14/12/2014von 34 Views – 0 Kommentare

Neuhaus, Nele: Die Lebenden und die Toten

Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 7

Krimi
Hardcover, E-Book
560 Seiten
Erschienen 2014 bei Ullstein

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Inhalt:

Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff will gerade in die Flitterwochen fahren, als sie ein Anruf erreicht: In der Nähe von Eschborn wurde eine ältere Dame aus dem Hinterhalt erschossen. Kurz darauf ereignet sich ein ähnlicher Mord: Eine Frau wird durch das Küchenfenster ihres Hauses tödlich getroffen. Beide Opfer hatten keine Feinde. Warum mussten ausgerechnet sie sterben? Der Druck auf die Ermittler wächst schnell. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein fahnden nach einem Täter, der scheinbar wahllos mordet – und kommen einer menschlichen Tragödie auf die Spur. (Pressetext)

Kurzkritik:

Bei „Die Lebenden und die Toten“ handelt es sich bereits um den 7. Fall der Kriminalkommissarin, man muss jedoch keinen vorhergehenden Roman kennen, um problemlos in die Geschichte einsteigen zu können. Ich habe vor diesem Buch den Roman „Schneewittchen muss sterben“ von Nele Neuhaus gelesen und muss leider sagen, dass meine Vorfreude auf den neuerschienenen Titel diesmal leider nicht erfüllt wurde.

Heike gibt  ★★½☆☆  (2,5 von 5 Eselsohren)

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Besprechung:

Langatmig

Bei einem vorweihnachtlichen Spaziergang durch den Park fällt eine ältere Dame plötzlich tot um. Kopfschuss – einfach so aus dem Nichts.

Als Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff gerade am Packen und auf dem Weg in ihre wohlverdienten Flitterwochen ist, ereilt sie die Nachricht der schockierenden Tat an der Dame im Park. Pia beschließt kurzer Hand zum nahe gelegenen Tatort zu fahren und den mysteriösen Fall unter die Lupe zu nehmen. Als jedoch kurze Zeit später eine weitere Frau durch das Küchenfenster ihres Hauses tödlich getroffen wird, beginnt das Rätselraten.

Die pflichtbewusste Kriminalkommissarin sagt kurzer Hand ihre Reise ab und unterstützt ihre Abteilung, die krankheitsbedingt auf ein Minimum zusammengeschrumpft ist, bei der Aufklärung dieser vorerst zusammenhangslosen Fälle. Viele Fragen stellen sich – beide Opfer hatten keine Feinde, lebten ein idyllisches und glückliches Leben, warum mussten ausgerechnet sie sterben? Doch die beiden Damen bleiben aufgrund der schleppenden Ermittlungen leider nicht die einzigen Opfer.

Kräftezehrender Dauereinsatz

Ein Sniper scheint kurz vor den Weihnachtsfeiertagen wahllos Menschen zu erschießen, ohne je brauchbare Spuren zu hinterlassen. Der Druck seitens der Politik und der Presse auf die Ermittler wird immer größer und so kommen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein samt Team mit nervenaufreibendem und kräftezehrendem Dauereinsatz unvorstellbaren Geheimnissen und menschlichen Tragödien auf die Spur.

Wer Nele Neuhaus Romane kennt, weiß, man wird gleich zu Beginn mitten ins Geschehen geworfen. Dank ihrer detaillierten und gut verständlichen Schreibweise findet man schnell in das Leben der Hauptfiguren wie auch in die Mordfälle hinein, die in diesem Roman sehr umfangreich ausfallen.

Viele Figuren, viele Nebenhandlungen

Unzählige Figuren und Geschehnisse aus Vergangenheit und Gegenwart fordern beim Lesen eine gewisse Aufmerksamkeit. Auch durch die lange andauernde Ungewissheit, in welche Richtung sich die Mordgeschichte eigentlich entwickelt, werden Spannung und Nervenkitzel nicht durchgehend aufrechterhalten. Mir waren die vielen Ermittlungsbesprechungen und privaten Nebenhandlungen der Figuren zu langatmig und störend.

Kaum war man mitten in den Gedanken des Snipers und verspürte das gewisse Kribbeln im Bauch und den Drang mehr wissen zu wollen, als man auch schon wieder im persönlichen Kleinkrieg zwischen der Abteilung und diversen Fachkräften im Ermittlerfeld landet. Die zentrale, aber auch heikle Thematik der Organtransplantation bzw. Organspende wird im Roman gut mit dem Kriminalfall verflochten, hat bei mir jedoch wenig zur Spannung oder schockiertem Interesse geführt.

Zu wenig fesselnd

Bei „Die Lebenden und die Toten“ handelt es sich bereits um den 7. Fall der Kriminalkommissarin, man muss jedoch keinen vorhergehenden Roman kennen, um problemlos in die Geschichte einsteigen zu können. Ich habe vor diesem Buch den Roman „Schneewittchen muss sterben“ von Nele Neuhaus gelesen und muss leider sagen, dass meine Vorfreude auf den neuerschienenen Titel diesmal leider nicht erfüllt wurde. Alles in allem ist der Kriminalroman gut geschrieben und sorgt für durchschnittlich unterhaltsame und wenig fesselnde Lesestunden – ein zweites Mal würde ich den Roman nicht mehr lesen.

Von Heike Rainer

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Das meinen andere (Perlentaucher-Rezensionsnotizen).

Schon als Fünfjährige schrieb die in Münster Geborene ihre erste Geschichte, mit 14 Jahren füllten die Storys schon mehrere Hefte. Und als Nele Neuhaus nach dem Studium von Jura, Geschichte und Germanistik das erste “richtige” Buch geschrieben hatte, ließ sie es “on demand” drucken und vertrieb es selbst. Es verkaufte sich bestens, der Berliner Ullstein-Verlag nahm Nele Neuhaus unter Vertrag, und ihre folgenden Krimis um das Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff machten aus ihr eine Erfolgsautorin. Der Durchbruch gelang ihr 2010 mit dem vierten Band der Taunuskrimi-Reihe. “Schneewittchen muss sterben” stürmte seit Erscheinen im Juni 2010 die Bestsellerlisten, Lizenzen wurden in 21 Länder verkauft, ebenso die Filmrechte. Auch ihr erstes Buch “Unter Haien” eroberte nach der Wiederauflage im Mai 2012 die Top-Position der Bestsellerliste, genauso wie die Taunuskrimis “Wer Wind sät” und “Böser Wolf”. Im ZDF wurden die Filme nach Motiven aus Neuhaus’ Romanen ‘Schneewittchen muss sterben’ und “Eine unbeliebte Frau” Quotenhits.
Außerdem schreibt Nele Neuhaus Jugendbücher, in denen es um Pferde geht, denn die Autorin ist leidenschaftliche Pferdeliebhaberin, Reiterin und Züchterin. Ihre Bücher verkauften sich bis heute (Januar 2014) allein in Deutschland über 5 Millionen Mal.

Mehr über Nele Neuhaus bei Wikipedia.

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