Schlagwort: empfohlen
Erpenbeck, Jenny: Heimsuchung
In dieses Buch wollte ich nur kurz hineinschauen und dann habe ich es in einem Zug ausgelesen. Was für das Buch und ein wenig gegen mich spricht, denn für eine rasche “Inhalation” ist “Heimsuchung” zu wertvoll.
Huston, Nancy: Ein winziger Makel
„Erwachen. Wie wenn man auf den Schalter drückt und der Raum sich mit Licht füllt. Sobald ich nicht mehr schlafe, bin ich in Betrieb, in Alarmbereitschaft, unter Strom, Geist und Körper perfekt funktionsfähig, ich bin sechs Jahre alt und ein Genie, mein erster Gedanke am Morgen.“
Erlbruch, Wolf: Das Bärenwunder
Der Kinderbuchautor Wolf Erlbruch hat eine aufs Wesentliche reduzierte Art zu schreiben und er zeichnet wunderbar knapp an der Realität vorbei.
Carofiglio, Gianrico: Das Gesetz der Ehre
Bei manchen Büchern denkt man sich nach den ersten Seiten, dass manchen AutorInnen das Schreiben anscheinend leicht von der Hand gehen muss. Gianrico Carofiglio ist so ein Fall.
O’Brien, Flann: Trost und Rat
Zum Irland-Jahr 1996 hat der Haffmans Verlag Flann O’Briens “Trost und Rat” als kleines grünes Büchlein herausgegeben (damals um umgerechnet 5 Euro), das ich besser nicht zur Hand nehme, wenn ich etwas Wichtiges zu tun habe. Denn ich bleibe regelmäßig an der Auswahl dieser aberwitzigen Kolumnen hängen, die O’Brien zwischen 1940 und 1966 für die Irish Times geschrieben hat.
Green, Hannah: Bevor du liebst
Das ist einer der schönsten Liebesromane, die ich kenne, vielleicht weil die Schwierigkeiten, die das Paar miteinander hat, eindeutig benannt werden (können). Darüber hinaus nimmt uns Hannah Green in “Of Such Small Differences” (Originaltitel) in die Welt der Taubblinden mit, ohne sentimental zu werden.
Lianke, Yan: Dem Volke dienen
Es verwundert ja nicht, dass Yan Liankes “Dem Volke dienen” in China nicht publiziert werden darf, denn schonungsloser und hinterhältiger kann man das System Volksrepublik wohl nicht der Lächerlichkeit preisgeben.
Weiss, Peter: Ästhetik des Widerstands
Claudio Magris’ für mich nicht wirklich geglückter Versuch, das Scheitern der Utopien in einen Roman zu packen, hat mich an dieses Monstrum von einem Buch erinnert, in welchem Peter Weiss den Faschismus aus widerständiger Sicht beschrieben hat.
Terzani, Tiziano: In Asien
Mit diesem Buch kann man Asien wirklich kennenlernen, ohne jemals dort gewesen zu sein.
Müller, Walter: Schräge Vögel
Würde man einer Aufforderung wie “Lesen Sie doch dieses großartige Buch über Krebskranke!” nachkommen? Ich habe da so meine Zweifel. Andererseits hat Walter Müller ein großartiges Buch über Krebskranke geschrieben.





Die Eselsohren werden 5. – Wer feiert mit?

Neue Kommentare