Eselsbrücken
Liebe LeserInnen,
„οἴδα οὐκ εἰδώς, oída ouk eidós”, meinte schon der gute alte Platon, was landläufig mit Ich weiß, dass ich nichts weiß übersetzt wird. Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage: „Ich gebe zu, dass ich nichts weiß.”
Damit dem nicht so bleibt, lasse ich Sie jeden Sonntag an meiner literarischen Wissenssuche namens „Eselsbrücken” Teil haben. Diese beziehen sich entweder auf einen konkreten Anlass (Verfilmungen etc.) oder auf die Geburts- und Sterbetage von SchriftstellerInnen.
Bisherige Eselsbrücken von A – Z:
ARENDT Hannah („Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft”)
BABITS (Mihály prägte in den 1930er-Jahren das literarische Leben in Ungarn)
BIERCE Ambrose („Der bitterer Bierce”)
BONSELS Waldemar („Die Biene Maja und ihre Abenteuer”)
BURNS Robert (Volksdichter – „Poems chiefly in the Scottish dialect”)
Lord BYRON („Byronic Hero”)
CHAR René (hermetische Gedichte)
CHLEBNIKOW Welemir („Eine Ohrfeige dem allgemeinen Geschmack”)
COCTEAU Jean – vielseitig!
DAUTHENDEY Max (entwickelte sich als Lyriker mit seinen Lautmalereien und Synästhesien zum Impressionisten)
FICHTE Hubert (ethnologischer Schriftsteller)
GONCOURT Jules de und Edmond de (quellenfundierte biografische, kunst- und kulturhistorische Studien)
GORDON Jehuda Leib („Kozo schel Jod”)
GRÜN Max von der („Die Vorstadtkrokodile”)
GÜNDERRODE Karoline von (romantisch-schwermütige Gedichte)
HARTUNG Hugo („Ich denke oft an Piroschka” und „Wir Wunderkinder”)
HUCH Ricarda („Der Dreißigjährige Krieg” und „Der lautlose Aufstand”)
HUYSMANS Joris-Karl (Dekadenzliteratur)
IRVING Washington („Sleepy Hollow”)
ISHIGURO Kazuo („Was vom Tage übrig blieb”)
JACOB Max („Der Würfelbecher”)
JUNICHIRŌ Tanizaki (Zu seinen Ehren wird seit 1965 ein mit 1 Million Yen dotierter Preis verliehen)
KASCHNITZ Marie Luise (Buchhändlerin, Freifrau, Lyrikerin)
KESSEL Martin („Herrn Brechers Fiasko”)
KOTZEBUE August von (Unterhaltungsdramatiker)
KUNERT Günter („Irrtum ausgeschlossen”)
LAXNESS Halldór („Die Islandglocke”)
LILIENCRON Detlev von (beeinflusste die Lyrik der Jahrhundertwende)
LOEST Erich (seine Romane schildern detailreich und authentisch den Alltag in der DDR)
MALAPARTE Curzio (Kriegs- bzw. Nachkriegsromane „Kaputt” und „Die Haut”)
MALRAUX André ( „La condition humaine”)
MANSFIELD Katherine („Das Gartenfest”)
MARAN René (Mitbegründer der Négritude-Bewegung)
MIEGEL Agnes („Die Frauen von Nidden”)
MISTRAL Frédéric (Félibrige) und Gabriela (sehnsuchtsvoll-melancholische Liebeslyrik)
MÜLLER Wilhelm („Das Wandern ist des Müllers Lust” und der sog. „Lindenbaum”)
NESIN Aziz (türkischer Satiriker)
NEXØ Andersen(„Pelle der Eroberer”)
PORTER Katherine Anne („Das Narrenschiff”)
PUSCHKIN Alexandr („Boris Godunov”)
RADISCHTSCHEW Aleksandr („Reise von Petersburg nach Moskau”)
RAMUZ Charles Ferdinand („Das große Grauen in den Bergen”)
REINECKER Herbert („Kommissar”, „Derrick”, „Siska”)
REINSHAGEN Gerlind
SAGAN Françoise („Bonjour tristesse”)
SAND George (Begründung eines problematisierenden Frauenromans)
SCHAUMANN Ruth („Das Arsenal”)
Madame de STAEL („Biographie einer berühmten Europäerin“)
STOUT Rex (Nero Wolfe)
THACKERAY William Makepeace („Vanity fair””)
TORBERG Friedrich („Die Tante Jolesch” und „Der Schüler Gerber”)
VIDAL Gore („Ben Hur”)
WALPOLE Horace (Gothic Novels)
WEISS Ernst („Der Augenzeuge”)
WILHELM IX. (Erster weltlicher Lyriker des christlichen Europa)
YOURCENAR Marguerite („Ich zähmte die Wölfin”)
Außerdem:
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