24/04/2013von 211 Views – 0 Kommentare

Medienschau 24/04

Blauer Esel für Links

Lager-Großbrand trifft kleine Verlage – Neues im Suhrkamp-Streit – Nominierte zum Alfred-Döblin-Preis – Krimi von Daniel Depp – und weitere ausgewählte Literatur-News, empfohlene Storys & Buchbesprechungen von heute aus Zeit, Welt, taz, Süddeutsche, Frankfurter Rundschau, FAZ, Standard, Presse, Wiener Zeitung, Falter, Spiegel u.a.


News:

Ars vivendi kämpft um den Neudruck der verbrannten Shakespeare-Edition
Sein oder Nichtsein
Das Großfeuer im LKG-Außenlager Naunhof trifft vor allem kleinere Verlage, die stark von der Backlist leben. Auch im Fall von ars vivendi zeigt sich, unabhängig von den wirtschaftlichen Verlusten, das Ausmaß des ideellen Schadens: Der fränkische Verlag verlor einen Großteil seiner fast beendeten, auf 39 Bände angelegten Shakespeare-Edition.
Börsenblatt →

Alfred-Döblin-Preis
Nominierte stehen fest
Nora Bossong, Heinz Helle, Svenja Leiber, Saša Stanišić, Thomas von Steinaecker und Gabriele Weingartner sind für den Alfred-Döblin-Preis 2013 nominiert. Ihre Manuskripte wurden von der Jury aus rund 300 Bewerbungen ausgewählt. Die Preisverleihung findet am 5. Mai in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin statt.
BuchMarkt →

Suhrkamp-Prozess
Eine Frage der Auskunft
Die Fronten sind verhärtet wie zuvor, und selbst ein Antrag auf Befangenheit gegen die Richterin vermag nichts zu bewegen: Suhrkamp unterliegt in einem weiteren Prozess. – Eine Analyse von Sandra Kegel.
FAZ →

Rezensionen:

Gespräch mit William T. Vollmann und Rezension von „Europe Central“
Auf der Höhe der Zeit
Die Schriftsteller Clemens J. Setz und William T. Vollmann im Gespräch über das Gute, das Böse, Dostojewski, Gandhi und das Telefon.
Rezension: „Europe Central“ bringt als Epochenroman jenes 20. Jahrhundert der Gewalt, das wir bis heute mit uns herumtragen, in eine literarische Form auf der Höhe der Zeit.
Falter →

Patrick Roth
Durch die Windschutzscheibe des Autors
Rein in den kalifornischen Regen: Der Schriftsteller Patrick Roth führt uns mit seinen filmkritischen Essays ins Amerika der Träume. Wer diese liest, wird nicht nur Filme aufmerksamer schauen.
Die Zeit →

L.A.-Krimi
Daniel Depp hat keinen Bock auf Hollywood
Der Bruder von Johnny Depp zu sein, ist nicht die leichteste biografische Bürde. Aber Daniel Depp weiß sich zu helfen: Er schreibt garstige Krimis über Hollywood. „Tanz mit dem Teufel“ heißt der neue.
Die Welt →

68er-Roman „Rebellen“
Die Drogen fehlen
Alexander ist Fabrikantensohn, Paul ist Proletarier und hört Beatmusik. Wolfgang Schorlau erzählt die Geschichte einer 68er-Männerfreundschaft. Viel Zeit ist seit 1968 vergangen; viele Bücher über 68 sind geschrieben worden, viele Filme gedreht. Schorlau hat viel recherchiert – Ältere, die sich in Freiburg auskennen, werden Vorbilder einiger Protagonisten identifizieren können –, er hat sich darum bemüht, ein differenziertes Bild dieser Zeit zu zeichnen, in der die Einführung der Popmusik im konservativen Deutschland und ein politisches Aufbegehren Hand in Hand gehen. Alles ist mehr oder weniger nachvollziehbar; trotzdem ist der Roman etwas zwiespältig, schlicht, weil das 68er-Thema schon so häufig abgehandelt wurde.
taz →

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