20/02/2013von 266 Views – 0 Kommentare

Presseschau Amazon-Affäre

News- & Story-Esel

Die Amazon-Affäre ist Dauerthema. Wir bringen eine Medienschau mit den Artikeln und Kommentaren der letzten Tage.



Amazon Deutschland hat anhaltenden Stress. Mit Kunden, mit Autoren, mit mehr als nur einem Lieferanten, mit der Presse. Und sogar mit der Politik. Auslöser dafür war eine halbstündige Dokumentation spätabends in der ARD, die einen üblen Umgang des Unternehmens mit seinen ausländischen Saisonarbeitern zeigte. Seit deren Ausstrahlung vergangenen Mittwoch bläst ein starker Shitstorm aus wechselnden Richtungen gen Bad Hersfeld, München und Seattle.

Ausbeutung als Teil des Geschäftserfolgs
Süddeutsche, 19. 2. – Ein Arbeitgeber wie in frühkapitalistischen Zeiten: Bedingungen wie beim Versandhändler Amazon sind mittlerweile zu einem Symbol für Exzesse im Land des Jobwunders geworden. Dabei hat Leiharbeit gute und schlechte Seiten – und Letztere müssen von der nächsten Regierung bekämpft werden. Ob die Zustände so bleiben, hängt aber von den Kunden ab.

Nicht nur bei Amazon
sind Bedingungen für Leiharbeiter unwürdig

Focus, 19. 2. – Der Leiharbeiter-Skandal bei Amazon kommt für Experten wenig überraschend. Kaum eine Branche wird so schlecht kontrolliert wie die Zeitarbeitsfirmen. Und schon mit 750 Euro Lizenzgebühr kann jedermann Personalvermittler werden.

Dumpinglöhne: Trenkwalder droht Lizenzentzug
Die Presse, 18. 2. – Gegen die deutsche Tochter der österreichischen Leiharbeiterfirma läuft eine Sonderprüfung. Auch Amazon zieht bereits Konsequenzen aus dem Skandal und feuert den umstrittenen Sicherheitsdienst H.E.S.S.

Ein Amazon-Boykott wird nicht helfen
Die Zeit, 18. 2. – Seit über die Arbeitsumstände bei Amazon berichtet wurde, regt sich Widerstand bei Verlegern und Kunden. Viel tun können sie gegen den Monopolisten nicht.

Was kann die Amazon-Debatte bewirken?
Börsenblatt, 19. 2. – Der Buchhandel hat die letzten Tage seinem aufgestauten Ärger Luft gemacht, in zahlreichen Aspekten völlig zu Recht. Jetzt wäre eine günstige Gelegenheit, neben Amazons Schwächen vor allem die eigenen Stärken ins Gespräch zu bringen. Die meisten Buchhändler tun das sowieso tagein, tagaus. So viele geneigte Zuhörer wie derzeit hatten sie allerdings in Deutschland lange nicht.

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