13/07/2013von 288 Views – 0 Kommentare

Hotlist 13 – Reyer: Magische Maschinen

Liebe LeserInnen,

bis 18. August läuft die Abstimmung zur „Hotlist 2013“, dem Preis für Bücher aus unabhängigen Verlagen, bei dem Sie mitentscheiden können. Wir stellen nach und nach alle 30 zur Wahl stehenden Werke vor:


Lars Reyer:
„Magische Maschinen“
Schöffling & Co.


Inhalt

In seinen Gedichten führt Lars Reyer die Leser durch industrialisierte Landschaften. Über Schotterstraßen, vorbei am Elektro-Weidezaun, durch Treppenhäuser und in verwinkelte Keller; die ausgehöhlten Räume der Ex-Industrie blühen vor uns auf, ein prächtiger Walduntergang. Es ist kein Entkommen, keine Flucht möglich – wohin auch? Das Material, mit dem Reyer arbeitet, sind Stahlwolle und der chromumflirrte Kopf der Silberdistel, er nimmt Schraubenzieher, -schlüssel und Sezierbesteck zur Hand. Wir folgen ihm in eine Welt des Rausches, hören seine Tapes, bewundern seine Anlehnungen, in denen die erzählerischen Elemente der englischen Moderne – say: Eliot, say: Dylan Thomas – ihren logischen Nachklang finden und im Sound einer allgegenwärtigen Vergangenheit aufgehen. Wir trinken seinen Schnaps aus Holunderbeeren und weißem Klee und setzen die Kopfhörer auf.
Am Ende gehen die Körper, sagt Lars Reyer; und er sagt auch: Junge komm nie wieder. Das glauben wir nicht.

ABSTIMMEN

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Der Autor

Lars Reyer, geboren 1977 in Werdau, Studium der Philosophie, Anglistik und Ethnologie in Münster. Danach Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sein Debüt DER LANGE FUßMARSCH DURCH DIE STADT BEI NACHT erschien 2006 in der Lyrik Edition 2000; zudem veröffentlichte er Gedichte in zahlreichen Anthologien (JAHRBUCH DER LYRIK) und Zeitschriften (BELLA TRISTE, EDIT).

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