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3293004156" style="color:orange" target="_blank" rel="nofollow">„Eine iranische Liebesgeschichte zensieren“</a> bei Amazon.</em></p>
<hr style="border-style:dotted; border-bottom-width:0.5px; border-color:#ccc;">
<strong></p>
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		<title>Diane Wei Liang: Wie ein Schmetterling aus Papier (qt)</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 04:55:21 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Quicktipp]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.eselsohren.at/2010/03/10/diane-wei-liang-wie-ein-schmetterling-aus-papier-qt/><img src=http://www.eselsohren.at/wp-content/2009/07/rotesi.gif class=imgtfe hspace=5 align=right width=40  border=0></a>Ein lebendiger Gesellschaftsroman über das gegenwärtige China.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.eselsohren.at/wp-content/2009/07/rotesi.gif" align="right" hspace="15" vspace="15" alt="Logo Esel" title="Logo Esel" width="100" height="160" class="alignnone size-full wp-image-3142" />Peking, heute. Nach Jahren im Staatsdienst betreibt die junge, eigenwillige Mei nun ein Detektivbüro in China ein verbotenes Gewerbe, das sie unter dem Namen „Auskunftei“ tarnt. Ein Auftrag führt Mei zu einer tragischen Liebesgeschichte und zurück zu einem dunklen Kapitel der chinesischen Vergangenheit: die blutige Niederschlagung der Studentenproteste auf dem Tiananmen-Platz. Mei hatte damals mit den Demonstranten sympathisiert. Viele Jahre ist das jetzt her, doch die Wunden sind noch längst nicht verheilt. Ein lebendiger Gesellschaftsroman über das gegenwärtige China.</p>
<p>Diane Wei Liang, geboren in Peking, verbrachte ihre Kindheit in einem Arbeitslager. 1989 nahm sie an den Studentenprotesten teil, im selben Jahr verließ sie China. Über die Ereignisse auf dem Platz des Himmlischen Friedens schrieb sie ein sehr persönliches Buch. Heute ist sie Wirtschaftswissenschaftlerin und lebt mit ihrem deutschen Mann und ihren zwei Kindern in London.</p>
<div id="post-ratings-7898" class="post-ratings"><img id="rating_7898_1" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_off.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(7898, 1, '');" onmouseout="ratings_off(0, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_7898_2" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_off.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(7898, 2, '');" onmouseout="ratings_off(0, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_7898_3" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_off.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(7898, 3, '');" onmouseout="ratings_off(0, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_7898_4" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_off.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(7898, 4, '');" onmouseout="ratings_off(0, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_7898_5" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_off.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(7898, 5, '');" onmouseout="ratings_off(0, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /> (noch keine Bewertung)<br /><span class="post-ratings-text" id="ratings_7898_text"></span></div>
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<p> <em>Haben Sie dieses Buch gelesen? Was ist Ihre Meinung dazu?</em></p>
<p><strong>„Wie ein Schmetterling aus Papier“ von Diane Wei Liang ist erschienen bei List</strong> und erhältlich bei <em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3471791736?ie=UTF8&#038;tag=eselsohren-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3471791736" style="color:orange" target="_blank" rel="nofollow">Amazon</a></em>.</p>
<p>Quicktipps werden zu empfehlenswerten, aber (noch) nicht gelesenen Büchern gegeben.</p>
<p><strong></p>
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		<title>Ein Büro voller Eselsohren, Teil 14</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 20:56:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Aus der Redaktion]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.eselsohren.at/2010/03/09/ein-buro-voller-eselsohren-teil-14/><img src=http://www.eselsohren.at/wp-content/2010/03/kif_2378-150x150.jpg class=imgtfe hspace=5 align=right width=40  border=0></a>Der Ofen ist angeschlossen und brennt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>12. Februar: Der Ofen wird bestellt.</p>
<p><img src="http://www.eselsohren.at/wp-content/2010/03/kif_2378.jpg" alt="buero" title="buero" width="180" height="240" class="alignnone size-full wp-image-7998" /><br />
3. März: Der Ofen wird geliefert.</p>
<p>6. März: Ofenrohr-Einkauf.<br />
7. März: Ofenrohr-Anpassung und Wandfutter-Einmörtelung.</p>
<p><img src="http://www.eselsohren.at/wp-content/2010/03/kif_2393.jpg" alt="Buero_Ofen" title="Buero_Ofen" width="180" height="240" class="alignnone size-full wp-image-8073" /><br />
9. März: Ofen angeschlossen.</p>
<p>Wird es funktionieren?</p>
<p><img src="http://www.eselsohren.at/wp-content/2010/03/kif_2396.jpg" alt="Buero_Ofen2" title="Buero_Ofen2" width="180" height="240" class="alignnone size-full wp-image-8074" /><br />
Das erste Feuer.</p>
<p><img src="http://www.eselsohren.at/wp-content/2010/03/kif_2400.jpg" alt="Buero_Ofen3" title="Buero_Ofen3" width="180" height="240" class="alignnone size-full wp-image-8075" /><br />
Stolz &#038; glücklich.</p>
<p>Fortsetzung folgt.</p>
<p><a href="http://www.eselsohren.at/eine-seite/fotostory-eselsohren-buro/"><strong>Zur gesamten Fotoreportage.</strong></a><strong></p>
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</ul>
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		<item>
		<title>Die aktuellen Bestseller (9.3.)</title>
