24/09/2013von 202 Views – 0 Kommentare

Auch neu im September #4

Liebe LeserInnen,

die Zeit reicht einfach nicht für alle vielversprechenden Neuerscheinungen.

Im September hätten wir gerne gelesen:


Edward St Aubyn:
Am Abgrund

Roman
Hardcover, E-Book
304 Seiten
Übersetzt von Sabine Hübner
Piper

Inhalt:

Sabine ist die lebhafteste Frau, der Peter Thorpe je begegnet ist. Begeistert gibt er für sie sein Londoner Leben auf und folgt ihr nach Kalifornien ins Herz der Esoterik-Bewegung … Es waren nur drei Tage und Nächte mit Sabine, aber Peter, ein Londoner Banker wie aus dem Bilderbuch, kann sie nicht mehr vergessen. Auf eine beiläufige Bemerkung von ihr folgt er der Spur der flüchtigen Geliebten bis nach Kalifornien, ohne auch nur ihren Nachnamen zu kennen. Dort trifft er auf Amerikaner in unterschiedlichen Phasen der Selbstfindung. Aber ob beim Sermon eines Antiguru-Gurus auf die spirituelle Freiheit oder Problemen beim tantrischen Sex: Immer muss Peter seine wahre Absicht verbergen – Sabine wiederzufinden. Mit nadelfeinem Sprachwitz ziseliert St Aubyn, den die FAZ einmal als »Wunder an Stil, Komik und Esprit« bezeichnete, seine Rattenfänger, Schamanen und Glücksprediger, genau wie ihre allzu leichtgläubigen Anhänger. Sein Spott trifft wie ein Präzisionsgewehr, doch nie macht er lächerlich, was dem Ganzen eigentlich zugrunde liegt: die Suche des Menschen nach dem Sinn des Lebens.

Der Autor:

Edward St Aubyn wurde 1960 in England geboren und wuchs dort und in Südfrankreich auf. Er ist Vater von zwei Kindern und lebt in Notting Hill, London. Als Schrifsteller etablierte er sich bislang vor allem mit der Melrose-Saga unter den großen englischen Autoren seiner Zeit. Ihr Anfang, »Schöne Verhältnisse«, ist das Buch, mit dem St Aubyn auch hierzulande über Nacht bekannt wurde; es folgten »Schlechte Neuigkeiten«, »Nette Aussichten« und »Muttermilch«. Der Abschluss, »Zu guter Letzt« erschien 2012 im Piper Verlag, genau wie die Taschenbuchausgabe von »Muttermilch«. Außerdem liegt von Edward St Aubyn auf Deutsch bislang der Roman »Ausweg« vor; die Publikation von »Am Abgrund« (»On the Edge«, London 1998) ist für September 2013 geplant.

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Albert Ostermaier:
Seine Zeit zu sterben

Krimi
Hardcover, E-Book
305 Seiten
Suhrkamp

Inhalt:

Die ›Streif‹ in Kitzbühel, das gefährlichsten Abfahrtsrennen der Welt, ein Höllenritt auf blankem Eis. Die Stadt im alljährlichen Ausnahmezustand: Alle Augen sind auf den Hahnenkamm, diese schneeglitzernde Welt und den Zielschuss gerichtet. Ein atemberaubender Tag, Wilderkaiserwetter, die Stimmung könnte nicht ausgelassener sein. Bis plötzlich ein Kind auf der Piste verschwindet, was nicht ins Bild passt und schon gar nicht in die Bilderbuchregie der Veranstalter, des Ortes und der Feiernden. Was ist passiert? Ein Unfall? Eine Entführung? Missbrauch? Ein Familiendrama? Ein böser Scherz? Die Suche beginnt. Doch ein verschwundener Junge stört nur die Party, die Politik, die Promis. Zu allem Unglück zieht auch noch aus heiterem Himmel ein Schneesturm auf, der alle Illusionen, alle Lügen wegfegt, den Schnee von gestern aufwirbelt und den Tod anweht … In seinem rasanten neuen Roman, der aus der Kälte kommt und ans Herz geht, erzählt Albert Ostermaier von einem Wettlauf mit der Zeit und dem Tod, der wie ein Lawine alles unter sich zu begraben droht.

Der Autor:

Albert Ostermaier (geb. 1967) lebt und arbeitet in München. 1988 beginnt er erste Gedichte zu veröffentlichen und erhält zwei Jahre darauf mit dem Literaturstipendium der Stadt München seinen ersten Preis. Das 1993 geschriebene und 1995 im Bayerischen Staatsschauspiel München uraufgeführte Stück Zwischen zwei Feuern. Tollertopographie eröffnet Albert Ostermaiers Karriere als Theaterautor. Er wird Hausautor am Nationaltheater in Mannheim (Spielzeit 1996/1997), am Bayerischen Staatsschauspiel (Spielzeit 1999/2000) und am Wiener Burgtheater (Spielzeit 2003-2009). Seine Theaterstücke werden/wurden von vielen namhaften Regisseuren inszeniert, u.a. von Andrea Breth, Lars Ole Walburg und Martin Kušej. In 2012 gab es drei neue Theaterstücke und Uraufführungen. Ein Pfund Fleisch am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, die Dramatisierung des jüngsten Romans Schwarze Sonne scheine in Luxemburg und Call me God im Residenztheater.
Neben seinen zahlreichen Lyrik-Bänden und Theaterstücken schrieb er 2008 seinen ersten Roman Zephyr und 2011 Schwarze Sonne scheine, der auch als Hörbuch erschien und mit dem Preis der Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde. Im Prestel-Verlag ist 2012 der Fotoband Venedig. Die Unsichtbare von Christopher Thomas mit Gedichten von Albert Ostermaier erschienen und zuletzt bei Suhrkamp die Erzählung Die Liebende.

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Michaela Schonhöft:
Kindheiten

Wie kleine Menschen in anderen Ländern groß werden
Hardcover, E-Book
384 Seiten
Pattloch

Inhalt:

Afrikanische Babys schreien weniger als deutsche; in ­japanischen Kitas fühlen sich die Kleinen besonders wohl; in Finnland leistet die Schul-Ambulanz erste Hilfe bei ungenügendem Lernerfolg – können es die anderen besser? Michaela Schonhöft hat viele Länder bereist und mit Eltern rund um den Globus gesprochen. Ihr Fazit: Den Kindern und ihren Eltern geht es umso besser, je weniger Erwartungen auf ihnen lasten – Liebe und ­Gelassenheit sind immer noch die besten Voraussetzungen für glückliche Kinder.

Die Autorin:

Michaela Schonhöft, geboren 1973, studierte Sozialwissenschaften und arbeitete als Reporterin für verschiedene Fernsehsender und Zeitungen. Sie berichtete unter anderem aus Südamerika und den USA. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrem Mann und vier Kindern in Berlin.

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Literaturmagazin Eselsohren – 

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