26/10/2010von 857 Views – 0 Kommentare

Tropper, Jonathan: Sieben verdammt lange Tage

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Buchcover

  • Hardcover & Hörbuch
  • Erschienen 2010 bei Knaur & Argon
  • Aus dem Englischen von Birgit Moosmüller
  • Originalausgabe: „This is where i leave you“, 2009


Inhalt:

Die Familientreffen der Foxmans enden stets mit Türenschlagen und quietschenden Reifen, wenn Judd und seine Geschwister so schnell wie möglich einen Sicherheitsabstand zwischen sich und das Elternhaus bringen. Doch nun ist ihr Vater gestorben. Sein letzter Wunsch treibt allen den Angstschweiß auf die Stirn: Die Foxmans sollen Schiwa sitzen, sieben Tage die traditionelle Totenwache halten. Das bedeutet, dass sie auf unbequemen Stühlen in einem kleinen Raum gefangen sind und nicht davonlaufen können. Nicht vor dem, was zwischen ihnen passiert ist und nicht vor dem, was die Zukunft für sie bereithält. (Pressetext)

Kurzkritik:

Während Tropper in den früheren Romanen Charaktere schilderte, die in ungewöhnliche Situationen geraten (oder in gewöhnliche und unerwartet reagieren), scheint er hier umgekehrt vorgegangen zu sein: Er hat eine – eher simple – Idee weitergesponnen und dazu die passenden Charaktere gesucht.

Das ist zwar unterhaltsam, aber nicht mehr. Während ich mich in „Zeit für Plan B“ und „Mein fast perfektes Leben“ mit den Figuren angefreundet und identifiziert habe, konnte ich mich über die Personen von „Sieben verdammt lange Tage“ bloß amüsieren.

Werner gibt  ★★★☆☆  (3 von 5 Eselsohren)

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Besprechung:

Nicht mehr als amüsant

Ein neuer Tropper! Ich habe mich gefreut, weil er zu meinen Lieblingsautoren zählt. Doch diesmal hat er mich enttäuscht.

Mir hat an „Zeit für Plan B“ die ausgewogene Mischung aus Realismus und Fiktion gefallen und an „Mein fast perfektes Leben“, dass Tropper aus einer Geschichte über einen abgrundtief traurigen Witwer ein streckenweise komisches Buch gemacht hat.

Schon auch komisch

Außerdem hat es ihm in beiden Romanen beliebt, seine Figuren in eher unmögliche, fantastische Situationen zu bringen, die dennoch nicht absurd anmuten. „Sieben verdammt lange Tage“ ist nun ziemlich realistisch und schon auch komisch, aber eigentlich eher banal und so gar nicht aberwitzig.

Vater Foxman ist gestorben hat sich gewünscht, dass die Familie Schiwa sitzt, also sieben Tage die traditionelle Totenwache hält. Die Familie ist so ziemlich die, welche man sich erwartet (auseinandergelebt, zerstritten), und was in den sieben Tagen geschieht, ist selten überraschend.

One Note Samba

Während Tropper in den früheren Romanen Charaktere schilderte, die in ungewöhnliche Situationen geraten (oder in gewöhnliche und unerwartet reagieren), scheint er hier umgekehrt vorgegangen zu sein: Er hat eine – eher simple – Idee weitergesponnen und dazu die passenden Charaktere gesucht.

Das ist zwar unterhaltsam, aber nicht mehr. Während ich mich in „Zeit für Plan B“ und „Mein fast perfektes Leben“ mit den Figuren angefreundet und identifiziert habe, konnte ich mich über die Personen von „Sieben verdammt lange Tage“ bloß amüsieren.

Von Werner Schuster

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Infos:

Jonathan Tropper, geboren 1970 in New York City, studierte an der NYU Literatur und Literarisches Schreiben. Er lebt heute mit seiner Familie in New Rochelle (New York), arbeitet erfolgreich als Schriftsteller und gibt Schreibseminare an der Universität.

Mehr über Jonathan Tropper bei Wikipedia.

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