		<link>http://www.eselsohren.at/2010/03/09/die-aktuellen-bestseller-93/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 04:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wps</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuelle Bestseller]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.eselsohren.at/2010/03/09/die-aktuellen-bestseller-93/><img src=http://www.eselsohren.at/wp-content/2009/06/goldesi.gif class=imgtfe hspace=5 align=right width=40  border=0></a>Diese Woche neu: Jauds „Hummeldumm“, Käßmanns „In der Mitte des Lebens“, Schuhbecks „Meine Küche der Gewürze“ und Mittermeiers „Achtung Baby!“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.eselsohren.at/wp-content/2009/06/goldesi.gif" align="right" hspace="15" vspace="15" alt="Logo Goldesel" title="Logo Goldesel" width="100" height="160" class="alignnone size-full wp-image-3065" /><big>Diese Woche neu: Jauds „Hummeldumm“, Käßmanns „In der Mitte des Lebens“, Schuhbecks „Meine Küche der Gewürze“ und Mittermeiers „Achtung Baby!“.</big></p>
<hr style="border-style:dotted; border-bottom-width:0.5px; border-color:#ccc;">
<h4>BELLETRISTIK (Österreich, KW 8)</h4>
<p><strong>1)</strong> Martin <strong>Suter: Der Koch</strong> (Diogenes)<br />
Maravan, 33, tamilischer Asylbewerber, arbeitet als Hilfskraft in einem Zürcher Sternelokal, tief unter seinem Niveau. Denn Maravan ist ein begnadeter, leidenschaftlicher Koch. In Sri Lanka hatte ihn seine Großtante in die Kochkunst eingeweiht, nicht zuletzt in die Geheimnisse der aphrodisischen Küche. Als er gefeuert wird, ermutigt ihn seine Kollegin Andrea zu einem Deal der besonderen Art: einem gemeinsamen Catering für Liebesmenüs.<br />
<em>Erhältlich bei <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3257067399?ie=UTF8&#038;tag=eselsohren-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3257067399" style="color:orange" target="_blank" rel="nofollow">Amazon</a>.</em></p>
<p><strong>2)</strong> Arno <strong>Geiger: „Alles über Sally“</strong> (Hanser)<br />
Alfred und Sally sind schon reichlich lange verheiratet. Das Leben geht seinen Gang, allzu ruhig, wenn man Sally fragt. Als Einbrecher ihr Vorstadthaus in Wien heimsuchen, ist plötzlich nicht nur die häusliche Ordnung dahin: In einem Anfall von trotzigem Lebenshunger beginnt Sally ein Verhältnis mit Alfreds bestem Freund. Und Alfred stellt sich endlich die entscheidende Frage: Was weiß ich von dieser Frau, nach dreißig gemeinsamen Jahren? Arno Geiger, der international gefeierte Buchpreisträger aus Österreich, schreibt noch einmal den großen Roman vom Liebesverrat. Eine Geschichte von Ehe und Liebe in unserer Zeit.<br />
<em>Erhältlich bei <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446234845?ie=UTF8&#038;tag=eselsohren-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3446234845" style="color:orange" target="_blank" rel="nofollow">Amazon</a>.</em></p>
<p><strong>3)</strong> Tommy <strong>Jaud: „Hummeldumm“</strong> (Scherz)<br />
„Sitzreihe 12 war die letzte, die zwischen Tortellini und Hühnchen wählen durfte. Ich saß in Reihe 13. Schon auf dem Hinflug hätte mir klar sein können, dass der Jahresurlaub zum Albtraum wird.“<br />
<em>Erhältlich bei <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3502110379?ie=UTF8&#038;tag=eselsohren-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3502110379" style="color:orange" target="_blank" rel="nofollow">Amazon</a></em></p>
<p><a href="http://www.buecher.at/show_content.php?sid=17" style="color:peru" target="_blank" rel="nofollow">Quelle &#038; mehr Informationen</a></p>
<hr style="border-style:dotted; border-bottom-width:0.5px; border-color:#ccc;">
<h4>RATGEBER (Deutschland, KW 7)</h4>
<p><strong>1)</strong> Margot <strong>Käßmann: „In der Mitte des Lebens“</strong> (Herder)<br />
50 - und definitiv zu alt für faule Kompromisse. Die Frage ist: Was war bis hierher? Und: Was habe ich noch vor? - Landesbischöfin Margot Käßmann legt ein Buch vor, das so lebendig ist wie jede wahre Geschichte und das hilft, den eigenen Standort klarer zu sehen. In zehn Kapiteln geht die Autorin den Themen nach, die sich mitten im Leben stellen: Jugendlichkeit und Alter, Familie, Freundschaft und Alleinsein, Schönheit und Scheitern, Krankheit und Glück, Grenzen und Kraftquellen, Routine und Veränderung.<br />
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<p><strong>2)</strong> Alfons <strong> Schuhbeck: „Meine Küche der Gewürze“</strong> (Zabert Sandmann)<br />
Gewürze erleben derzeit eine Renaissance das ist sicherlich auch ein Verdienst von Alfons Schuhbeck. Wie kaum ein anderer versteht es der bayerische Sternekoch, Kräuter und Gewürze kreativ in der Küche einzusetzen. Aber auch das jahrtausendealte Wissen um die Heilwirkung der Gewürze hat Alfons Schuhbeck wieder neu entdeckt. In diesem Standardwerk verrät er, wie man Gewürze am besten kombiniert und wie sie ihre gesundheitliche Wirkung optimal entfalten.<br />
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<p><strong>3)</strong> Detlef <strong>Pape: „Schlank im Schlaf für Berufstätige“</strong> (Gräfe und Unzer)<br />
Das Prinzip, auf dem Schlank im Schlaf für Berufstätige basiert, ist eine ausgewogene Insulin-Trennkost. Ausgehend vom Body-Mass-Index wird der Kohlenhydratebedarf pro Tag ermittelt. Ist die Aufnahme von Kohlenhydraten, Mischkost und Eiweiß entsprechend verteilt, kann sich der Körper die Energie im Schlaf direkt aus den Fettzellen holen. Sich satt essen und abwechslungsreiche Speisen zu sich nehmen lautet die Devise.<br />
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<p><a href="http://buchjournal.buchhandel.de/template/bj_tpl_bl_ratgeber/" style="color:peru" target="_blank" rel="nofollow">Quelle &#038; mehr Informationen</a></p>
<hr style="border-style:dotted; border-bottom-width:0.5px; border-color:#ccc;">
<h4>SACHBUCH (Schweiz, KW 9)</h4>
<p><strong>1) </strong>Eckart <strong> von Hirschhausen: „Glück kommt selten allein …“</strong> (Rowohlt)<br />
