08/02/2012von 650 Views – 0 Kommentare

Becher, Viktor: Die Bibel für Anfänger

KurzkritikIhre MeinungAusführliche BesprechungInfos

Buchcover
  • Sachbuch Religion
  • Broschiert
  • 268 Seiten
  • Erschienen 2011 bei BoD

Inhalt:

Das Alte Testament ist eine Herausforderung für den Leser. Seitenlange Auflistungen von Stammesvätern und Gesetzesvorschriften machen die Lektüre zur Geduldprobe, fremdartig wirkende Geschichten schrecken vor allem westliche Leser ab. Dieses Buch präsentiert den Kern des Alten Testaments (die fünf Bücher Mose) in einer gekürzten Fassung, die sich wie ein Roman lesen lässt. Fußnoten und Infokästen erleichtern das Verständnis mit wertvollen Erklärungen und Hintergrundinformationen. Das Buch setzt keine bestimmte Konfession voraus. Sowohl Gläubigen als auch Atheisten bietet es einen Schlüssel zum Verständnis der Bibel.

Kurzkritik:

Das Alte Testament ist unser kulturelles Erbe – und zwar von Juden, Christen und Moslems. Der Sprachwissenschaftler Viktor Becher hat eine verständlich kommentierte Fassung der fünf Bücher Mose mit Hintergrundinformationen erstellt, damit wir uns eine eigene Meinung bilden können.

Werner gibt  ★★★★½  (4,5 von 5 Eselsohren)

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schlechthalbwegsmittelgutsehr gut – 8 Leser/in/nen geben Ø 4,63 von 5 Punkten
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Besprechung:

Warum musste Aaron sterben?

Der Titel dieses Buches stimmt zwar, ist aber auch ein wenig irreführend: Denn in gewissem Sinne sind der Großteil von uns Anfänger, was das Alte Testament betrifft. Auf der anderen Seite will uns der Autor zu fortgeschritteneren Bibel-LeserInnen machen – und zwar auch die AtheistInnen unter uns.

Nun glaub ja wohl jede/r, dass sie oder er das Alte Testament kennt. Dem ist bestimmt nicht so. Wir kennen ein paar „Geschichten“ daraus auszugsweise, Schöpfung, Vertreibung aus dem Paradies, Sintflut, Sodom und Gomorrha, Joseph und seine Brüder, brennender Dornbusch, ägyptisches Exil, die zehn Gebote, das gelobte Land.

Zwei Schöpfungsberichte

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Dies ist unser kulturelles Erbe – und zwar von Juden, Christen und Moslems – und die meisten werden sich noch keine Gedanken darüber gemacht haben, wer dieses aufgeschrieben hat.

Nun: man weiß es nicht. Es ist aus verschiedenen Textquellen zusammengesetzt worden, deren Autorschaft heute nicht mehr festzustellen ist. Es gibt auch einige Passagen, die nicht nur mehrfach, sondern auch unterschiedlich erzählt werden – wie etwa die zwei Schöpfungsberichte.

Den Levitikus lesen

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Und abgesehen davon, dass es keine historischen Beweise für den Auszug aus Ägypten gibt und dass das gelobte Land durch sehr grausame Kriege eingenommen worden ist (inklusive Ausrottung der ansässigen Stämme), so wirken viele der (in den Büchern Levitikus, Numeri und Deuteronomium) verkündeten Vorschriften auf mich eher wie die Selbstlegitimierung einer Priesterklasse denn als Gesetze eines (alttestamentarischen) Gottes.

Doch das ist bloß die Meinung eines in der Sache wohl nicht einmal Halbgebildeten, dem noch so viele ReligionswissenschaftlerInnen nicht erklären können, was Moses und Aaron beim Wunder vom Wasser in der Wüste so falsch gemacht haben, dass Gott Aaron gleich darauf sterben und Moses später nicht ins gelobte Land hineinließ.

Verständlich kommentiert

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Doch soweit ich das beurteilen kann, hat der Sprachwissenschaftler Viktor Becher mit seiner „Bibel für Anfänger“ genau das geschaffen, was er wollte: eine verständlich kommentierte Fassung der fünf Bücher Mose mit Hintergrundinformationen, damit wir uns eine eigene Meinung bilden können.

Von Werner Schuster

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Mehr Infos:

Viktor Becher (geboren 1983) hat Sprachwissenschaft an der Universität Hamburg studiert und sich dabei auf die „toten“ Sprachen Latein, Griechisch und Bibelhebräisch spezialisiert. Seine Promotion hat er im Fach Übersetzungswissenschaft abgelegt. Im Rahmen seines Studiums des Hebräischen hat er sich intensiv mit dem sprachlichen und kulturellen Hintergrund des Alten Testaments beschäftigt.

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