27/10/2013von 272 Views – 0 Kommentare

Rezensionsrundschau „Asterix bei den Pikten“

Liebe LeserInnen,

letzte Woche ist der erste „Asterix“-Band aus der Feder eines neuen Teams erschienen – und wurde auf einigen Literaturseiten besprochen.

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Autor:
Comic
Autor: Jean-Yves Ferri
Zeichner: Didier Conrad
Übersetzer: Klaus Jöken
Hardcover, E-Book
48 Seiten
Egmont Verlag, 2013

Rezensionen: positiv (3) // mittel (3) // negativ (1)
Klappentext:

Im Jahre 2013 n. Chr. hat das lange Warten ein Ende: Es erscheint ein neuer Asterix-Band! Dieser ist der 35. der Reihe und dennoch eine Premiere: Erstmals in der langen Erfolgsgeschichte kümmert sich ein neues Autorenteam um die Abenteuer des kleinen Galliers und seines unbeugsamen Dorfes. Der in Frankreich hochangesehene Autor Jean-Yves Ferri und der erfahrene Zeichner Didier Conrad haben vom Zaubertrank gekostet und präsentieren ein neues Abenteuer im Geiste Albert Uderzos und René Goscinnys. Dessen genauer Inhalt ist noch streng geheim, doch eines kann bereits verraten werden: Unsere gallischen Freunde gehen wieder auf Reisen. Und zwar in den nebligen Norden, zum Stamm der Pikten im heutigen Schottland.

Autoren:

Jean-Yves Ferri lebt seit seinem vierten Lebensjahr in Südwestfrankreich, im Départment Ariège. Er lernte mit Comics das Lesen und zeichnete bereits im zarten Alter von 11 Jahren seinen ersten Comic-Strip. Erste Erfolge konnte er Mitte der 90er Jahre als Kinderbuchillustrator verbuchen. 1995 begann seine Zusammenarbeit mit dem in Frankreich sehr bekannten Zeichner Manu Larcenet, als dessen Co-Autor und Szenarist er bis heute wirkt. Albert Uderzos Entscheidung, Ferri als Szenaristen künftiger Asterix-Abenteuer aufzubauen, lag nicht zuletzt an dessen in Frankreich sehr populären Solo-Werk „De Gaule à la plage“, das einen humoristischen Blick auf (fiktive) Abenteuer des großen Generals wirft.
Didier Conrad wurde 1959 in der Mittelmetropole Marseille geboren. Seine ersten Cartoons veröffentlichte er 1973 im Magazin „Spirou“. Seitdem hat sich Conrad zahlreicher Comic-Serien angenommen und gilt als einer der erfahrensten Comic-Zeichner aus französischen Landen, der unter anderem für Disney und Dreamworks arbeitete. Unter Pseudonym zeichnete er die Abenteuer des jungen Lucky Luke („Lucky Kid“) und ab 2011 den „Marsupilami“-Ableger „Marsu Kids“. Conrad lebt mit seiner Familie in Los Angeles.

