23/11/2013von 277 Views – 0 Kommentare

Werners Wochenschau (16.–22. 11.)

News- & Story-Esel

Ausgewählte Literatur-News, empfohlene Storys & Buchbesprechungen


News:

– Nachruf auf Doris Lessing: „Es wird mir gefallen, tot zu sein“
– Buch Wien: Lewitscharoff kritisiert Amazon heftig
– Schreibwettbewerb für über 70-Jährige
– Italien: Literatur-Castingshow
– USA: National Book Award an James McBride
– Cervantes-Preis an Elena Poniatowska

Storys:

– Den besten Roman über das Kennedy-Attentat
hat Don DeLillo geschrieben
– Stephen King: „Ich hätte gerne AC/DC als Vorgruppe“
– Dan Brown: „Mir gefällt, was Snowden macht“
– Leon de Winter: „Syrien ist plötzlich Rock‘n‘Roll“
– Der 18-jähriger Muslim Yahya Hassan aus Aarhus
versetzt die dänische Literaturszene seit Wochen in Aufruhr

Rezensionen:

– Jonas Jonasson: „Die Analphabetin, die rechnen konnte“
– Zwei Jahrzehnte nach den jugoslawischen Kriegen
versucht David Albahari, von ihrem Wahnsinn zu erzählen
– Nickolas Butler: „Shotgun Lovesongs“
– „Twitter. Eine wahre Geschichte von Geld, Macht,
Freundschaft und Verrat“

Weitere ausgewählte Literatur-News, empfohlene Storys & Buchbesprechungen aus Zeit, Welt, taz, Süddeutsche, Frankfurter Rundschau, FAZ, Standard, Presse, Wiener Zeitung, Falter, Spiegel u.a. finden Sie tagesaktuell bei Eselsohren/Twitter.

News:

SpiegelNachruf auf Doris Lessing
“Es wird mir gefallen, tot zu sein”
Doris Lessing hielt nichts von Sentimentalität, aber viel von Engagement. Die Schriftstellerin war dem antikolonialen Kampf und der Frauenbewegung verbunden, ließ sich aber nie vereinnahmen. Sie selbst hielt sich einfach für „einen Teil des Zeitgeistes“. Mit „Das goldene Notizbuch“ schrieb sie eine „feministische Bibel“. Ihre Werke behandeln Rassismus, Frauenrechte und andere dringende gesellschaftliche Themen. 2007 erhielt sie den Literaturnobelpreis. Jetzt ist Doris Lessing im Alter von 94 Jahren gestorben.
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Die PresseBuch Wien
Lewitscharoff kritisiert Amazon heftig
Mit heftiger Kritik am Online-Versandhaus Amazon wurde am Mittwochabend in der Messe Wien die sechste internationale Buchmesse „Buch Wien“ eröffnet. Die diesjährige Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff sprach als Eröffnungsrednerin über die Zukunft des Buches und wandte sich in starken Worten gegen den „Monopolkapitalisten“: „Wenn ich eine Firma hasse, dann diese!” so die 59-Jährige in ihrer Rede. “Amazon bezahlt keine Steuern in den Ländern, in denen dieser widerliche Club eine Menge Geld verdient, er bezahlt seine Angestellten empörend schlecht, ruiniert die Buchhändler und zunehmend auch die Verlage.“
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Die PresseSchreibwettbewerb für über 70-Jährige
Ü 70
Altersbeschränkungen sind bei Talentwettbewerben gängige Praxis. Doch während meist eine gewisse Altersgrenze nicht überschritten werden darf, müssen die Teilnehmer des “Ü 70”-Schreibwettbewerbs bereits ein bestimmtest Alter erreicht haben. Der Wettbewerb, veranstaltet vom Zürcher Autor Richard Reich und gesponsert von der Schweizer Stiftung Kreatives Alter, richtet sich ausdrücklich an ältere Menschen. Schreiber über 70 Jahre (Jahrgang 1943 und älter) können einen Text zum vorgegebenen Thema einreichen.
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Der StandardItalienisches Fernsehen zeigt Literatur-Castingshow
„Masterpiece“
Der italienische Fernsehsender Rai3 hat vergangenen Sonntag seine literarische Casting-Show „Masterpiece“ mit dem Antreten der ersten zwölf Autoren-Hoffnungen gestartet. Ende Februar soll ein Sieger feststehen. Als Gewinn winkt die Veröffentlichung eines Buches, das im Mai 2014 im Verlagshaus Bompiani in einer Auflage von 100.000 Stück erscheinen soll.
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SpiegelUS-Literaturpreis
James McBride erhält den National Book Award
Auszeichnung für einen Entwicklungsroman aus der Zeit vor der Sklavenbefreiung: Der US-Schriftsteller James McBride ist der Gewinner des National Book Award. Der 56-Jährige bekam die mit 10.000 Dollar (etwa 7400 Euro) dotierte Auszeichnung für sein drittes Buch „The Good Lord Bird“, wie die Jury der National Book Foundation am Mittwochabend bei einer Gala in New York verkündete. Die Auszeichnung gilt als Überraschung: Favorisiert worden war im Vorfeld der enigmatische Bestsellerautor Thomas Pynchon, der wie gewohnt nicht zu der Veranstaltung erschienen war. Er ging mit seinem neuen Buch „Bleeding Edge“ leer aus. Außerdem waren die Autoren George Saunders, Jhumpa Lahiri und Rachel Kushner nominiert.
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Die ZeitDas kritische Gewissen Mexikos
Elena Poniatowska erhält Cervantes-Preis
Als Elena Poniatowska mit neun Jahren nach Mexiko kam, sprach sie kein Wort Spanisch. Nun gewann sie den bedeutendsten Literaturpreis der spanischsprachigen Welt. Die Schriftstellerin engagierte sich stets für die sozial Benachteiligten und wird immer wieder als „das kritische Gewissen Mexikos“ gerühmt. Mehrerer ihrer Romane wurden ins Deutsche und in andere Sprachen übersetzt, darunter „Jesusa – Ein Leben allem zum Trotz“, „Tinissima. Der Lebensroman der Tina Modotti“ und „Frau des Windes“.
Der seit 1976 jährlich vom Kulturministerium Spaniens verliehene Premio Cervantes gilt als der Literatur-Nobelpreis des spanischsprachigen Raums. Er ist mit 125.000 Euro dotiert und wird nach einem ungeschriebenen Gesetz abwechselnd an einen spanischen und einen lateinamerikanischen Schriftsteller vergeben.
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Storys:

