25/05/2009von 454 Views – 0 Kommentare

Bresser & Springenberger: Die Sau und der Mörder

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Buchcover Die Sau und der Mörder
Krimi
Taschenbuch: Ullstein, 2009
Inhalt:

Der Dichter Hermann Grutz wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Als dann auch noch die attraktive Geliebte des Poeten tot in der Badewanne liegt, weiß Nannen, dass er es mit üblen Burschen zu tun hat. Wer verbirgt sich hinter den immer weiter auftauchenden Leichen und Verwicklungen? Nannen ermittelt in bekannt lässiger Manier … (Pressetext)

Kurzkritik:

Die Kalauer von Bresser und Springenberger sind schon gut – jeder für sich, aber halt nicht als Dauerfeuer. Für mich war es jedenfalls eine Wohltat, dass den Autoren ab der Hälfte von „Die Sau und der Mörder“ die Witz-Puste allmählich ausging.

Wer aber Kalauer-Overkill mag, muss auch den dazu passenden überbordend-jenseitigen Kriminalfall inklusive gesucht origineller Figuren mögen. Leider ist das bei mir in diesem Fall auch nicht der Fall.

Werner gibt  ★★☆☆☆  (2 von 5 Eselsohren)

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Besprechung:

Kalauer-Overkill

Vorbei an großformatigen Postern aus der Serie langweilige Schlösser und Burgen marschierte ich in den letzten Raum, das Arbeitszimmer. Nichts für den Feng-Shui-Fetischisten, denn der Raum war voller als das Buldener Pfarrheim bei einem Rolling-Stones-Gratiskonzert. Ich fühlte mich wie im Lagerhaus von Amazon, denn jede freie Stelle war mit Schmökern oder Kopien von Publikationen vollgestopft.

Wer solche Beschreibungen aushält, wird an diesem Buch seine/ihre Freude haben. Mir persönlich genügt ein Kalauer pro Absatz – wenn er gut ist. Die Kalauer von Bresser und Springenberger sind schon gut – jeder für sich, aber halt nicht als Dauerfeuer. Für mich war es jedenfalls eine Wohltat, dass den Autoren ab der Hälfte von „Die Sau und der Mörder“ die Witz-Puste allmählich ausging.

Lauter Freaks

Wer aber Kalauer-Overkill mag, muss auch den dazu passenden überbordend-jenseitigen Kriminalfall inklusive gesucht origineller Figuren mögen. Leider ist das bei mir in diesem Fall auch nicht der Fall. Vielleicht durchlebe ich gerade eine konservative Phase, aber müssen die überproportional vielen Schriftsteller des beschriebenen Dorfes alle Freaks sein? Die zum Beispiel so sprechen: „Ich habe zwei Stunden dem Gotte Chronos geopfert, um vom König der Münsterländer Kriminalistik eine Audienz gewährt zu bekommen.“

Und schließlich sollte man auch nicht zu viel Wert auf Spannung und Plausiblilität legen. Auf wen diese Einschränkungen zutreffen, denen wünsche ich mit diesem Buch kurzweilige, barocke Stunden.

Von Werner Schuster

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Infos:

Über Bresser und Springenberg auf www.rockdasdorf.de.

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