Patterson, James: Die 6. Geisel
Thriller
Deutsch von Andreas Jäger
Hardcover: Limes, 2008
(“The 6. Target”, Little, Brown and Company, 2007)
Realistisch konstruiert
An diesem Thriller hat mir am besten gefallen, dass die Polizei nicht nur wie in Romanen üblich an einem, sondern an mehreren Fällen arbeitet. Dass dann auch alle Fälle aufgeklärt werden, fand ich persönlich zu viel des Guten, aber andererseits wäre ich wohl enttäuscht gewesen, wenn ein Böser davongekommen wäre. Und immerhin lässt der geistig etwas abnorme Rechtsbrecher, der auf Befehl seiner inneren Stimme ein paar Menschen erschossen hat und der seine psychische Störung geschickt einzusetzen weiß, am Schluss die Drohung im Raum stehen, dass man seiner nicht habhaft werden könne.
Dann gibt es noch einen Mann, der auf Grund seiner Lärmempfindlichkeit zum Mörder wird, doch vor allem handelt “Die 6. Geisel” von einem entführten Mädchen, für das kein Lösegeld verlangt wird. Geschickt verflechtet Patterson diese Fälle sowie das Privatleben von Lieutnant Lindsay Boxer und ihrem “Women’s Murder Club”, ohne dass die Konstruiertheit unangenehm auffallen würde. Das liegt zum Teil an der realistischen Schilderung der Polizeiarbeit und zum Großteil daran, dass Patterson einfach verdammt gut schreibt.
Von Werner Schuster
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Über James Patterson bei Wikipedia,
mehr von Limes bei “Eselsohren”.









