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Wir empfehlen weiters die Storys und Glossen sowie „Verreisen mit den Eselsohren“: Verreisen mit Büchern sowie Verreisen im Kopf.
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Nizon, Paul: Im Bauch des Wals
Sind Nizons Caprichos von freiem, spielerischem und scherzhaftem Charakter oder im Sinne von Goya? Oder beides? Jedenfalls verhandelt er im „Bauch des Wals“ mit dem Leben nicht in erster Instanz …
Goethes Käthchen, Emilia Galotti und all die anderen tragischen Frauen-Figuren der Literaturgeschichte spiegeln sich in unserer jungen Hauptdarstellerin wider. Und so durchläuft sie gemeinsam mit ihren beiden immer noch besten Freundinnen Vicka und Ama die Höhen und Tiefen des Alltags – sowohl in der Uni-/Arbeitswelt wie auch in Sachen Liebe.
Austen, Jane: Stolz und Vorurteil
„Stolz und Vorurteil“ ist eine (vor 200 Jahren geschriebene) Liebesgeschichte, die man auch heute noch verschlingt. Gern bildet man sich ein, der Ausgang sei ungewiss, um sich dann darüber freuen zu können, dass sich die beiden am Schluss doch kriegen.
Pelecanos, George P.: King Suckerman
Sieger kommen in Pelecanos‘ Buch nicht vor, höchstens Überlebende. Ein paar versuchen, „anständig“ zu werden, die anderen werden weiter ihre krummen Geschäfte betreiben. Und es braucht gar keine Polizei. Das „echte Leben“ hat all diese Nachahmungstäter schon längst verurteilt.
Fitzek, Sebastian: Passagier 23
Die Geschichte selbst ist von Anfang bis Ende perfekt inszeniert und der Spannungsaufbau von Kapitel zu Kapitel grandios gelungen. Die immer neuen und unerwarteten Wendungen in der Story lassen den Nervenkitzel dramatisch ansteigen, und kaum glaubt man, den Täter erraten zu haben, war man schon wieder auf einer falschen Fährte.
Eine listenreiche Heldin hat Angela Savage in ihrem ersten Thriller erschaffen. Jayne Keeney, (wie die Autorin aus Australien stammende,) toughe und beherzte Privatdetektivin in Bangkok, besucht ihren schwulen Freund Didier in Chiang Mai (der wie die Autorin in der AIDS-Hilfe tätig ist). Dieser wird des Mordes verdächtigt und kommt bei seiner Verhaftung ums Leben. Jayne macht sich gegen viele Warnungen und besseres Wissen daran, seinen Tod aufzuklären.
Klein erklärt, wie „die Welt“ immer mehr von den Konzernen und ihren Marken(-botschaften) „regiert“ wird, wie Werbung den öffentlichen Raum und die Bildungsstätten und die Medien übernommen hat und wie die Konzerne, deren Umsätze zum Teil größer sind als die Staatshaushalte ganzer Länder, immer mehr politische Macht ausüben.
Es ist ja immer etwas ganz anderes, wenn einer oder einem Geschichte(n) persönlich erzählt werden. Und wann können Kinder von heute schon mit einer Überlebenden des Holocaust sprechen?
„Weg von hier …“ bietet dazu die Gelegenheit: Darin erzählt die Linzer Jüdin Ilse Mass über ihre Flucht vor den Nazis aus Österreich über Shanghai nach Israel.
Ein Buch, das sich sowohl für den Volksschul-Unterricht als auch für eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus zu Hause empfiehlt.
Simon, Hermann: Hidden Champions des 21. Jahrhunderts
Für Menschen, die Hermann Simons Bestseller “Die heimlichen Gewinner” aus dem Jahre 1996 kennen, dürfte das aktuelle Buch keine grundlegenden Überraschungen bergen, alle anderen werden sich darüber wundern, dass es in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr als 1.000 Weltmarktführer gibt.
Hauptmann, Gaby: Kaya ist happy
In diesem Buch geht es darum, dass es Mädchen und Pferde gibt. Weil viele Mädchen Pferde lieben, gerne reiten und noch viel lieber eigene Pferde hätten. Und für diese Mädchen ist dieses Buch auch geschrieben.
Ferra-Mikura, Vera: Die Mäuse der drei Stanisläuse
Noch heute kann ich in den magischen Realismus der “Mäuse der drei Stanisläuse” mühelos eintauchen.
Begley, Louis: Der Fall Dreyfus
Mich hat ja tatsächlich die Dreyfus-Affäre interessiert (u.a. weil ich den Hintergrund von Émile Zolas „J’accuse…!“ in Erfahrung bringen wollte), so genau allerdings auch wieder nicht. Wie mag es da jenen ergehen, die „bloß“ vom Schlagwort Guantánamo angelockt worden sind?
Hackl, Erich: Dieses Buch gehört meiner Mutter
Hackls Romane sind wohlklingende Prosa über entsetzliche Begebenheiten. Sein Märchen für Erwachsene, „König Wamba“, ist auch ein sprachliches Vergnügen. Im Gedichtband „Dieses Buch gehört meiner Mutter“ aber bedient er sich einer gewöhnlichen Sprache in oft abgehacktem Rhythmus. Und die gefällt mir nicht.
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