Kategorie: Romane & Erzählungen
Hackl, Erich: Als ob ein Engel
Wenn man von einem Autor behaupten kann, hier habe einer sein Thema und seinen Stil gefunden, dann von Erich Hackl.
Oz, Amos: Plötzlich tief im Wald
Schade. Da habe ich noch nie etwas von Amos Oz gelesen und meinte, ein Märchen wäre ein feiner Beginn, aber wenn ich in der Buchhandlung bei den Taschenbuch-Neuerscheinungen ein bisschen nachgedacht hätte, hätte ich mir wohl gesagt, dass moderne Kunstmärchen selten funktionieren.
Müller, Walter: Schräge Vögel
Würde man einer Aufforderung wie “Lesen Sie doch dieses großartige Buch über Krebskranke!” nachkommen? Ich habe da so meine Zweifel. Andererseits hat Walter Müller ein großartiges Buch über Krebskranke geschrieben.
Apperry, Yann: Blue Notes
Yann Apperry wurde für “Blue Notes” mit dem Prix Médicis ausgezeichnet. Wer bin ich, dass mich dieses Buch ratlos zurücklässt? Nun, vielleicht strömt das Echo meines Lebens in diese Kritik, die recht harmlos ausfällt angesichts dessen, was da so alles passieren kann …
Zier, O. P.: Tote Saison
Bertrand Russell hat über Aldous Huxleys “Brave New World” gemeint, “It is all too likely to come true”, und bei der Lektüre von O. P. Ziers “Tote Saison” ist mit immer wieder eingefallen, “It is too likely to BE true”.
Kafka, Franz: Erzählungen und kurze Prosa
Braucht man den unzähligen Kafka-Interpretationen noch eine hinzuzufügen? Ich halte es mit Albert Camus, der meinte, „es ist das Schicksal und vielleicht auch die Größe dieses Werks, dass es alle Möglichkeiten darbietet und keine bestätigt.“
Handke, Peter: Die Wiederholung
Von Peter Handkes früher “klassischer” Prosa ist dies vielleicht die vollendetste und gegenüber seinen späteren Werken wohl die zugänglichste.
Nizon, Paul: Canto & Im Hause enden die Geschichten
Ich liebe Paul Nizon, aber “Canto” kommt mir nur ansatzweise “gelungen“ vor.
Spark, Muriel: Die Blütezeit der Miss Jean Brodie (Rezension)
Die 2006 verstorbene Muriel Spark hatte einen eigentümlichen Stil: Ihre “typisch britisch” trocken geschriebenen Romane erwecken oft den Eindruck, sie wären chaotisch (oder nur sehr vage konstruiert), und man könnte spekulieren, ob Spark eine Herrin des Chaos oder eine Meisterin des subtilen Aufbaus gewesen ist.
Widmer, Urs: Liebesnacht
„Wo sind die hin, die gelassen die Oberfläche der Dinge zeigen konnten. Woher haben sie diese Gnade genommen. Das Herz öffnete sich beim Anschauen und der Atem wurde ruhig.“





Die Eselsohren werden 5. – Wer feiert mit?

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