Kategorie: Krimis & Thriller
Montalbán, Manuel Vázquez: Requiem für einen Genießer
Ausnahmsweise schreibe ich über ein nicht zu Ende gelesenes Buch: Ich habe auf Seite 384 (von 792) aufgegeben. Wahrscheinlich sind die anderen Krimis mit (so der Klappentext) “Spaniens schrägstem Ermittlerpaar“ Pepe Carvallo und Biscuter interessanter.
Slupetzky, Stefan: Lemmings Himmelfahrt
Nicht unbedingt wienerisch (oder österreichisch) an “Lemmings Himmelfahrt” ist, dass Slupetzky einen formal gediegenen Krimi abliefern will (und das auch kann) und dass er einfach gut schreibt, ohne sich selbstverliebt in seine Sprache zu verlieren.
Fawer, Adam: Null
Insgesamt ein Buch, das man verschlingt, das einem als Bonus leichtverständliche Einführungen in Quantenphysik u.ä. bietet und für das man eine gewisse spirituelle Neigung haben sollte, sonst könnte einen der Schluss so irritieren, dass man den ganzen Roman abwertet. Und das wäre schade.
DBC Pierre: Jesus von Texas
Nicht von den hysterischen Klappentexten abschrecken lassen („Die böseste und beste Satire auf Amerika“, „Raffinierter und treffsicherer als Michael Moore“ etc.). Ich glaube, dergleichen stand nicht in der Absicht von DBC Pierre.
Indridason, Arnaldur: Menschensöhne
Von Arnaldur Indridasons Islandkrimi “Menschensöhne“ war ich lange begeistert. Doch die Auflösung kommt unvermittelt, wirkt aufgesetzt und hat mich eher genervt als interessiert. Schade.
Deaver, Jeffery: Schule des Schweigens
Jeffery Deavers Thriller sind für mich Pageturner, die ich nach dem Finale enttäuscht weglege. So auch die “Schule des Schweigens”, die von einer Geiselnahme handelt.
Le Carré, John: Die Libelle
Du glaubst, du kannst ein Buch abhaken, wenn du es einmal gelesen hast? Aber wann hast du es wie gelesen? Woran wirst du dich in 20 Jahren erinnern? An ein paar Details, die dir dann unwichtig vorkommen? Was bleibt von all dem Kultur-Konsum: ein paar “falsche“ Erinnerungen?
Updike, John: Terrorist
Die beiden Attentäter aus dem Film “Syriana” find ich schlüssiger. Die verlieren ihre Jobs, haben keine Aussicht auf andere, werden von Anders-Religiösen misshandelt und bekommen dann von radikalen Islamisten Anerkennung und Heimat serviert – inklusive Lebenssinn (= Sterben für die große Sache). Das ist zwar plakativ, aber nachvollziehbarer als in Updikes “Terrorist”.
Hillerman, Tony: Der Skelett-Mann
Leider dürfte der bei Erscheinen dieses Buches 79-jährige Hillerman von seinen Lektoren bewundert anstatt unterstützt worden sein: Sie haben ihm so viele Fakten-Wiederholungen durchgehen lassen, dass man sich beim Lesen fragt, für wie blöd man denn hier gehalten wird. Doch nichts gegen den Autor: Die frühen, so genannten “Ethno-Krimis” sind schwer empfehlenswert.
Raab, Thomas: Der Metzger muss nachsitzen
„Der Metzger muss nachsitzen“ ist ein viel versprechender Erstling, gut und geschickt aufgebaut, mit faszinierendem Personal und einem interessanten Fall mit vielen überraschenden Wendungen.





Die Eselsohren werden 5. – Wer feiert mit?

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