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Fitzek, Sebastian: Der Seelenbrecher

Posted By Heike On 28/07/2014 @ 10:44 In AutorInnen F,Gastbeitrag,Krimis & Thriller,Rezensionen | No Comments

Thriller
Taschenbuch, E-Book
368 Seiten
Erschienen 2008 bei Knaur

Kurzkritik [1]Was meinen Sie? [2]Ausführliche Besprechung [3]Infos [4]
Inhalt:

Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. (Pressetext)

Kurzkritik:

Für Heike ist der „Seelenbrecher“ nicht der beste Roman des Autors, trotz allem hat sie sich gut unterhalten und an die Figuren und die Geschichte gefesselt gefühlt. – Fazit: Ein guter Thriller für zwischendurch.

Besprechung:

Ein guter Thriller für zwischendurch

Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben und zu keiner Auskunft fähig. Die Polizei tappt im Dunkeln und hat nicht die leiseste Ahnung, wer der „Seelenbrecher“ ist und warum er das den Frauen antut.

Zur gleichen Zeit findet sich ein Mann namens Caspar in einer Psychiatrie wieder – er weiß weder wer er ist, warum er hier ist, noch wie er hierher gekommen ist. Gemeinsam mit seiner Ärztin Sophia Dorn und Dr. Raßfeld versucht er seiner Vergangenheit auf die Spur zu kommen, als plötzlich seltsame Dinge in der Klinik geschehen. Mit dem Unfall eines Rettungswagens und einem mysteriösen Patienten beginnt ein Grauen, dass sich weder die Patienten noch die Klinikangestellten je hätten ausmalen können. Als die Klinik durch ein Feuer und die damit ausgelösten Brandschotte von der Außenwelt abgeschnitten wird, wird plötzlich allen Insaßen klar, dass der Seelenbrecher unter ihnen ist – und er schlägt erneut zu.

Spannung, Verwirrung

Der Roman teilt sich in mehrere Handlungsstränge auf, die sich am Ende zu einer großen Geschichte zusammenfügen. Der Leser wird gleich zu Beginn direkt mit den grauenhaften Machenschaften des Seelenbrechers konfrontiert. Zeitgleich wird er in die mysteriöse Geschichte von Caspar und einer Versuchsreihe eines Professors mit einer Patientenakte eingebunden. Aufgrund der Kapitelüberschriften und der Zeitangaben wird sofort klar, dass es sich um einen Showdown mit viel Nervenkitzel handelt, und man wird von Kapitel zu Kapitel neugieriger gemacht. Man möchte den großen Zusammenhang erkennen und endlich herausfinden, wer die Protagonisten (und hier vor allem der Seelenbrecher) wirklich sind. Die Erinnerungsfetzen von Caspar bringen immer neue Puzzleteilchen ans Tageslicht und steigern die Spannung, aber auch die Verwirrung des Lesers.

Konfus

Der größte Teil der Handlung spielt in der Psychiatrie und wird aus der Sicht von Caspar erzählt. Obwohl die Story an sich wirklich spannend ist, habe ich mich an manchen Stellen etwas konfus gefühlt, da manchmal nicht wirklich nachvollziehbar war, warum jetzt gerade dies oder jenes passiert und in welchem Zusammenhang die einzelnen Personen zueinander agieren. Der Leser bleibt bis zum Schluss über die wahre Identität des Seelenbrechers im Dunkeln. Die Auflösung der einzelnen Handlungsstränge war im Großen und Ganzen sehr überraschend, wenn auch nicht immer ganz schlüssig.

Für mich ist der „Seelenbrecher“ nicht der beste Roman des Autors, trotz allem habe ich mich gut unterhalten und an die Figuren und die Geschichte gefesselt gefühlt. Fazit: Ein guter Thriller für zwischendurch.

Von Heike Rainer

Infos:

Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. “Therapie”, erschienen 2006, war sein erstes Werk – und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie – und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender “Mailoholic” ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin.

Mehr über Sebastian Fitzek [5] bei Wikipedia.


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