Kategorie: Erscheinungsjahr
Adnan, Etel: Der Herr der Finsternis
Auch wenn Adnan im Nachwort erläutert, dass ihre Kurzgeschichten Erfindungen mit einem authentischen Kern sind, so wirken diese nicht erfunden. Sie wirken auf mich wie realistisch gemalte, aber seelenlose Bilder.
Ford, Richard: Der Sportreporter
Waren das die 1980er in den USA? – Ich mag es nicht glauben. Und wenn ich es glauben müsste, würde es mich nicht besonders interessieren.
Sanyal, Mithu M.: Vulva
„Vulva“ ist „eine kulturgeschichtliche Pionierarbeit für Leser jeden Geschlechts“, behauptet der Verlag, und zumindest das mit „jedem Geschlecht“ stimmt, auch wenn man sich als Mann nicht wohl dabei fühlt, dieses Buch in der Öffentlichkeit zu lesen (– man könnte ja für einen Spanner gehalten werden). Doch das ist bei weitem weniger schlimm, als wenn mir – wie den Frauen über Jahrtausende hinweg – suggeriert worden wäre, ich hätte gar kein Geschlechtsorgan oder auf jeden Fall kein richtiges.
Cozarinsky, Edgardo: Bambi am Broadway
Wenn ich auch einmal etwas unterstellen darf: Edgardo Cozarinsky geht es vor allem um das Erzählen an sich, soll heißen, selbstverständlich schreibt er über etwas – das zumeist absurd ist –, aber noch mehr reizt ihn das Wie.
Sennett, Richard: Der flexible Mensch
Mein Freund Niki meinte, als ich ihm dieses Buch ans Herz legen wollte, „wozu soll ich das lesen? Ich weiß eh, wie‘s mir geht und warum.“ Nun, für mich war es tröstlich zu wissen, dass nicht nur ich und ein Teil meines Freundeskreises von etwas betroffen sind, was Richard Sennett unter dem Begriff „Flexibilität“ beschreibt.
Held, Annegret: Fliegende Koffer
Dieses Buch erweckt in mir den Wunsch, genauer zu beobachten, meine Vorurteile zu überdenken und das Leben mit mehr Humor zu betrachten. Frau Held muss die Menschen lieben, denn sonst könnte sie nicht so über sie schreiben.
Holl, Adolf: Wie gründe ich eine Religion
Am Schluss schreibt der bald 80-jährige: „Wir haben Fragen gestellt, die ohne Antwort geblieben sind (– das ist ein bisschen untertrieben; Anm.). Wir fragen weiter.“
Goebel, Joey: Heartland
„Vincent“ war ja schon großartig, „Heartland“ ist noch besser. Joey Goebel ist noch keine 29 und hat wahrscheinlich einfach so ein Meisterwerk verfasst.
Kanger, Thomas: Der tote Winkel
Dies ist das perfekte Buch für Krimi-LiebhaberInnen, die sich über soziale Missstände empören wollen.





Die Eselsohren werden 5. – Wer feiert mit?

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