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Positive Rezensionen

Die Gallier sind wieder da, beim Teutates! (Die Zeit)
„Asterix bei den Pikten“ erscheint – der erste Band aus der Feder des neuen Teams. Die Auflage geht in die Millionen, die Erwartungen sind hoch. Und sie werden erfüllt. Der Band liegt dank des Autors Jean-Yves Ferri erzählerisch weit über den vergangenen Bänden und kann durchaus an die Glanzzeit der Serie in den 1960er und 70er Jahren anknüpfen, ohne dabei altbacken zu wirken. Und zeichnerisch hält Didier Conrad das von Uderzo etablierte hohe Niveau, ergänzt um ein paar zusätzliche Nuancen.
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Die Avantgarde der Antike (FAZ)
Sollte „Asterix bei den Pikten“ Erfolg beschieden sein – und den hätte der Band allemal mehr verdient als alles, was seit Goscinnys Tod erschienen ist –, wird das neue Paar weitermachen dürfen, und Ferri hat bereits angekündigt, dass dann eine Geschichte folgen wird, die ganz im Dorf spielt. So hatte es auch Goscinny in seinen letzten Jahren gehalten: Auf ein Abenteuer, das seine Gallier hinaus in die Welt führte, folgte eines in der Heimat. Ferri und Conrad zeigen uns diesmal nur die Instrumente, aber sie haben alles parat, was die Operation am quicklebendigen „Asterix“ braucht.
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Der beste neue “Asterix” seit 35 Jahren (Welt)
Ferri hat sich für eine klassische „Asterix“-Erzählstruktur entschieden, bei der die Gallier wieder einem von den Römern bedrängten Volk zu Hilfe eilen müssen. Einen noch unbesungenen antiken Stamm fand er im britischen Norden: die Pikten, Vorfahren der Schotten, deren Kultgetränk aus fermentiertem Malz gemacht wird und deren Totemtier ein freundliches Seeungeheuer ist.
Anspielungen auf aktuelle Zeitphänomene, die bei Uderzó zuletzt ausgeufert waren, spart sich Ferri fast völlig. Nur einmal verkündet Majestix: „Für uns Gallier ist Recht auf Asyl kein leeres Versprechen.“ Es zeigt sich aber rasch, dass dieses Recht ausgehöhlt wird, wenn die Asylanten die Ruhe stören. Das war’s aber schon mit den – dezenten – Kommentaren zur Gegenwart.
Es gibt viele schöne Wortwitze. Und zeichnerisch gelingt Conrad eine ziemlich perfekte Uderzo-Imitation.
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„Mittlere“ Rezensionen

Asterix bei den Whiskytrinkern (Die Presse)
Das neue Heft reiht sich in das bildungsbeflissene Programm von „Asterix“ ein. Wenn man sich sattgesehen hat, bleibt nur die Frage: Was ist das beste Piktenzitat? Schwer zu sagen. Der Clanchef sagt: „Lasst uns gemeinsam den Balzschrei des Auerhahns ausstoßen!“ Seufz! Früher wurde man leichter und öfter fündig.
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Ähm … Ave! (Wiener Zeitung)
So groß die Freude ist, dass Obelix wieder enthemmt “Schick, schick, schick!” schreit beim Anblick von lecker Legionärsmaterial, so schmerzlich ist doch, dass Asterix selbst wieder recht farblos bleibt. Außer wenn er Obelix (“Hörr Obelix!”) lautstark maßregelt ob seines exzessiven Baumstammgebrauchs. Auch aus dem Volk der Pikten wäre wohl etwas mehr herauszuholen gewesen – nicht eine einzige anständige Macbeth-Anspielung ist doch eine magere Ausbeute. Römer treten – vielleicht konsequent – gleich nur in einer Nebenrolle direkt zum Vermöbeln an. Außerdem: Seit wann “spinnen die Römer” nicht mehr?
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Etwas zu klamaukig (DRadio)
Die Zeichnungen begeistern Stefan Pannor, den Humor findet er gewöhnungsbedürftig. So rundherum überzeugt ist der Comic-Journalist Stefan Pannor vom neuen Band „Asterix bei den Pikten“ nicht. Positiv hebt er hervor, dass es endlich mal ein paar echte Frauenrollen gibt.
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Negative Rezensionen

Abgesoffen in Loch Ness (Spiegel)
Der subtile Witz von „Asterix in Spanien“, „Asterix bei den Schweizern“ oder „Asterix auf Korsika“ ist „Asterix bei den Pikten“ fremd, trotz Scherzen über Asylrecht und „kulturelle Unterschiede“, trotz eines an das Ungeheuer von Loch Ness erinnernden Fabelwesens, das fast so heißt wie Fafnir, der Drache aus der “Edda”. Goscinny erzählte Asterix’ Reiseabenteuer, indem er sich, bei allem Spiel mit Nationalklischees, hineindachte in die fremdartig wirkenden Gesellen, denen die Gallier da einen Besuch abstatteten – bei Ferri bleiben die Pikten blass, ja fast so zweidimensional wie die Piktogramme, deren Erfindung den Schotten in einer Szene des Heftes zugeschrieben wird.
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