30/10/2008von 1.228 Views – 7 Kommentare

Was lesen? – Nr. 3

Liebe LeserInnen,

was ist „Was lesen?“ – Infos finden Sie hier.

Auch Frau Brigitte L. aus Wien möchte wissen, was sie als nächstes lesen soll.

Ihr gefällt:

  • Krimis (keine Thriller), wo die Hauptfiguren durch mehrerer Bände stolpern und sich dabei sowohl privat als auch beruflich entwickeln, mit Vorliebe aus dem Norden (– Hahn, Dahl, Mankell kennt sie schon)
  • Gerichtssaal-Geschichten, wo viele Handlungsstränge erzählt werden und die Lösung nicht schon nach der dritten Seite klar ist
  • skurrille, schwarzhumorige, absurde Romane

Sie mag NICHT:

  • endlos lange Beschreibungen
  • Familienepen
  • Kurzgeschichten
  • Lösungen, die an den Haaren herbeigezogen sind

Wer kann ihr helfen?

Mit etwas Glück gewinnen Sie für Ihren Tipp ein Buch (– jede Empfehlung – außer meine – nimmt am Gewinnspiel teil).

Tipps für Christine und für Lyrik-LiebhaberInnen sind außerdem nach wie vor willkommen.

–––

Auf „Eselsohren“ gibt es zu den Tipps von Carina, Eva, Ingrid, Marion und mir folgende Besprechungen (die Orange gefärbten Links gehen zu Amazon):

KRIMIS

Anne Holt: Die Präsidentin

Arnaldur Indridason: Menschensöhne

Asa Larsson: Sonnensturm

Stieg Larsson: Verblendung

Hakan Nesser: Das grobmaschige Netz

Peter O‘Donnell: Modesty Blaise – Der Xanadu-Talisman und Die Klaue des Drachen

Maj Sjöwall & Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal

Karin Wahlberg: Die falsche Spur/Ein plötzlicher Tod (Zwei Romane in einem Band)

GERICHTSSAAL-GESCHICHTEN

John Grisham: Berufung (sein letztes Buch)

SKURRIL, SCHWARZHUMORIG, ABSURD

Herbert Achternbusch: 1969

Klaus Hoffer: Bei den Bieresch

Werner Kofler: Üble Nachrede Furcht und Unruhe

Michael Kos: Herzversagen

Javier Tomeo: Die Taubenstadt

Kurt Vonnegut: Schlachthof 5 und Mann ohne Land (Erinnerungen; deutsch von Harry Rowohlt)

Zeit zum Lesen und Empfehlen
wünscht
Werner Schuster

7 Kommentare zu "Was lesen? – Nr. 3"

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  1. wps sagt:

    Aus der Bertelsmann-Verlags-Info: „Die schwedische Queen of Crime Asa Larsson ist längst kein Geheimtipp mehr.” Ihre – mittlerweile vier – Kimis spielen im hohen Norden Schwedens mit zwei starken Frauencharakteren, Staatsanwältin Rebecke Martinsson und Kommissarin Anna-Maria Melle.

  2. Carina sagt:

    Liebe Brigitte,

    also zum Thema Krimi aus dem hohen Norden kann ich die Krimis von Arnaldur Indridason – sie spielen in Island – empfehlen.

  3. Brigitte sagt:

    funktioniert ja wunderbar:-), besten dank für die bisher eingelangten tipps, larrson, wahlberg, tameo klingen sehr spannend, werden auf meine leseliste wandern.

  4. ingrid sagt:

    Liebe Brigitte,

    zu Gerichtssaal-Geschichten fällt mir Grisham ein (Urteil, Jury, Akte, Richter, Schuld, …) und zu nordischen Krimis:
    – Anne Holt (z.B. Die Präsidentin)
    – Hakan Nesser (Kommissar-Van-Veeteren-Romane)
    – Karin Wahlberg (Team mit der Ärztin Veronika Lundborg-Westman und dem Kommissar Claes Claesson)

    Liebe Grüße, Ingrid

  5. eschu sagt:

    Die Modesty-Blaise-Romane von Peter O’Donnell spielen nicht im Norden, sondern sind eher very british. + Eine starke Frauenfigur und interessante Stories.

    Und zu skurrill, schwarzhumorig, absurd fällt mir Kurt Vonnegut ein – „Mutter Nacht“ und „Schlachthof 5“ zum Beispiel.

  6. marion aus wien sagt:

    Liebe Frau Brigitte,
    ich lese selbst gerade „Verblendung“ von Stieg Larsson. Alter Schwede! Bin voll drin in der Gschicht und würd am liebsten gar nicht mehr aufhören. Habe mittlerweile rausgefunden, dass es da auch Folgeromane gibt. Achtung: Spoilergefahr, wenn man im Internet nach den anderen Titeln sucht, erfährt man Details die mitten im ersten Roman noch gar nicht raus sind. Also „blind“ kaufen oder bestellen 😉

  7. wps sagt:

    Ich empfehle Frau L. auf jeden Fall einmal die Krimis von Maj Sjöwall & Per Wahlöö. Der „Roman über ein Verbrechen“ (mit dem die kapitalistische Gesellschaftsform gemeint ist) um Kommissar Martin Beck war von vornherein auf zehn Bände angelegt. Sowohl in Schweden als auch auf dem internationalen Markt fiel die Serie aufgrund ihrer Sozialkritik und aufgrund ihrer literarischen Qualitäten auf. Vor Kurzem sind diese in neuer Übersetzung erschienen.

    Gerichtssaal-Geschichten fällt mir keine ein, aber zu „skurrille, schwarzhumorige, absurde Romane“ folgendes:
    – Herbert Achternbusch – schwer zu klassifizieren, aber bestimmt grotesk
    – Klaus Hoffer – Für mich sind die „Bieresch“-Bücher faszinierend, weil sie eine erfundene Welt beschreiben, als wäre diese real. – Der Erzähler Hans reist ins Dorf Zick und muss dort die Rolle seines verstorbenen Onkels übernehmen, wie es der Brauch vorschreibt. Er gerät in den Bann der Wertvorstellungen der Monotomoi, Histrionen und Anochi, die das Leben der Bieresch beherrschen. Als Stellvertreter erhält Hans einen sprechenden Namen, in dem die persönliche Eigenart des Namensträgers mit den Geschichten und Mythen des Orts verschmilzt.
    – Erinnert Werner Koflers Schreibstil tatsächlich an den von Thomas Bernhard, wie das bei Wikipedia steht? Nun, bedingt. Lapidar gesprochen: Die beiden (be)schimpfen anders.
    – Michael Kos – Eine bilderreiche, vom Ausufern gerade noch zurückgehaltene Sprache voller Bitterkeit, Zorn und Mitgefühl, und satirisch-boshaft schreibt er auch.
    – Javier Tomeo schließlich gilt überhaupt als „spanischer Meister des schwarzen Humors“.

    Werner Schuster

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