Vorfreuden 01/08
liebe LeserInnen,
aus den im Jänner 2008 neu erscheinenden Büchern habe ich folgende Auswahl zusammengestellt: Bitte hier klicken.
Werner Schuster
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aus den im Jänner 2008 neu erscheinenden Büchern habe ich folgende Auswahl zusammengestellt: Bitte hier klicken.
Werner Schuster
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Wenn man das Buch zu Ende gelesen hat, taucht man auf wie aus einem Film. Keinem anspruchsvollen – gute Unterhaltung, die noch einen Weile nachklingt. Es ist eine klassische Story: Zwei Männer lieben dieselbe Frau. Dörmann hat sie während einer Wirtschaftskrise angesiedelt und im Banker/Spekulanten-Milieu. Dort scheint sich während der letzten 90 Jahre wenig verändert zu haben.
Chabon, Michael: Schurken der Landstraße
Damals im Kaukasus: Kampferprobte jüdische Schurken mit Herz.
James, P. D.: Der Tod kommt nach Pemberley
Ich habe das Original gelesen und die Zombie-Version von „Stolz und Vorurteil“, beides mit großem Vergnügen. P. D. James‘ Kriminalroman mit Elisabeth und Darcy ist leider weder Austen noch ein guter Krimi.
Miriam Pharo hat Fantasie (jede Menge) und Visionen, sie sprudelt förmlich über, was die vielen Details der Welt von morgen betrifft. Sie spart in „Präludium“ nicht mit ökologischen Seitenhieben (gefällt mir sehr gut), hat die Geschichte in ein klassisch-musikalisches Ambiente eingebettet und scheut auch nicht dafür zurück, ihren Protagonisten ein derbes Wort in den Mund zu legen, wenn die Situation es erfordert. Mit ihrem Spannungsaufbau konnte ich mich allerdings kaum anfreunden.
Cristoff, Maria Sonia: Patagonische Gespenster
„Patagonische Gespenster“ geht über gewöhnliche Reportagen durch die literarischen, historischen und persönlichen Bezüge weit hinaus.
Streitbare Brüder Österreich : Deutschland
Die AutorInnen wollten nicht, dass beide Seiten gnadenlos ihr Fett abkriegen.
Depner, Hanno: Kant für die Hand
Vielleicht sollte man Depners Buch ab sofort im Unterricht verwenden. Ich zumindest habe innerhalb von sechs Stunden in etwa begriffen, warum Kant die Vernunft „kritisiert“ hat und was dabei herausgekommen ist.
Visser, Derk: Der schönste Ort der Welt
Dass das eigene Kind nicht anders drauf ist als man selbst in der Pubertät, will man nicht wirklich wahrhaben. Vissers Roman kann dem abhelfen.
Strand, Jeff: Grabräuber gesucht
In den ersten beiden Dritteln setzt der Autor seine Figuren geschickt ein, um die Spannung zu steigern. Doch gegen Ende entbrennt ein Kampf Protagonisten gegen Autor (Lektor?), den alle verlieren.
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