Dr. Eckart von Hirschhausen verbindet Wissen mit Witz, aktueller Forschung, alten Weisheiten und Tiefgang und schafft so neben „Haha“- auch „Aha-Effekte”. Übungen, Selbsttests, inspirierende Illustrationen und konkrete Tipps stehen neben Neuestem aus der Hirnforschung. Ein Buch für Glückspilze und Pechvögel, für Optimisten und Pessimisten. Und wer lieber unglücklich bleiben will, kann nach der Lektüre weiter unglücklich sein - aber auf höherem Niveau.<br />
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<p><strong>2) </strong>Annemarie <strong>Wildeisen: „Meine Expressküche“</strong> (AT-Verlag)<br />
Über 650 TV-Sendungen hat die erfolgreiche Rezeptautorin Annemarie Wildeisen inzwischen präsentiert. Für ihr neues Buch hat sie daraus eine Auswahl besonders schnell zuzubereitender Rezepte zusammengestellt. Dazu gibt es viele nützliche Tipps und Variationsmöglichkeiten sowie praktische Angaben, wie die Rezepte für den Kleinhaushalt, für 2 Personen beziehungsweise 1 Person, abzuwandeln sind.<br />
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<p><strong>3) </strong>Michael <strong>Mittermeier: „Achtung Baby!“</strong> (KiWi)<br />
„… aber wenn es dich dann einmal anlächelt …“ Jahrelang hat Michael Mittermeier auf der Bühne Späße über junge Eltern gemacht. Vor kurzem ist er selbst Vater geworden. Wie seine Tochter sein Leben verändert und worüber er jetzt lacht, erzählt er in diesem Buch.<br />
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<p><a href="http://www.swissbooks.ch/cgi-bin/swiss_web.exe/show?session_id=231F0E24-7FEE-4F1D-912F-2D564DEDFE91&#038;page=sbh_bestseller.html&#038;navi_id=109&#038;pid1=2&#038;pid2=109&#038;pid3=-1&#038;pid4=-1" style="color:peru" target="_blank" rel="nofollow">Quelle &#038; mehr Informationen</a><strong></p>
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		<title>Andreas Franz: Eisige Nähe</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 05:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wps</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[2010]]></category>

		<category><![CDATA[Krimis & Thriller]]></category>

		<category><![CDATA[Deutschland (AutorIn)]]></category>

		<category><![CDATA[Deutschland (Schauplatz)]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.eselsohren.at/2010/03/08/andreas-franz-eisige-nahe/><img src=http://www.eselsohren.at/wp-content/2010/03/franz_eisige.jpg class=imgtfe hspace=5 align=right width=40  border=0></a>Für den Anspruch „Wir dürfen die Augen nicht vor der Realität verschließen“ ist „Eisige Nähe“ inhaltlich zu anspruchslos.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.eselsohren.at/wp-content/2010/03/franz_eisige.jpg" alt="Buchcover" title="Buchcover" width="104" height="160" class="alignnone size-full wp-image-8018" align="right" hspace="15" vspace="15" /><big>Für den Anspruch „Wir dürfen die Augen nicht vor der Realität verschließen“ ist „Eisige Nähe“ inhaltlich zu anspruchslos.</big></p>
<p>Erschienen 2010 bei Knaur.</p>
<div id="post-ratings-8017" class="post-ratings"><img id="rating_8017_1" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_on.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(8017, 1, '');" onmouseout="ratings_off(3, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_8017_2" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_on.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(8017, 2, '');" onmouseout="ratings_off(3, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_8017_3" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_on.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(8017, 3, '');" onmouseout="ratings_off(3, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_8017_4" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_off.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(8017, 4, '');" onmouseout="ratings_off(3, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_8017_5" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_off.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(8017, 5, '');" onmouseout="ratings_off(3, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /> (<b>1</b> Bewertungen, Durchschnitt: <b>3</b> von 5)<br /><span class="post-ratings-text" id="ratings_8017_text"></span></div>
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<p> <em>Haben Sie dieses Buch gelesen? Was ist Ihre Meinung dazu?</em></p>
<h3>Machtgeil, von Sex besessen, korrupt und superböse</h3>
<p>Ich wollte endlich einmal etwas von „Deutschland erfolgreichstem Krimiautor“ lesen und war von „Eisige Nähe“ nicht angetan. Andreas Franz setzt sehr stark auf Dialoge, und diese Dialoge wirken auf mich sehr hölzern und alle wie von einer einzigen Person gesprochen.</p>
<blockquote><p>„Verraten Sie mir etwas?“<br />
„Wenn ich die Antwort kenne.“<br />
„Warum diese Eile?“<br />
„Ich dachte, diese Antwort hätte ich Ihnen bereits gegeben. Einen schönen Tag noch.“<br />
„Nein. Sie haben mir die Antwort nicht gegeben. (…)“</p></blockquote>
<p>Die Story fing für mich interessant an, doch nach und nach erschien sie mir immer unglaubwürdiger. Ein Musikproduzent à la Dieter Bohlen wird auf bizarre Weise umgebracht, die üblichen Verdächtigen (Ehefrau, Geschäftspartner etc.) werden vom Kieler Ermittlerpaar Lisa Santos und Sören Henning alsbald nicht mehr verdächtigt, zumal ihre Ermittlungen innerhalb der Polizei gestört werden.</p>
<h4>Der Auftragskiller</h4>
<p>Man serviert der Öffentlichkeit sogar einen – für Santos und Henning unwahrscheinlichen – Täter, der bei der versuchten Verhaftung leider erschossen wurde. Außer wissen die LeserInnen ja, wer den Musikproduzenten ermordet hat, denn auf den ersten 50 (von knapp 600) Seiten wird dieser nicht nur – als Auftragskiller – vorgestellt, man ist beim Mord auch live dabei und außerdem gibt dieser dem Ermittlerpaar via Telefon Tipps.</p>
