25/02/2012von 284 Views – 0 Kommentare

Was bisher geschah (18.–24. 2.)

News- & Story-Esel

Gesammelte Literatur-News
der letzten Woche:

# Gauck-Buch früher erschienen–>
# Buch vom „Engel mit den Eisaugen“ –>
# Interview „Digital heißt auch global“ –>
# Frankreich: AutorInnen-Protest –>
# Filme boomen im Buchhandel –>
# Acta: EU-Kommission lenkt ein –>
# Erzählende Sachbücher bei Ullstein –>
# Rowling: Buch für Erwachsene –>


Buch von Joachim Gauck früher erschienen

Am Montag ist „Freiheit“ erschienen, das neue Buch Joachim Gauck, zu diesem Zeitpunkt noch Bundespräsidenten-Kandidat – zwei Wochen früher als ursprünglich geplant. „Bereits in der vergangenen Woche war die Nachfrage unglaublich groß, so dass wir sofort reagiert haben und nun gerade die vierte Auflage in Druck ist“, sagte Kösel-Sprecherin Susanne Klumpp.
(Börsenblatt, 20. Februar)

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Harper Collins kauft Amanda-Knox-Buchrechte für schätzungsweise 4 Mio Dollar

Der US-Verlag HarperCollins hat sich nach eigenen Angaben die weltweiten Rechte an den Memoiren von Amanda Knox gesichert. Die Studentin – von den Medien „Engel mit den Eisaugen“ genannt – war 2009, ebenso wie ihr Ex-Freund Raffalle Sollecito, zunächst des Mordes an ihrer Zimmernachbarin Meredith Kercher schuldig gesprochen worden. Die inzwischen 24-Jährige erklärte sich von Beginn an unschuldig. Im Herbst 2011 hob ein Berufungsgericht das Urteil auf. Gegen den Freispruch hat die Staatsanwaltschaft in der vergangenen Woche Berufung eingelegt. Folgen die Richter dem Ansinnen, könnte der Prozess im Juni wieder aufgerollt werden. Diese „Komplexitäten des italienischen Justizsystems“ will die Amerikanerin nun in ihrem Buch aufdecken. Sie stützt sich dabei nach eigenen Angaben auf Tagebücher, die sie im Gefängnis geschrieben habe.
(Buchreport, 20. Februar)

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E-Book: „Digital heißt auch global“

Der italienische E-Book-Experte Marco Ferrario vergleicht die digitalen Binnenmärkte. Für den Gründer von „Bookrepublik“ und Organisator der Konferenz „IfBookThen“ werden Ländergrenzen obsolet. Die globalen Verlags-Player suchen demnach verstärkt den direkten Kontakt zum Leser im Ausland, statt Lizenzen zu verkaufen.
(Buchreport, 21. Februar)

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Frankreich: Autoren gegen Gesetz zur Digitalisierung verwaister Bücher

Das französische Parlament verhandelt ein Gesetz über die Digitalisierung verwaister Bücher. Französische AutorInnen haben sich mit einer Petition dagegen gewandt, weil das Gesetz gegen das Grundprinzip des Urheberrechts verstoße.
(Buchreport, 21. Februar)

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Filme im Buchhandel : DVD-Umsätze legen zweistellig zul

Kein anderer Vertriebskanal, der mit Bild-Ton-Trägern handelt, konnte laut GfK Panel Services Deutschland ein ähnlich hohes Wachstum verbuchen wie der Buchhandel – lediglich der Download von Filmen legte mit 45 Prozent noch stärker zu. Insgesamt gingen im vergangenen Jahr rund 6,3 Millionen Silberscheiben über die Ladentheken des Sortiments (plus 35 Prozent gegenüber 2010), und zwar vor allem DVDs; das neue Format Blu-ray ist mit einem Prozent des Umsatzes nach wie vor kaum gefragt.
(Börsenblatt, 22. Februar)

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Europäischer Gerichtshof soll Acta überprüfen

Nach den anhaltenden Protesten gegen Acta lässt die EU-Kommission das umstrittene Urheberrechtsabkommen juristisch überprüfen. Die EU-Behörde will den Text dem Europäischen Gerichtshof vorlegen. Dies sei ein notwendiger Schritt, um die unbegründete Angst vor dem Abkommen zu nehmen. Die Diskussion dürfe nicht länger „auf Fehlinformationen und Gerüchten fußen, die in sozialen Medien und Blogs vorherrschen“, sagte EU-Handelskommissar Karel De Gucht.
(Buchreport, 22. Februar)

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Ullstein gründet neuen Verlag

Die Ullstein Buchverlage haben mit „Ullstein extra“ einen neuen Verlag ins Leben gerufen. Der Schwerpunkt sind erzählende Sachbücher im Paperback-Format. Im Frühjahr werden die ersten vier Bücher des neuen Verlags im Paperback-Format erscheinen, allesamt aus dem Bereich des erzählenden Sachbuches, teilen die Ullstein Buchverlage mit. In dem Buch „110 – Ein Bulle hört zu“ von Cid Jonas Gutenrath erzählt etwa der Polizist Gutenrath aus seinen Erlebnissen in der Notrufzentrale.
(Börsenblatt, 23. Februar)

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„Potter“-Autorin Rowling schreibt Buch für Erwachsene

„Harry Potter“-Erfinderin Joanne K. Rowling schreibt einen neuen Roman – diesmal allerdings für Erwachsene. „Auch wenn ich das Schreiben genauso genossen habe, wird mein nächster Roman doch ganz anders als ‚Harry Potter‘ sein“, sagte Rowling nach Angaben ihrer neuen Agentur Blair Partnership, die die Ankündigung auf ihrer Internetseite veröffentlichte.
(ORF, 23. Februar)

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