11/09/2012von 292 Views – 0 Kommentare

Jetzt auch als Taschenbuch 9/12

Liebe LeserInnen,

im September erscheinen folgende, bei den Eselsohren besprochene Werke, als Taschenbücher:

Buchcover

  • Joshua Ferris: ins freie
  • btb
  • Aus dem Englischen von Marcus Ingendaay
  • Originalausgabe: „The Unnamed“, 2010


Inhalt:

Eigentlich will Tim Farnsworth nur funktionieren. Im Beruf. In seiner Ehe. Als Vater. Warum auch nicht, hat er doch alles, was es für ein erfülltes Leben braucht: Erfolg, Wohlstand, familiäres Glück. Doch dann ist von einem Tag auf den anderen nichts mehr, wie es war. Denn er sieht sich getrieben, das zu zerstören, was er liebt.

Kurzkritik:

Ferris führt uns in die Abgründe einer unschuldig leidenden Existenz, die mit einem undurchschaubaren Dämon kämpft bis zum letzten Atemzug. Sind wir deshalb froh, nur ein paar kleinere und größere Macken zu haben? Oder stellen wir uns unseren Dämonchen (viel mehr, als wenn wir „bloß“ einen Thriller schmökern), während uns Ferris nicht und nicht ins Freie entlässt?

Werner gibt  ★★★★½  (4,5 von 5 Eselsohren)

Zur ausführlichen Besprechung: Mit dem Dämon kämpfen

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Buchcover

  • Joseph Boyden: Durch dunkle Wälder
  • btb
  • Aus dem Englischen von Ingo Herzke
  • Originalausgabe: „Through Black Spruce“, 2008


Inhalt:

Der Roman erzählt davon, dass das Leben nach Indianersitte Vergangenheit ist, Neues aber nicht gefunden wurde. Denn in der Wildnis der Städte sind die Regeln der Wälder vergessen; Gier und Verachtung gefährden eine Ordnung, die über Jahrtausende Geben und Nehmen ausbalanciert hat. Der Cree-Indianer Will lernte die Kunst des Jagens von seinem Vater. Doch die Lebensweise der Alten ist den Stürmen der neuen Zeit nicht gewachsen. In der modernen Welt wird der Alkohol für viele ein gefährlicher Tröster.

Neue Rezensionen

Kurzkritik:

Boyden hat mehrere Handlungsstränge sehr geschickt verbunden – und sympathisch eigentümliche, sehr einnehmende, gewitzte Charaktere geschaffen. Man wird sie lieben, diese IndianerInnen, man wird die moderne Welt aus ihren Augen betrachten und sich zurücksehnen in die – dem Vernehmen nach – gute alte Zeit.

Werner gibt  ★★★¾☆  (3,75 von 5 Eselsohren)

Zur ausführlichen Besprechung: Gewitzte IndianerInnen

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Buchcover
Assaf Gavron: Ein schönes Attentat
Roman
Aus dem Hebräischen von Barbara Linner
btb, 2010, Neuauflage 2012
(2006)
Inhalt:

Eitan Einoch, ein erfolgreicher Yuppie in einer Hightech-Firma in Tel Aviv, entgeht in kürzester Zeit drei Attentaten und wird zur nationalen Berühmtheit. Er hat überlebt, aber sein Leben ist zerstört: Er wird von den Medien vereinnahmt, verliert Job und Freundin. Als er nach den Hintergründen der Anschläge sucht, begegnet er einem Palästinenser und freundet sich mit ihm an – ohne zu wissen, dass dieser Mann der Drahtzieher der Attentate auf ihn war …

News, Storys & Meinungen

Kurzkritik:

Nachrichten über Attentate sind, seitdem ich dieses Buch gelesen habe, nicht mehr bloß abstrakte News, die ich im Kurzzeitgedächtnis speichere, sondern ich verbinde sie mit etwas, das ich gleichsam miterlebt oder an das ich so etwas wie Erinnerungen habe.

Werner gibt  ★★★¾☆  (3,75 von 5 Eselsohren)

Zur ausführlichen Besprechung: Mir ist, als hätte ich …

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– als E-Book bei Libreka
(Erscheint am 17. September 2012)


Buchcover McCarten Liebe am Ende der Welt
  • Anthony McCarten: Liebe am Ende der Welt
  • Roman
  • 368 Seiten
  • Diogenes
  • Aus dem Englischen von Manfred Allié
  • Originalausgabe: „Spinners”, 1999

Inhalt:

„Liebe am Ende der Welt“: Drei unschuldige Mädchen, die plötzlich schwanger sind. Von Außerirdischen, versichern sie. Ein spannender Roman über Wunder, Täuschungen und die Geschichten, die wir erfinden, um uns vor der Wahrheit zu schützen. Und eine phantastische Liebesgeschichte.

Aktuelle Tipps & Bestseller

Kurzkritik (gemeinsam mit Wells‘ „Fast genial“):

Benedict Wells‘ neuer Roman „Fast genial“ wird allerorten hochgelobt und es ist – wahrscheinlich wegen des Titels – von einem genialen Buch die Rede.

Wie sollte man dann Anthony McCartens „Liebe am Ende der Welt“ beschreiben? – „Hypergenial“ wäre übertrieben, handelt es sich doch schlicht und einfach um ein ziemlich gutes Buch.

Werner gibt  ★★★★½  (4,5 von 5 Eselsohren)

Zur ausführlichen Besprechung: Nicht genial und ziemlich gut

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(Erscheint am 25. September 2012)

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