<p>Santos und Henning ermitteln bald auf eigene Faust weiter – ohne der Hilfe ihrer KollegInnen, die vom Staatsanwalt und von höher gestellten Polizeibeamten eingeschüchtert werden. Bald erhalten sie – außer vom Auftragskiller – auch Unterstützung von einem hochrangigen Verfassungsschützer. Und schließlich kommen sie einem illegalen Machtapparat innerhalb Exekutive auf die Spur.</p>
<h4>Der kleine Moritz</h4>
<p>Das kann man nun entweder als kaum zu glaubende Beschreibung empörender Verhältnisse ansehen oder als etwas, wie sich der sprichwörtliche kleine Moritz die große Welt vorstellt. In diesem Fall machtgeil, von Sex besessen, korrupt und superböse.</p>
<p>Jedenfalls ist die Story für mich gut gebaut und nicht so platt wie die Dialoge. Allerdings übertreibt Franz meiner Meinung nach zu viel, als dass er seinen (im Nachwort erläuterten) aufklärerischen Impetus einlösen könnte. Anders gesagt: Für den Anspruch „Wir dürfen die Augen nicht vor der Realität verschließen“ ist „Eisige Nähe“ inhaltlich zu anspruchslos.</p>
<p>Allerdings: Wer Santos und Henning schließlich bei ihrem Kampf gegen Goliath wirklich hilft, ist denn doch sehr überraschend.</p>
<p>Von <em>Werner Schuster</em></p>
<hr style="border-style:dotted; border-bottom-width:0.5px; border-color:#ccc;">
<h4>Infos</h4>
<p>Über Andreas Franz <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Franz_(Schriftsteller)" style="color:peru" target="_blank" rel="nofollow">bei Wikipedia</a> und <a href="http://www.andreas-franz.org/" style="color:peru" target="_blank" rel="nofollow">auf www.andreas-franz.org</a>,<br />
mehr von <a href="http://www.eselsohren.at/verlage/droemer/">Knaur</a> bei „Eselsohren“.</p>
<p><em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3426663007?ie=UTF8&#038;tag=eselsohren-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3426663007" style="color:orange" target="_blank" rel="nofollow">„Eisige Nähe“</a> bei Amazon.</em></p>
<hr style="border-style:dotted; border-bottom-width:0.5px; border-color:#ccc;">
<strong></p>
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		<title>Ariely: Denklen hilft zwar, … (tb)</title>
		<link>http://www.eselsohren.at/2010/03/08/ariely-denklen-hilft-zwar-%e2%80%a6-tb/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 04:55:55 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Jetzt als Taschenbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.eselsohren.at/2010/03/08/ariely-denklen-hilft-zwar-%e2%80%a6-tb/><img src=http://www.eselsohren.at/wp-content/2010/02/arielytb.jpg class=imgtfe hspace=5 align=right width=40  border=0></a>Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.eselsohren.at/wp-content/2010/02/arielytb.jpg" alt="Buchcover" title="Buchcover" width="106" height="160" class="alignnone size-full wp-image-7892" align="right" hspace="15" vspace="15" /><strong>… nützt aber nichts. Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen.</strong></p>
<blockquote><p>Warum sind wir beim Anblick eines köstlichen Desserts sofort bereit, unser eisernes Diätgelübde zu brechen? Wieso glauben wir, dass teure Medikamente besser wirken als preiswerte? Weshalb tun wir uns oft so schwer, uns überhaupt zu entscheiden? Dan Ariely stellt unser alltägliches Verhalten auf den Prüfstand, um herauszufinden, warum wir uns für vernünftig halten - und doch immer wieder unvernünftig handeln.</p></blockquote>
<p>Dan Ariely studierte Psychologie und Betriebswirtschaft. Seit 1998 ist er Professor für Verhaltensökonomik am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT). Er leitet dort u.a. die Forschungsgruppe eRationality. Zugleich lehrt er an der Sloan School of Management. Dan Ariely lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Cambridge (MA).</p>
<div id="post-ratings-7891" class="post-ratings"><img id="rating_7891_1" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_off.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(7891, 1, '');" onmouseout="ratings_off(0, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_7891_2" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_off.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(7891, 2, '');" onmouseout="ratings_off(0, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_7891_3" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_off.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(7891, 3, '');" onmouseout="ratings_off(0, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_7891_4" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_off.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(7891, 4, '');" onmouseout="ratings_off(0, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /><img id="rating_7891_5" src="http://www.eselsohren.at/wp-content/plugins/postratings/images/stars/rating_off.gif" alt="" title="" onmouseover="current_rating(7891, 5, '');" onmouseout="ratings_off(0, 0);" onclick="rate_post();" onkeypress="rate_post();" style="cursor: pointer; border: 0px;" /> (noch keine Bewertung)<br /><span class="post-ratings-text" id="ratings_7891_text"></span></div>
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<p> <em>Haben Sie dieses Buch gelesen? Was ist Ihre Meinung dazu?</em></p>
<p><strong>Dan Arielys „Denken hilft zwar, nützt aber nichts“</strong> ist als Taschenbuch bei <strong>Droemer Knaur</strong> erschienen und ist erhältlich bei <em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3426780356?ie=UTF8&#038;tag=eselsohren-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3426780356" style="color:orange" target="_blank" rel="nofollow">Amazon</a></em>.</p>
<p><strong></p>
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		<title>Komm, sage mir, was du für Sorgen hast (sk)</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 06:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wps</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Schusters Kultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.eselsohren.at/?p=8025</guid>
