21/10/2009von 429 Views – 0 Kommentare

Bonnet, Jacques: Meine vielseitigen Geliebten

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Buchcover Meine vielseitigen Geliebten
Bekenntnisse eines Bibliomanen.

Erschienen 2009 bei Droemer
Aus dem Französischen von Elisabeth Liebl
Originalausgabe: „Des bibliothèques pleines de fantômes“, 2008
Inhalt:

„Die Bibliothek ist der Ort, der dem Paradies am nächsten kommt.“ Jacques Bonnet Jacques Bonnet ist bekennender Bibliomane. Er besitzt mehrere Zehntausend Bücher, seine ganze Wohnung ist eine Bibliothek. Aber wie sortiert man eine solche Menge an Werken? Mit welchen Lesetechniken schafft man es, sich ihren Inhalt einzuprägen? Und zu welchem Ort sollte man seinen vielseitigen Geliebten auf keinen Fall den Zutritt gestatten? Ein echtes Liebhaberstück und eine faszinierende Reise durch die Welt der Bücher. (Pressetext)

Kurzkritik:

Bonnet erklärt, warum es also Menschen gibt, die Bücher und immer mehr Bücher besitzen müssen, bis sie nicht mehr nur die Freuden genießen können, sondern auch die Probleme lösen müssen, die so etwas mit sich bringt.

Doch was sind diese Probleme (Aufbewahren, Ordnen und Sortieren – und die Kosten) gegen die Freuden des Lesens. Wer ähnliche Sorgen und ähnliches Glück kennt, der oder dem empfehle ich die „Bekenntnisse eines Bibliomanen“ nachdrücklich. Und allen anderen selbstverständlich auch.

Werner gibt  ★★★★¼  (4,25 von 5 Eselsohren)

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Besprechung:

Die Liebe zum Lesen

Zugegeben: Ich habe mich selbst immer für schrullig gehalten mit meiner Liebe zu Büchern. Ich zanke mit meiner Frau, weil sie Bücher als Gebrauchsgegenstände behandelt, während sie (beide!) für mich doch eher etwas Besonderes sind, dem ich mit Achtung begegne.

Auch wenn ich andauernd welche zugestellt bekomme, freue ich mich immer noch über jede Büchersendung, genieße das Öffnen des Kartons, dann der Zellofanhülle, und dann gebe ich mich ein wenig dem „Neues Buch“-Geruch hin.

Die überquellenden Bücherregale

Nur: Wir haben einen schmalen Neun-Meter-Gang nicht nur mit übervollen Bücherregalen an einer Seite – die Bücher quellen quasi aus diesen Regalen heraus und machen aus dem Gang ein unpassierbares Lager.

Sollte der wahre Grund für die Anmietung eines Eselsohren-Büros in der Masse an Büchern liegen und das „Ich brauche Ruhe beim Arbeiten“ ist vielleicht nur ein Vorwand?

Die Freuden und Mühen mit einer Arbeitsbücherei

Nun denn: Seit ich Jacques Bonnets Buch mit Wonne (und Pausen zwischen den Kapiteln) gelesen habe, weiß ich, dass ich mit meiner Schrulligkeit zumindest nicht alleine bin. (Wenn‘s denn eine Schrulligkeit ist!)

Bonnet erklärt, wie, warum und zu welchem Ende man sich eine Arbeitsbücherei zulegt, warum es also Menschen gibt, die Bücher und immer mehr Bücher besitzen müssen, bis sie nicht mehr nur die Freuden genießen können, sondern auch die Probleme lösen müssen, die so etwas mit sich bringt.

Die Freuden des Lesens

Doch was sind diese Probleme (Aufbewahren, Ordnen und Sortieren – und die Kosten) gegen die Freuden des Lesens. Wer ähnliche Sorgen und ähnliches Glück kennt, der oder dem empfehle ich die „Bekenntnisse eines Bibliomanen“ nachdrücklich (– und allen anderen selbstverständlich auch).

Und ich stelle mir vor, wie ich Herrn Bonnet in seiner Bibliothek aufsuche und es gleichgültig sein wird, ob wir uns sehr wenig oder sehr viel zu sagen haben. Aber widersprechen werden wir uns nicht in jener Sache, die uns beiden am Herzen liegt.

Von Werner Schuster

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Infos:

Jacques Bonnet hat jahrelang als Redakteur, Lektor und Herausgeber bei zahlreichen namhaften Verlagen in Frankreich gearbeitet. Er ist Gründer des Verlages Pandora, Autor eines Romans und arbeitet nebenbei als Übersetzer. Als bekennender Bibliomane hat er hier seiner Leidenschaft, den Büchern, ein Denkmal gesetzt.

Über Jacques Bonnet bei Droemer Knaur.

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