Einige junge Erfolgsschriftsteller lesen anscheinend nur, um sich die Recherche zu ersparen, – und (re)produzieren dann leblose Klischees. … weiterlesen
Der „Weltempfänger“ der litprom (Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika) stellt regelmäßig sieben lesenswerte Bücher aus den drei Erdteilen vor. Eben … weiterlesen
Gestern haben wir auf die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2011 hingewiesen, heute stellen wir die Bücher und ihre AutorInnen genauer vor. … weiterlesen
Liebe LeserInnen, ich bin dann mal auf Urlaub. Ab 8. August geht es mit den Eselsohren weiter. Als Urlaubslektüre habe ich in meinen Koffer gepackt: … weiterlesen
Das ist das Archiv des Online-Büchermagazins Eselsohren (2007–2013). Sie finden hier über 1.000 Buchbesprechungen:
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Erinnert Werner Koflers Schreibstil an den von Thomas Bernhard, wie das bei Wikipedia steht? Nun, bedingt. Lapidar gesprochen: Die beiden (be)schimpfen anders, und während sich Bernhards Sprachschöpfungen eher um sich selbst drehen, sind die von Kofler nach außen gerichtet.
„Hydromania“ entwickelt sich zum Thriller mit einer faszinierenden weiblichen Hauptfigur, ist aber auch ein Buch über Zivilcourage – und darüber, dass sich gar nicht so viel verändern kann, dass die Menschen nicht doch immer noch die gleichen sein werden.
Jeffery Deavers Thriller sind für mich Pageturner, die ich nach dem Finale enttäuscht weglege. So auch die “Schule des Schweigens”, die von einer Geiselnahme handelt.
Dieser Krimi hat mich bis auf den Schluss schwer beeindruckt. Manchmal entzog sich einiges, was größere Zusammenhänge betrifft, meinem Verständnis, weil Temple auch ein wenig für “Eingeweihte” schreibt.
Wie bei „Stadtschlösslleichen“ kann man sich auch bei „Transitmordroute“ des Eindrucks nicht erwehren, dass der wirtschaftspolitische Teil der Handlung Fakten beschreibt, die Dorfmeister wohl nicht übertreibt. Und auch für Laien sind die wirtschaftlichen Details verständlich beschrieben.
Was geschieht mit oder wegen der Baumwolle in Afrika, den USA, in Brasilien, Ägypten, Usbekistan, China und Frankreich? Auch Menschen, die keine Liebe zu Baumwolle in sich hegen, können mit diesem Buch eine faszinierende Weltreise unternehmen. „Wenn Sie mehr über die Weichheit oder besser über die rauen Kulissen der Weichheit wissen wollen, machen Sie sich auf den Weg und treten Sie dicht an den ,Wolle tragenden Baum‘ heraun. Und spitzen Sie die Ohren.“
Trevor-Roper brauchte lange, bis er den Hochstapler Backhouse entlarven konnte. Und er nimmt die LeserInnen gewissermaßen an der Hand und präsentiert ihnen erst einmal die glänzende öffentliche Figur Backhouse. Dann kratzt er Lebensphase für Lebensphase den Lack ab, bis von dem anfangs imposanten Menschen nur noch ein erbärmlicher Rest übrig bleibt.
Jetzt habe ich meiner Tochter doch tatsächlich diese 550 Seiten vorgelesen. Es war mein erster Hohlbein, es war ein Vergnügen, und ich halte den Hintergrund von „Dreizehn“ für plausibler als den von Stephen Kings „Es“.
Da der Verlag diesen Jugendroman fälschlicherweise als Thriller bewirbt (das Cover lässt einen Mysterythriller vermuten), ist es ein leider glatter Fehlkauf geworden.
Gaus fragt im Vorwort: „Habe ich nun also ein klares Bild, ein sicheres Urteil gewinnen können?“. Und gibt sich die Antwort gleich selbst: „Nein“. So ähnlich war’s bei mir auch: Dieses Buch ist ziemlich spurlos an mir vorübergegangen.