FAZKennedy-Attentat
Alles in sieben Sekunden
Am Freitag jährte sich zum fünfzigsten Mal die Ermordung von John F. Kennedy. Den besten Roman über das Attentat hat Don DeLillo geschrieben: „Libra“. Eine Begegnung, ein Rück- und ein Ausblick.
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Die WeltInterview mit Stephen King
„Ich hätte gerne AC/DC als Vorgruppe“
Mit 66 Jahren ist Stephen King zum ersten Mal nach Deutschland gekommen. Die “Welt” traf ihn zum Gespräch über das Böse, den Literaturnobelpreis, seinen neuen Roman “Doktor Sleep” und Schlagsahne.
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Frankfurter RundschauInterview mit Dan Brown
„Mir gefällt, was Snowden macht“
In seinen Romanen kommt der Symbolforscher Robert Langdon globalen Verschwörungen auf die Spur. Für Edward Snowden hegt Bestsellerautor Dan Brown eine gewisse Sympathie, aber die Wirklichkeit sei eine andere.
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Wiener ZeitungInterview mit Leon de Winter
„Syrien ist plötzlich Rock‘n‘Roll“
Marokkanische Terroristen halten Amsterdam in Atem. Der ermordete Filmemacher Theo van Gogh soll als Engel die Welt retten. In seinem neuen Roman „Ein gutes Herz“, der Fiktion und Realität vermischt, spart Leon de Winter weder mit Ressentiments noch mit ironischer Fantasie. Beim Treffen in Hamburg erklärt er, was ihn dazu getrieben hat.
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NZZYahya Hassan, ein dänischer „angry young muslim“
„Wir sind die elternlose Generation“
Sex and Crime und zwei Norweger haben das Publikum auf dem Kopenhagener Bücherjahrmarkt „BogForum“ begeistert. Der eigentliche Star aber war ein 18-Jähriger Muslim aus Aarhus, der seit Wochen das Land in Aufruhr versetzt. Mit seinem islamkritische Gedichtband und der Kritik an der Generation seiner Eltern trifft Yahya Hassan einen wunden Punkt.
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Rezensionen:

SpiegelBestseller-Autor Jonas Jonasson
Der Mann, der das gleiche Buch zweimal schrieb
Können zwei Millionen Käufer irren? So viele Exemplare von „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ wurden allein in Deutschland abgesetzt. Nun erscheint „Die Analphabetin, die rechnen konnte“, der neue Roman von Jonas Jonasson. Er folgt demselben Strickmuster.
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DRadioDavid Albahari: „Kontrollpunkt“
Der Schrecken in allen Facetten
Zwei Jahrzehnte nach den jugoslawischen Kriegen versucht David Albahari von ihrem Wahnsinn zu erzählen. Der serbische Autor lässt alle Schreckenstaten und die Auseinandersetzung mit eigenen Idealen an einem Ort aufeinandertrefen: am „Kontrollpunkt“.
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DRadioNickolas Butler: „Shotgun Lovesongs“
Mehr als eine Jungsgeschichte über Freundschaft
Freundschaft und die Sehnsucht nach Heimat: Das sind die beiden zentralen Themen, um die das Hörbuch „Shotgun Lovesongs“ kreist. Es beruht auf dem erfolgreichen Debüt des US-Autors Nickolas Butler. Dessen gleichnamiger Roman erzählt die Geschichte von vier Freunden, die sich seit der Kindheit kennen.
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FAZNick Bilton: „Twitter. Eine wahre Geschichte von Geld, Macht, Freundschaft und Verrat“
Die Drama Queens vom Silicon Valley
Die Gewinne stehen noch aus, die Kämpfe unter den Gründern begannen dafür früh: Nick Bilton schreibt die Geschichte des Nachrichtendiensts Twitter. Manchmal gleicht die Wirklichkeit dann doch der Dramaturgie von Soap-Operas.
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