30/01/2012von 1.201 Views – 1 Kommentar

Ford, Michael Thomas: Z – Das Spiel der Zombies

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Buchcover
  • Jugendroman, Horror
  • Taschenbuch
  • 224 Seiten
  • Erschienen 2011 bei Bastei Lübbe
  • Aus dem Amerikanischen von Collin McMahon
  • Originalausgabe: „Z – In the game of zombie hunting there can only”

Inhalt:

Josh ist der Beste – der beste Zombiekiller. Zumindest in seiner virtuellen Zombiewelt des Computerspiels. Denn in der realen Welt gibt es schon seit 15 Jahren keine Zombies mehr, und der Verteidigungskampf gegen die verheerende Zombieepidemie ist nur noch Stoff für den Geschichtsunterricht – so scheint es. Doch dann bekommt Josh eine der begehrten Einladungen zu einem der berüchtigten Real-Life-Spiele in den dunklen, verlassenen Tunneln unter der Stadt … Doch ist es wirklich nur ein Spiel?

Kurzkritik:

Gefestigte Persönlichkeiten werden die Entscheidungen der Protagonisten nur selten nachvollziehen können. Dennoch ist gut beschrieben, wie ein (für Erwachsene) harmloses Problem durch Gruppendruck, Tabletten, Angst vor Eltern und Geheimnistuerei zur Katastrophe heranwächst.

Albert gibt  ★★★½☆  (3,5 von 5 Eselsohren)

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Besprechung:

Das Grauen von damals

Nach seinem Jugendroman „Suicide Notes“ hat Autor Michael Thomas Ford sich diesmal dem Zombiethema gewidmet. Ich würde nicht so weit gehen, sein neues Buch als klassischen Jugendroman zu bezeichnen, aber Jugendliche sind zweifellos die Zielgruppe.

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Die spannende Geschichte spielt deutlich in der Zukunft, trotzdem kommen alte Flammenwerfer und Halogenscheinwerfer zum Einsatz. Wer sich daran nicht stört, findet sich dort wieder, wo typische Zombiestorys aufhören: Der Krieg gegen die Zombies ist vorbei, die Welt ist am Abgrund gerade noch so vorbeigeschrammt, und die Gesellschaft hat sich wieder zu einem normalen Leben zusammengefunden. Während die (traumatisierten) „Alten“ den Krieg gegen die Zombies noch selbst miterlebt haben, spielen ihre Kinder auf Holo-Computern das Grauen von damals nach. Josh, der beste virtuelle Zombiekiller, bekommt eines Tages die Chance, an einem Real-Life-Spiel teilzunehmen.

Absolute Geheimhaltung

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Die Einladung klingt verlockend, verpflichtet Josh aber zur absoluten Geheimhaltung. Er beginnt, die Schule zu vernachlässigen, bricht mit seinem besten Freund, belügt seine Eltern und schluckt Tabletten, die das Spielgefühl verbessern sollen. Nach und nach entfernt Josh sich aus seiner gewohnten Umwelt und geht immer mehr Kompromisse ein, um in den verlassenen Tunneln unter der Stadt ein neues Abenteuer zu erleben. Mit jedem Schritt verbaut er sich den Rückweg in sein altes Leben weiter.

Josh, wie blöd bist du?


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Wer ein martialisches Schlachtfest erwartet, sollte sich lieber ein anderes Buch suchen, auch wenn blutige Szenen vorkommen. Im Vordergrund steht hier der Versuch, Kinder davor zu warnen, in eine Parallelgesellschaft abzurutschen. Rational betrachtet sind die Entscheidungen, die Josh und seine Freunde treffen, ebenso falsch wie dumm. Man könnte sich auf den Kopf klatschen und fragen: Josh, wie blöd bist du?
 Und genau das will der Autor bei seinen jugendlichen Lesern wahrscheinlich auch erreichen.

Wie ein Computerspiel

Wahrscheinlich? Da es leider kein Vorwort gibt, kann man hierzu nur spekulieren. Es fällt aber auf, dass das irrationale Verhalten gegen Ende sogar noch zunimmt. Obwohl Josh und seine Freunde die Gefahr endlich erkannt haben, scheuen sie weiterhin vor externer Hilfe (Eltern, Polizei) zurück. Dass ihre Freunde sterben, traumatisiert sie nicht, sondern lässt sie das Grauen wie ein Computerspiel erleben. Ein Leben nach dem anderen geht den Bach runter, doch die Jugendlichen haben immer noch einen lustigen Witz oder ein Lächeln auf den Lippen und sind überzeugt, dass sie aus der Sache noch heil herauskommen.

Fazit

Gefestigte Persönlichkeiten werden die Entscheidungen der Protagonisten nur selten nachvollziehen können. Dennoch ist gut beschrieben, wie ein (für Erwachsene) harmloses Problem durch Gruppendruck, Tabletten, Angst vor Eltern und Geheimnistuerei zur Katastrophe heranwächst.

© Albert Knorr – siehe auch www.albert-knorr.com

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Mehr Infos:

Michael Thomas Ford, geboren 1968, ist seit 1992 als Schriftsteller tätig. Er schrieb bereits über fünfzig Bücher für Jugendliche und Erwachsene, von denen einige mit renommierten Preisen ausgezeichnet wurden. Der Autor lebt mit seinem Partner und fünf Hunden in San Francisco.

1 Kommentar zu "Ford, Michael Thomas: Z – Das Spiel der Zombies"

Trackback | Kommentar RSS Feed

  1. Mehmet sagt:

    Ich habe das Buch gelesen und frage mich ob ein zweiter teil veröffentlicht wird

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