		<description><![CDATA[Die Kombination aus der Freude über den Büro-Ofen und dem Schaudern angesichts der Nachzahlungsforderungen von Sozialversicherung und Finanzamt hat mich an folgende Gedichte von Joachim Ringelnatz erinnert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kombination aus der Freude über den Büro-Ofen (<a href="http://www.eselsohren.at/2010/03/03/ein-buro-voller-eselsohren-teil-13/">siehe hier</a>) und dem Schaudern angesichts der Nachzahlungsforderungen von Sozialversicherung und Finanzamt hat mich an folgende Gedichte von Joachim Ringelnatz erinnert. (Bei dieser Gelegenheit erinnere ich doch gleich an <a href="http://www.eselsohren.at/alt/portrats/zum-beispiel-ringelnatz/">mein Ringelnatz-Porträt</a>.)</p>
<h4>Ich habe dich so lieb</h4>
<p>Ich habe dich so lieb!<br />
Ich würde dir ohne Bedenken<br />
Eine Kachel aus meinem Ofen<br />
Schenken.</p>
<p>Ich habe dir nichts getan.<br />
Nun ist mir traurig zu Mut.<br />
An der Hängen der Eisenbahn<br />
Leuchtet der Ginster so gut.</p>
<p>Vorbei - verjährt -<br />
Doch nimmer vergessen.<br />
Ich reise.<br />
Alles, was lange währt,<br />
Ist leise.</p>
<p>Die Zeit entstellt<br />
Alle Lebewesen.<br />
Ein Hund bellt.<br />
Er kann nicht lesen.<br />
Er kann nicht schreiben.<br />
Wir können nicht bleiben.</p>
<p>Ich lache.<br />
Die Löcher sind die Hauptsache<br />
An einem Sieb.</p>
<p>Ich habe dich so lieb.<br />
&nbsp;</p>
<h4>Komm, sage mir, was du für Sorgen hast</h4>
<p>Es zwitschert eine Lerche im Kamin,<br />
Wenn du sie hörst.<br />
Ein jeder Schutzmann in Berlin<br />
Verhaftet dich, wenn du ihn störst.</p>
<p>Im Faltenwurfe einer Decke<br />
Klagt ein Gesicht,<br />
Wenn du es siehst.<br />
Der Posten im Gefängnis schießt,<br />
Wenn du als kleiner Sträfling ihm entfliehst.<br />
Ich tät es nicht.</p>
<p>In eines Holzes Duft<br />
Lebt fernes Land.<br />
Gebirge schreiten durch die blaue Luft.<br />
Ein Windhauch streicht wie Mutter deine Hand.<br />
Und eine Speise schmeckt nach Kindersand.<br />
Die Erde hat ein freundliches Gesicht,<br />
So groß, daß man&#8217;s von weitem nur erfaßt.<br />
Komm, sage mir, was du für Sorgen hast.<br />
Reich willst du werden? - Warum bist du&#8217;s nicht? </p>
<hr style="border-style:dotted; border-bottom-width:0.5px; border-color:#ccc;">
<strong></p>
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		<title>Gewinnspiel 19</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 23:05:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wps</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Featured]]></category>

		<category><![CDATA[Gewinnspiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Für einen bis 12. März auf www.eselsohren.at gefundenen Fehler winkt Peter Richters „Gran Via“ aus dem Hause Goldmann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe LeserInnen,</p>
<p>wer <strong>bis 12. 3. 2010</strong> (12 Uhr mittags) einen Fehler auf www.eselsohren.at findet und diesen unter <a href="mailto:lektorat@eselsohren.at"><strong>lektorat@eselsohren.at</strong></a> bekannt gibt, kann folgendes Buch gewinnen:</p>
<p><strong>Peter Richter: „Gran Via“ (Goldmann)</strong><br />
Madrid in den Neunzigern, das ist ein Moloch voll finsterer Verlockungen und greller Existenzen. Verlockender und greller als das gut sein kann für einen jungen Deutschen mit romantischen Neigungen. Er will sich hier ein Jahr lang dem Studium der spanischen Kunst widmen und kommt sich schon nach wenigen Tagen vor wie im Inneren eines frühen Almodóvarfilms. Das ist erst erschreckend, dann aber auch sehr unterhaltsam, dann wiederum eher traurig, und oft alles zusammen.<br />
<em>Erhältlich bei <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442311489?ie=UTF8&#038;tag=eselsohren-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3442311489" style="color:orange" target="_blank" rel="nofollow">Amazon</a>.</em></p>
<hr style="border-style:dotted; border-bottom-width:0.5px; border-color:#ccc;">
<p>Beim Fehlersuch-Gewinnspiel der letzten Woche wurde Evi aus Wien gezogen. Sie bekommt Andreas Föhrs „Der Prinzessinnenmörder” aus dem Hause Knaur.</p>
<p>Zeit zum Lesen<br />
wünscht<br />
Werner Schuster<strong></p>
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		<title>Orhan Pamuk: Das Museum der Unschuld</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 05:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jurgen.weber</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[2008]]></category>

		<category><![CDATA[Romane & Erzählungen]]></category>

		<category><![CDATA[Türkei (AutorIn)]]></category>

		<category><![CDATA[Türkei (Schauplatz)]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.eselsohren.at/2010/03/05/orhan-pamuk-das-museum-der-unschuld/><img src=http://www.eselsohren.at/wp-content/2010/01/pamuk_museum.jpg class=imgtfe hspace=5 align=right width=40  border=0></a>Ein Museum des Liebeskummers beschreibt Nobelpreisträger Orhan Pamuk in diesem Buch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.eselsohren.at/wp-content/2010/01/pamuk_museum.jpg" alt="Buchcover" title="Buchcover" width="104" height="160" class="alignnone size-full wp-image-7592" align="right" hspace="15" vspace="15" /><big>Ein Museum des Liebeskummers beschreibt Nobelpreisträger Orhan Pamuk in diesem Buch.</big></p>
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<p> <em>Haben Sie dieses Buch gelesen? Was ist Ihre Meinung dazu?</em></p>
<h3>Die Sehnsucht nach einem anderen, perfekteren Ort</h3>
<p>„Wenn die Dinge, wegen der wir uns schämen, in einem Museum ausgestellt sind, werden sie sogleich zu etwas, worauf man stolz sein kann“, sagt Kemal am Ende des Romans zu seinem treuesten Zuhörer, und fürwahr gibt es eigentlich nie einen Grund, sich für seine Gefühle zu schämen, solange sie aufrichtig und echt sind.</p>
