Ernst Jandl: Laut und Luise
Reclam, Luchterhand
doodngroowaaaaaaaaaa
Gleich noch einmal Ernst Jandl. – Im radikalen Zyklus “Laut und Luise” sind Sprechgedichte*, Lautgedichte** und visuell wirkende Texte*** vereint:
* schtzngrmm
schtzngrmm
t–t–t–t
t–t–t–t
grrrmmmmm
…
(”schtzngrmm”)
** l
m
ö
m
a
öl
m
öl
mal
…
(”bericht über malmö”)
***
kla
kl t
k rt
hrt
ührt
k rührt
(”klare gerührt”)
Es gibt darin aber auch Gedichte, die die Brücke zu den späteren und populäreren schlagen: “doodngroowaaaaaaaaaa” zum Beispiel:
doodngroowaaaaaaaaaa
in määne sokkn
sann dmottn
…
(”Übersetzt”: Totengräber/in meinen Socken/sind die Motten)
Man kann es sich heute kaum vorstellen, dass die Einzelveröffentlichungen experimenteller Gedichte von Jandl in den späten 1950er Jahren Entrüstungsstürme bei der konservativen Kritik ausgelöst haben, dass diese Gedichte kein Verlag publizieren wollte und dass Lektor Otto F. Walter den Walter-Verlag verlassen musste, weil er “Laut und Luise” herausgebracht hatte. Oder?
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Über Ernst JANDL bei Wikipedia,
mehr von ihm (Die Bearbeitung der Mütze),
mehr von Luchterhand bei “Eselsohren”.


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