22/05/2012von 259 Views – 0 Kommentare

Auch neu im Mai (3)

Liebe LeserInnen,

die Zeit reicht einfach nicht für alle vielversprechenden Neuerscheinungen.

Im Mai hätten wir gerne gelesen:


Stefan Zweig: Schachnovelle

Erzählung
Pappband-Taschenbuch
112 Seiten
Fischer

Inhalt: Das Erstaunen ist groß, als der unscheinbare Dr. B., österreichischer Emigrant auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires, eher zufällig gegen den amtierenden Schachweltmeister Mirko Czentovic antritt und seinen mechanisch routinierten Gegner mit verspielter Leichtigkeit besiegt. Doch das Schachspiel fördert Erinnerungen an den Terror seiner Inhaftierung im Nationalsozialismus zutage und reißt eine seelische Wunde wieder auf, die erneut Dr. B.s geistige Gesundheit bedroht.

Der Autor: Stefan Zweig (1881-1942) wuchs als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien auf. Er schrieb Gedichte, Novellen, Dramen und Essays, die 1933 der Bücherverbrennung der Nazis zum Opfer fielen. Er lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben.

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Tommy Jaud: Vollidiot

Roman
Pappband-Taschenbuch
352 Seiten
Fischer

Inhalt: SMS von ANKE ENGELKE:
“hurra VOLLIDIOT präsentiert das außergewöhnliche beobachtungs- und beschreibungstalent von einem der gerne frauen mehr liebt als alles andere, fast schon mehr als das eigene glück”
Herrlich! Peinlich! Romantisch! Filmreif!
Der lustigste Roman seit Erfindung des Gurkenrennens

Der Autor: Tommy Jaud lebt als freier Autor in Köln. Er war u.a. Headwriter der Kult-Sendung ‘Ladykracher’ und schrieb das Drehbuch zur TV-Komödie ‘Zwei Weihnachtsmänner’, 2009 ausgezeichnet mit dem Deutschen Comedy-Preis.

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Colin Cotterill: Der Tote im Eisfach

Krimi
Hardcover
288 Seiten
Manhattan

Inhalt: Der 73-jährige Dr. Siri Paiboun, einziger und querköpfiger Leichenbeschauer in Laos, leidet. Man hat ihn verdonnert, an einer politischen Konferenz im Norden des Landes teilzunehmen, wo es ihn kaum überrascht, als einer der Genossen mutmaßlich aus Langeweile tot vom Stuhl fällt. Unterdessen hält seine Assistentin Dtui in der Hauptstadt die Stellung und hat es auch nicht leichter. Im Leichenschauhaus wurde versehentlich ein Toter tiefgefroren – die neue sowjetische Kühlkammer ist unerwartet effektiv –, der sich später als höchst explosiv erweist: Im Bauch der Leiche findet sich eine Hand granate, die wohl für Dr. Siri gedacht war. Während Dtui der Sache nachgeht, wird Siri entführt und bekommt es mit einem Fall zu tun, der mindestens ebenso mysteriös ist wie das Rätsel des eisgekühlten Unbekannten …

Der Autor: Colin Cotterill wurde 1952 in London geboren. Nach einer Ausbildung zum Englischlehrer begab er sich auf eine Weltreise, die viele Jahre andauerte. Er lebte lange in Australien, Japan, Thailand und Laos, wo er Englischkurse an verschiedenen Universitäten gab und sich als Sozialarbeiter engagierte. Seine in Laos angesiedelte Krimiserie um Dr. Siri Paiboun, den querköpfigen Leichenbeschauer und Ermittler wider Willen, wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Colin Cotterill ist heute hauptberuflich Schriftsteller und lebt in Chumphon, Thailand.

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Barbara Bronnen: Meine Väter

Roman
Hardcover
332 Seiten
Insel

Inhalt: Dieses Buch erzählt die dramatische, ungeheuerliche Geschichte einer österreichisch-jüdischen Familie, einer Schriftstellerfamilie. Sie beginnt in der Gegenwart, auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin, auf dem der expressionistische Autor Arnolt Bronnen – Anarchist, Goebbels-Freund, Widerständler, Kommunist – begraben liegt. Und sie reicht zurück in das Auschwitz des Jahres 1867. Dort wurde der Großvater der in München lebenden Schriftstellerin Barbara Bronnen, Dr. Ferdinand Bronner, geboren, unter dem Pseudonym Franz Adamus einer der ersten naturalistischen Dramatiker. Dieses Buch erzählt spannungsreich und tempogeladen die Geschichte eines großen Verschweigens. Barbara Bronnen kannte in ihrer Kindheit den Großvater nicht, den sein Sohn Arnolt Bronnen ein Leben lang verleugnete, sich einen Pfarrer Schmidt zum Vater erkor, einen somnambulen Zeugungsakt fingierte und 1941 gar einen Vaterschaftsprozeß gegen ihn führte. Gestützt auf die umfangreichen Aufzeichnungen Ferdinand Bronners, die 1918, mit dem Ende des Ersten Weltkriegs enden und in denen er seine jüdische Herkunft konsequent verschweigt, rekonstruiert Barbara Bronnen detailreich die Geschichte des Großvaters bis zu seinem Tod im Jahre 1948 und stößt, je weiter sie vordringt, auf immer mehr Beweise, daß in dieser Familiengeschichte etwas nicht stimmt. Sie befragt Familienmitglieder, heute noch in Bronners und Bronnen geschieden, die einander ächteten, und fährt nach Auschwitz. Sie enträtselt die dramatische Beziehung zwischen Großvater und Vater und spürt, sie verfolgt die richtige Fährte, bis sich ihr schließlich der wahnwitzige Coup von Vater und Großvater entschlüsselt, ein perfides Rasse-Spiel.

Die Autorin: Barbara Bronnen, in Berlin geboren, aufgewachsen in Österreich, studierte Germanistik und Philosophie in München, wo sie als freie Autorin lebt. Sie hat zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Features veröffentlicht.

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