<p>Orhan Pamuk, der „Anthropologe der Liebe“, der in seinem hier 2008 erschienen Buch auch sich selbst eine kleine Nebenrolle zugedacht hat, hatte in den Siebziger Jahren eigentlich Architektur studiert und wurde erst später über die Publizistik zum Schriftsteller. Vielleicht hat er dies, nachdem er 2006 den Nobelpreis bekam, auch etwas bereut, denn als er „Museum der Unschuld“ schrieb, hatte er bereits vorher ein eigenes Museum im Kopf, das nun tatsächlich im Herbst 2010, in der Kulturhauptstadt Europas 2010, Istanbul, verwirklicht werden soll. </p>
<h4>Ein Museum des Liebeskummers</h4>
<p>In Zusammenarbeit mit zwei deutschen Architekten, Sunder-Plassmann, wird in Cukurcuma, ganz in der Nähe der bekannten Istiklal Caddesi in Beyogulu, sein Museum der Unschuld gebaut und ähnlich wie das Buch in 83 Kapiteln geschrieben ist, soll auch das Museum in 83 Inszenierungen eine ganz besondere Liebesgeschichte, nämlich die zwischen Kemal und Füsun, ihren Gedenkort mit vielen verschiedenen Ausstellungsobjekten, die auch im Buch vorkommen, bekommen. </p>
<p>Das bereits 1897 errichtete Wohnhaus wird in Zusammenarbeit mit dem Autor derzeit so umgestaltet, dass „von jedem Punkt aus die gesamte Sammlung mit sämtlichen Vitrinen und allem zu überblicken sein muss“, wie es Kemal im Roman ausdrückt. „Der Sound der Stadt, computergesteuerte Lichtbahnen, die vorüber gleitende Autoscheinwerfer simulieren, dreißig verschiedene Klangspuren, die den Geräuschteppich des quirligen Cukurcuma-Viertels weben – all das soll in das Museum integriert werden“, heißt es in der aktuellen Merian-Ausgabe, Januar 2010, die ganz der Europäischen Kulturhauptstadt 2010 gewidmet ist. </p>
<p>Die beiden Architekten würden übrigens – laut derselben Quelle – gerade von Pamuks „kindlichem Gemüt, gepaart mit hundertprozentiger Ernsthaftigkeit“ schwärmen und über seine Einwände „Yes, I understand - but …“ amüsiert lächeln. Dass sie mit der Verwirklichung des „Museums der Unschuld“ Geschichte schreiben und das nicht nur in literarischer oder architektonischer Hinsicht, dürfte wohl allen Beteiligten klar sein, denn so ein Projekt hat es bisher noch nie gegeben. </p>
<p>Ein Platz im Olymp der Literaturgeschichte ist ihnen also allen bereits reserviert und man darf mit Spannung die Eröffnung des Museums erwarten, besonders auch, weil im Buch eine Eintrittskarte abgedruckt ist, mit der man sich dann ein schönes Andenken und auch einen Gratis-Eintritt abholen kann. Vorausgesetzt man schleppt den 571-Seiten Wälzer dann tatsächlich auch mit zur Vernissage…</p>
<h4>Liebe zwischen Arm und Reich – ein modernes Märchen</h4>
<p>„Die Vergangenheit wohnt wie eine Seele den Dingen inne und in jenem kleinen, stillen Museum fand ich Schönheit und Trost“. Kemal, der Protagonist des Romans ist unsterblich in die arme Verwandte Füsun verliebt und da Kemal, Spross einer reichen Familie der Oberschicht bald mit seinesgleichen verlobt werden soll, treffen sich die beiden Liebenden geheim in den Merhamet Apartmani. Ganze eineinhalb Monate dauert die Affäre, denn als Kemal mit Sibel im Hilton-Hotel verlobt wird, verschwindet Füsun wie vom Erdboden verschluckt. </p>
<p>Kemal beginnt nun mit seinem Sammlertick, er sucht weiterhin das Merhamet Apartmani auf, um Gegenstände seiner Geliebten zu finden und diese dann zu streicheln, liebkosen oder einfach nur zu „inhalieren“. Seine Obsession – oder Sammlerleidenschaft - nimmt aber noch viel groteskere Ausmaße an, als er Füsun ein Jahr später endlich wieder findet: verheiratet mit einem jungen dicklichen Filmregisseur und im Hause seiner Verwandten wohnend. Füsun und Kemal sind nämlich entfernte Verwandte, was die vor- und außereheliche Affäre - wohlgemerkt in der Türkei der Siebziger - wohl noch um einiges pikanter werden lässt. </p>
<p>Nun, nachdem er seine Füsun wieder gefunden hat, beginnt Kemals eigentlicher Canossagang, denn er pilgert mehrmals die Woche zu den Verwandten, isst mit ihnen, schaut mit ihnen fern und bewundert aus den Augenwinkeln „seine Füsun“ ohne sie jemals wieder berühren zu dürfen, denn sie ist ja nun eine verheiratete Frau, auch wenn es der Ehemann es vorzieht, mit seinen Filmkumpels saufen zu gehen. Im Rahmen seiner Besuche lässt Kemal auch immer wieder etwas aus dem Hause mitgehen, selbstverständlich nur, um sie heimlich in sein Zuhause zu tragen und sie dort dann alleine zu genießen. </p>
<h4>Liebe ist eine Art von Kleptomanie</h4>
<p>Acht Jahre lang geht das so dahin, bis etwas Unvorhergesehenes passiert und Füsun wider Erwarten doch noch frei wird, wenn auch nicht für Kemal. Aus welchem Grund genau, Kemal danach seiner Sammlerleidenschaft völlig ungehemmt frönt, soll hier natürlich nicht verraten werden, genauso wenig welches Ende die Liebesgeschichte zwischen Füsun und Kemal schließlich nimmt. Nur soviel: ganz so tragisch wie Romeo und Julia ist es nicht, aber das werden die Leser erst mit dem letzten Satz des Romans genauer wissen. </p>
<p>Bis es aber so weit kommt, bekommt man einen Eindruck vom Leben der Oberschicht in der Türkei in den Siebzigern und Achtzigern, Orhan Pamuk streift die Politik ebenso wie das Alltagsleben, oder diverse Sexszenen sowie das türkische Film- und Reklamemilieu dieser Zeit, vor allen Dingen aber wird man Zeuge einer ganz großen, obsessiven Liebe, die vielmehr über ihren Urheber erzählt als über das eigentliche Objekt der Begierde. Dieses, Füsun, kommt nämlich eigentlich erst am Schluss des Romans richtig zu Wort, aber das ist ja oft so, dass man sich eigentlich mehr selbst liebt, in der Liebe zu dem anderen, als den anderen. Siehe Zizek, siehe Wagner. </p>
<p>Kemal jedenfalls weiß, dass Sibel eigentlich Recht hat, wenn sie sagt, dass er, Kemal, sich in der Rolle als leidender Mann gefalle, der an allem etwas auszusetzen habe, er es so möchte und dies dementsprechend inszeniere. Wohl noch kein anderer Schriftsteller hat dieses Gefühl, das „Liebesleid“ wie es Kemal nennt, oder was gemeinhin auch als Liebeskummer bezeichnet wird, so gut beschrieben wie Orhan Pamuk in seinem „Museum der Unschuld“: „Das Leben hatte sich gewissermaßen von mir zurückgezogen, hatte seine Kraft und seine Farben eingebüßt, und die Dinge waren nicht mehr so unmittelbar und so echt, wie ich es früher empfunden hatte.“ </p>
