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Böll, Heinrich: Gruppenbild mit Dame
Ein Buch, das man meiner Meinung nach zumindest einmal gelesen haben "sollte". Versprochen: Dabei wird es nicht bleiben. … weiterlesen
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Martel, Yann: Schiffbruch mit Tiger
Ist es nicht gleichgültig, ob eine gute Geschichte wahr oder erfunden ist, solange sie auch gut erzählt wird?
Köhlmeier, Michael: Die Abenteuer des Joel Spazierer
Wer ist Joel Spazierer? Und warum erzählt er mir lang und breit sein halbes 20. Jahrhundert? – Diesen Roman zu lesen, hat mir zwar Vergnügen bereitet, aber schlau bin ich aus ihm nicht geworden.
Tavares, Gonçalo M.: Die Versehrten
Läuft die Geschichte eines Menschen auf ein Gleichgewicht zwischen Leiden und Leidenlassen hinaus? Tavares behauptet dies in seinem meiner Meinung nach abstrusen und verkrampften Roman.
Le Carré, John: Agent in eigener Sache
Vielleicht sollte man dazusagen, dass diesen anspruchsvollen “Kalter-Krieg”-Thrillern etwas Historisches anhaftet. Doch was wiegt das gegen Le Carrés hohe Kunst der Komposition, seine sprachliche Eleganz und die Komplexität der Charaktere …
Landy, Derek: Skulduggery Pleasant 2
Flora mag das Detektiv-Skelett – und natürlich das mutige (und ebenfalls nicht perfekte) MÄDCHEN.
Trevor-Roper, Hugh: Der Eremit von Peking
Trevor-Roper brauchte lange, bis er den Hochstapler Backhouse entlarven konnte. Und er nimmt die LeserInnen gewissermaßen an der Hand und präsentiert ihnen erst einmal die glänzende öffentliche Figur Backhouse. Dann kratzt er Lebensphase für Lebensphase den Lack ab, bis von dem anfangs imposanten Menschen nur noch ein erbärmlicher Rest übrig bleibt.
Depner, Hanno: Kant für die Hand
Vielleicht sollte man Depners Buch ab sofort im Unterricht verwenden. Ich zumindest habe innerhalb von sechs Stunden in etwa begriffen, warum Kant die Vernunft „kritisiert“ hat und was dabei herausgekommen ist.
Ferra-Mikura, Vera: Die Mäuse der drei Stanisläuse
Noch heute kann ich in den magischen Realismus der “Mäuse der drei Stanisläuse” mühelos eintauchen.
Visser, Derk: Der schönste Ort der Welt
Dass das eigene Kind nicht anders drauf ist als man selbst in der Pubertät, will man nicht wirklich wahrhaben. Vissers Roman kann dem abhelfen.
Schaper, Rüdiger: Die Odyssee des Fälschers
Schaper hat aus wenigen Fakten und viel Fiktion ein anschauliches Porträt des Meisterfälschers Simonides herausdestilliert, bei dem man stets den Eindruck hat: so könnte sich das alles tatsächlich abgespielt haben.
Douglas, John: Das Profil eines Mörders
John Douglas, ehemaliger FBI-Agent, gilt als Pionier der Erstellung von psychologischen Profilen, auch Profiling genannt, das erfolgreich bei der Suche nach Gewaltverbrechern – und vor allem nach Serienkillern – eingesetzt wird. In diesem Buch beschreibt er aus einer sehr persönlichen Perspektive seine beratende Tätigkeit im Zuge der 30 Jahre dauernden Suche nach dem Serienkiller BTK.
Schreiber erzählt von seiner eigenen Alkoholsucht, von seiner Blindheit dieser gegenüber – und von seinem Ausstieg. Es ist ein persönliches, mit Fakten angereichertes Buch. Diese Mischung macht es schwer, „Nüchtern“ nicht auf sich selbst zu beziehen, auch wenn man nicht jeden Tag besoffen durch die Straßen (oder auch bloß vom Wohnzimmer ins Bett) wankt.
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