Archiv von Mai, 2007
Hulme, Keri: Unter dem Tagmond
Die Neuseeländerin Keri Hulme und die Hauptfiguren ihres Romans stammen von den Maori ab, doch es wäre billig, das Ungewöhnliche dieses Buches einzig auf die Besonderheiten dieses indigenen Volkes zurückführen zu wollen. Deren Traditionen und Mythen mögen Hulme allerdings geholfen haben, die Nachtmeerfahrten ihrer Charaktere zu schildern, ohne ins Peinliche abzurutschen.
Doyle, Roddy: The Committments
Unter MusikerInnen würde man sagen, dieses Buch “fährt”: Es hat interessante “Melodien” (also Themen), das richtige Tempo und vor allem einen packenden Rhythmus. Und humorvoll ist es auch.
Lindgren, Astrid: Ronja Räubertochter
Auch mit diesem Spätwerk hat uns Astrid Lindgren ein wunderbares Leseabenteuer beschert, das (Elemente von) “Romeo und Julia” in eine sich wandelnde Räubergesellschaft stellt.
Tomeo: Taubenstadt & Rosendorfer: Großes Solo
Hat Rosendorfer Tomeo auf die Idee gebracht, einen Mann in einer sonst menschenleeren Stadt (oder Welt) aufwachen zu lassen, oder sind die beiden Autoren unabhängig voneinander auf dieselbe Idee gekommen?
Kos, Michael: Herzversagen
Mit seinem Prosaband „Herzversagen“ pflegt auch der 1963 geborene Michael Kos die wohl durch Thomas Bernhard begründete österreichische Tradition des exzessiv formulierten Scheltens, – um diese mit den Provinz-Possen „Amok in St. Peter“ ein gutes Stück hinter sich zu lassen.
Fawer, Adam: Null
Insgesamt ein Buch, das man verschlingt, das einem als Bonus leichtverständliche Einführungen in Quantenphysik u.ä. bietet und für das man eine gewisse spirituelle Neigung haben sollte, sonst könnte einen der Schluss so irritieren, dass man den ganzen Roman abwertet. Und das wäre schade.
Widmer, Urs: Ein Leben als Zwerg
Auf so was kommt ja nur der vor zwei Tagen 70 Jahre alt gewordene Urs Widmer!





Die Eselsohren werden 5. – Wer feiert mit?

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