<p>Gerard de Nerval, der sich schließlich aus Liebeskummer erhängen sollte, meinte, sein Leben, nachdem er seine Liebe für immer verloren hatte, biete ihm nur mehr „billige Zerstreuung“. Kemal geht es ganz ähnlich ohne seine Füsun, nämlich, dass alles was er unternahm, „nichtig und leer“ war, aber dennoch gibt er seine Hoffnung – zu recht übrigens, so viel darf hier verraten werden – nie ganz auf, eines Tages, seine Füsun wieder in die Arme schließen zu dürfen. </p>
<h4>Füsun=Hüzun?</h4>
<p>Kemal verfällt immer mehr, da er dem Alkohol zuspricht, der Raki, den er trank, „um das Böse in mir loszuwerden, holte genau dieses Böse schließlich aus mir hervor“. „Ich spürte, dass ich wie blind war und vor lauter Liebe und Eifersucht nichts mehr richtig einordnen konnte. Ich litte wie ein Tier in der Falle und wusste zur allzu gut, dass mir nur geholfen hätte, Füsun zu sehen. Die Welt kümmerte mich nicht, wo doch alles nur schal und leer war.“ </p>
<p>In seinem 2006 auf Deutsch bei Hanser erschienen Werk „Istanbul- Erinnerungen an eine Stadt“ beschreibt Orhan Pamuk ein ganz ähnliches Gefühl, nämlich „Hüzun“ und es mag nur ein Zufall sein, dass beide Worte, Füsun und Hüzun, in europäischen Ohren zumindest ähnlich klingen, in jedem Fall aber dasselbe ausdrücken: die Sehnsucht nach einem anderen, perfekteren Ort, einem Paradies im andern und die Vorstellung, dass der oder die andere diese Forderung nach Perfektion erfüllen könnte. Das deutsche Wort „Wehmut“ trifft das türkische „Hüzun“ wohl am ehesten, Begriffe wie Melancholie oder  Tristesse ebenso. Hüzün, so Pamuk, treffe die Gefühlslage, die von einer Gesellschaft geteilt wird, besser als das Wort Melancholie; ein Seelenzustand, der dagegen vom einzelnen Individuum empfunden werde. </p>
<p>Hüzün umfasse in „Istanbul“ (seinem Buch sowohl als der Ort) gleichzeitig ein wichtiges lokales &#8220;musisches&#8221; Gefühl, ein Grundwort für Dichtung, eine Weltansicht, ein Seelenzustand und Ausdruck dessen, was die Stadt ausmache. Deshalb sei es sowohl ein negatives wie auch ein positives Gefühl. Hüzün läge gleichermaßen in Momenten, Bildern und Orten wie den Gassen mit Pflastersteinen, den stillgelegten Häfen mit ihren alten Bosporus-Schiffen, oder den unbeweglich im Regen stehenden Möwen auf den verrosteten Bojen, schrieb Pamuk 2006 in „Istanbul“. </p>
<p>2008 heißt es dann – im Namen Füsuns: „Wessen Leben durch die Liebe auf den Kopf gestellt wird, so wie meines, der meint immer, zusammen mit dem Liebesleid würden auch alle anderen Sorgen ein Ende finden, und so rührt er unwillkürlich immer wieder an der Wunde in sich drinnen“. Als dann auch noch sein Vater stirbt, vereinigten sich beide Verluste zu einem „einzigen Einsamkeits- und Verlassenheitsgefühl“ und einzig die Gegenstände oder Dinge im Merhamet Apartmani konnten diesen, seinen Schmerz stillen, die Schmerzen lindern. Bald muss Kemal einsehen, dass seine Liebe zu Füsun eigentlich gar nicht von ihrer Schönheit herrühre, sondern eine Reaktion seines Unterbewussten auf eine mögliche Ehe mit Sibel war. Doch dieser Schlüsselgedanke verliert sich bald wieder in seinem Bewusstsein, da ihm die Sammlerleidenschaft eine ausreichende Ersatzbefriedigung verschafft. </p>
<h4>Die verheiratete Jungfrau und der ewige Junggeselle</h4>
<p>Aber vielleicht idealisiert er Füsun ja nur, weil er gar nicht – weder Sibel noch Füsun noch irgendwen sonst – heiraten möchte? An seiner Mutter liegt es jedenfalls nicht, denn die sagt gleich zweimal im Buch, dass sie ihn ja ohnehin nicht zu dieser Sibel zwingen wollte, da sie keine Katzen möge. (sic!) Auch an anderen Stellen ist Orhan Pamuk übrigens nicht um Situationskomik verlegen, das Buch liest sich immer wieder amüsant und unterhaltsam, nicht nur wegen der teils abstrusen Angewohnheiten und Gedanken Kemals, sondern auch den Dialogen und dem Lokalkolorit Istanbuls, der wohl faszinierendsten Stadt Europas. </p>
<p>„Dich so glücklich zu sehen hat mir das Glück verschafft, das ich suchte“, sagt Kemal etwa an einer Stelle, im Wohnzimmer der Verwandten bei einem der unzähligen (gezählte 1593male!) gemeinsamen Fernsehabende zu seiner Angebeteten. Dass diese, Füsun, in Wirklichkeit keineswegs glücklich ist, weil sie tatsächlich die Karriere einer Filmschauspielerin anstrebt, aber niemand sie lässt, spielt dabei weniger eine Rolle, als die Befriedigung des Betrachters gegenüber dem Objekt der Begierde. Nicht ihr Glück ist es schließlich, das zählt, sondern das Glück des Betrachters, des Fetischisten, des Voyeurs, der in seiner ganzen Aufopferung doch im Endeffekt sich selbst am meisten liebt und dies geradezu rücksichtslos auf das Ansehen der Betroffenen bezüglich Anstand und Moral und dem Geschwätz der Leute. </p>
<p>Schließlich hatte Kemal Füsun entehrt und sich dann mit einer anderen verlobt, um sie nun, acht Jahre später, durch seine vielen Besuche erneut dem Spott der Nachbarn auszusetzen. Mit Jungfräulichkeit in die Ehe zu gelangen war zwar auch in der Türkei in den Siebzigern nicht mehr das angestrebte Ideal, da sich zumindest die Oberschicht durchaus modern und aufgeschlossen geben wollte, aber zumeist heiratete man eben auch die Partnerin, mit der man „bis zum Letzten“ gegangen war. Kemal hatte also gleich die Ehre zweier Frauen auf dem Gewissen, wenn man so will. </p>
<h4>Ein Roman wie Aspirin für Liebeskranke</h4>
<p>„Im Magen hatte ich mein Mittagessen, im Nacken die Sonne, in der Seele ein Beben und im Herzen ein leises Stechen“, wer sich noch nie so gefühlt hat, der wird weder Kemal noch Pamuk verstehen können, denn dieser Roman ist eindeutig für gebrochene Herzen geschrieben worden. Man könnte ihn durchaus mit einem „Heimatroman“ wie „Vom Winde verweht“ vergleichen, der – ebenso wie „Museum der Unschuld“ – vor einem Bürgerkriegshintergrund spielt. Während das Volk leidet und zwei Militärputsche (1971 und 1980) wieder für Ruhe und Ordnung sorgen müssen, widmet sich der - wenn auch sympathische so dennoch völlig verwöhnt-verzogene - Sprössling einer reichen Istanbuler Oberschichtfamilie, seinen kleinen Wehwehchen und romantischen Pläsierchen. </p>
