Schlagwort: Lesegenuss
Tsuji, Hitonari: Der weiße Buddha
„Der weiße Buddha“ handelt das Thema Tod und Sterben umfassend ab. Hitonari Tsuji berichtet in einer einfach gehaltenen, klaren Sprache von einem Mann, der aus dem Knochenstaub Verstorbener einen weißen Buddha errichtet. Diese Menschen sind auf viele erdenkliche Arten gestorben – mitten aus ihren nicht immer geglückten Leben heraus, kaum einmal zu einem (für die Hinterbliebenen) „richtigen“ Zeitpunkt.
Le Carré, John: Marionetten
Mit „Marionetten“ hat uns Le Carré nicht nur noch einmal Freude bereitet, sondern ist auch in eine dritte Phase seiner Agententhriller eingetreten. Mit 77 Jahren.
Savage, Sam: Firmin – Ein Rattenleben
Gustave Flaubert soll einmal behauptet haben, „was mir schön erscheint und was ich machen möchte, ist ein Buch über nichts“, und in positivem Sinn ist Savages „Firmin“ so ein schönes Buch.
Adiga, Aravind: Der weiße Tiger
Aravind Adiga fängt in „Der weiße Tiger“ so viel Welt ein, wie es mit Literatur möglich ist.
Capus, Alex: Himmelsstürmer
Alex Capus’ Porträts von zwölf Schweizer AbenteurerInnen sollte man einzeln lesen, denn sie sind zu schade dafür, dass man sie auf einmal „verschlingt“.
Alarcón, Daniel: Lost City Radio
Ich weiß nicht, ob ich diesem großen Roman gerecht werden kann, aber ich versuche es – in Annäherungen.
Tsuji, Hitonari: Warten auf die Sonne
„Ein reizvolles, in sich ruhendes philosophisches Kammerspiel um Warten, Erwartung und Erlösung“ (FAZ) – das klingt so nach Coelho. Doch wer sich dieses Buch aufgrund dieses Klappentextes kauft, wird sich wundern.
Bennett, Alan: Die souveräne Leserin
Dieses Buch bringt reine Freude. Abgesehen von der (für den Verlag Wagenbach typisch) edlen Aufmachung, ist nicht nur die Idee Alan Bennetts herrlich, sondern auch die Umsetzung. Die Queen borgt sich eher anstandshalber ein Buch aus – und entdeckt die Welt der Literatur.
Bernières, Louis de: Traum aus Stein und Federn
Bernières ist für mich eine Ausnahmeerscheinung, weil er schreibt, als wäre er ein Grieche (“Corellis Mandoline”), als wäre er ein Südamerikaner (“Senor Vivo und die Kokabriefe”), als wäre es ein Leichtes, im 21. Jahrhundert unbekümmert und ungebrochen mit einem Roman Ideen zu transportieren und mit Literatur kulinarische Geschichte(n) zu erzählen.
Jinks, Catherine: Teuflisches Genie
Es ist mir beim Lesen nicht aufgefallen (und es wird vom Verlag auch nicht kommuniziert), dass dieses Buch für “young adults” gedacht ist. Doch das macht rein gar nichts: Auch wenn “Teuflisches Genie” die Perspektive eines Jugendlichen einnimmt, ist es für Erwachsene gewiss geeignet; für jung gebliebene auf alle Fälle.





Die Eselsohren werden 5. – Wer feiert mit?

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