<p>Statt sein Leben in die Hand zu nehmen und zu handeln, gibt sich Kemal ganz seinem vermeintlichen Leiden, das nur er selbst verursacht, hin. Wenn man diese Gedanken weiterspinnt, könnte Orhan Pamuk mit seinem an und für sich völlig unpolitischen Buch also dennoch ein zutiefst politisches Statement abgegeben haben. Besonders schön ist im Museum der Unschuld übrigens auch die Idee des aristotelischen Augenblicks, den Pamuk in seinen vermeintlich belletristischen Liebesroman einfließen lässt: genau genommen handle es sich beim „Leben leben“ gar nicht ausschließlich um eine lineare Zeit, wie man gemeinhin annähme, vielmehr seien die einzelnen Augenblicke unteilbar wie Atome und nur die Zeit verleihe diesen Augenblicken Linearität. Wichtiger seien jedoch die einzelnen Momente des Glücks. </p>
<p>„So wie die Augenblicke durch die Linie der Zeit, so mussten die Gegenstände durch die Linie einer Geschichte verbunden werden. Den Katalog meines Museums konnte also ein Autor niederschreiben wie einen Roman.“ Diesen Roman hat Orhan Pamuk in seinem Buch meisterhaft und voller Einfühlungsvermögen verfasst und die Geschichte von Kemal erzählt und damit ein Manifest für alle Liebeskranken verfasst. Wer würde nicht gerne seiner Geliebten einen Altar errichten? Schön, dass Kemal seiner Füsun sogar ein ganzes Museum errichten darf. Ob diese Idee auch so meisterhaft im Museum der Unschuld in Cukurcuma verwirklicht werden wird können wie in der Buchvorlage, darauf darf man wohl mit Spannung warten. </p>
<p>Das Buch ist jedenfalls voller Zärtlichkeit und Hingabe an sein Objekt der Begierde. Dass die Fiktion manchmal sogar von der Realität eingeholt wird ist eine so schöne Begebenheit, dass man Kemal wohl zustimmen muss: „Das Leben ist wunderbar!“ Man sieht sich in Istanbul, 2010!</p>
<p>Von <em>Jürgen Weber</em></p>
<hr style="border-style:dotted; border-bottom-width:0.5px; border-color:#ccc;">
<h4>Infos</h4>
<p>Erschienen 2008 bei Hanser<br />
(Taschenbuchausgabe August 2010 bei Fischer)<br />
Aus dem Türkischen von Gerhard Meier<br />
Originalausgabe: „Masumiyet Müzesi”, 2008</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orhan_Pamuk" style="color:peru" target="_blank" rel="nofollow">Über Orhan Pamuk</a> bei Wikipedia,<br />
mehr von <a href="http://www.eselsohren.at/verlage/hanser/">Hanser</a> und von <a href="http://www.eselsohren.at/verlage/fischer/">Fischer</a> bei „Eselsohren“.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446230610?ie=UTF8&#038;tag=eselsohren-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3446230610" style="color:orange" target="_blank" rel="nofollow"><em>„Das Museum der Unschuld“</em></a> bei Amazon.<strong></p>
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		<title>Kapuscinski: Ein Paradies für Ethnographen (qt)</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 04:55:05 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.eselsohren.at/wp-content/2009/07/rotesi.gif" align="right" hspace="15" vspace="15" alt="Logo Esel" title="Logo Esel" width="100" height="160" class="alignnone size-full wp-image-3142" />Erstmals auf Deutsch: frühe polnische Reportagen von Ryszard Kapuscinski.</p>
<p>Eine Zeitreise in die Jahre nach dem Krieg: Der Meister der literarischen Reportage über sein Heimatland Polen - und das Verhältnis zu Deutschland.</p>
<p>Es ist der 11. September 1961, Montag. Zwei Frauen fliehen aus einem Altersheim in Szczytwo, Mutter und Tochter, Augusta und Margot. Sie kaufen zwei Fahrkarten und fahren mit der Bahn durch die schöne Landschaft der Masuren. Ihr Ziel ist Taubus, besser gesagt, das ehemalige Taubus, das jetzt Olecko heißt. Zwei Frauen, grau, erschöpft, entschlossen. Sie wollen ihr Haus am Ringplatz in Taubus zurück, sagen sie, weil Polen doch jetzt wieder deutsch sei &#8230;</p>
<p>Die Helden in Kapuscinskis Reportagen, die in Wahrheit immer auch grandiose Erzählungen sind, sind kleine Leute: Umsiedler, die das Schicksal von einem Ende Polens an das andere geworfen hat, Menschen auf der Suche nach Arbeit und besseren Löhnen, deutsche Frauen, die sich nach Kriegsende nicht mehr zurechtfinden. Die große Politik bleibt ausgesperrt, stattdessen belauscht Kapuscinski die Gespräche und findet die Geschichten, in denen die Wirklichkeit jener Zeit - der fünfziger und sechziger Jahre in Polen - unvergleichlich aufscheint.</p>
<p>Ryszard Kapuscinski ist 1932 in der ostpolnischen Stadt Pinsk geboren, die heute zu Weißrußland gehört. (Das war damals, wie er selber sagt, „Dritte Welt“).<br />
1945 kam seine Familie nach Warschau, wo er studierte. In den fünfziger Jahren wurde er als Korrespondent nach Asien und in den Mittleren Osten, später auch nach Lateinamerika und nach Afrika entsandt.Martin Pollack, 1944 in Bad Hall, Oberösterreich geboren, studierte in Wien und Warschau, arbeitet als Journalist, Übersetzer und Schriftsteller. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Polen und schrieb über Galizien. 2007 erhielt er für seine Übersetzungen den Karl-Dedecius-Preis der Robert Bosch Stiftung und wurde mit dem „Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln“ ausgezeichnet. Zudem erhielt er 2007 den mitteleuropäischen Literaturpreis „Angelus“.</p>
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<p><strong>„Ein Paradies für Ethnographen“ von Ryszard Kapuscinski ist erschienen bei Eichborn</strong> und erhältlich bei <em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821858370?ie=UTF8&#038;tag=eselsohren-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3821858370" style="color:orange" target="_blank" rel="nofollow">Amazon</a></em>.</p>
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