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Waechter/Eilert: Die Kronenklauer

Posted By Werner On 15/10/2008 @ 05:53 In Alles andere,AutorInnen E,AutorInnen W,Jugendbücher,Kinder- & Jugendbücher,Kinderbücher,Rezensionen | No Comments

Kurzkritik [1]Was meinen Sie? [2]Infos [3]

Buchcover
Buch für Kinder, Eltern und andere anspruchsvolle LeserInnen

Hardcover: Diogenes, 2008
(Rowohlt, 1972)
Inhalt:

König werden ist nicht schwer, König sein dagegen sehr. Das stellen nach vielen Abenteuern und Bewährungsproben fest: die Kinder Robert, Moritz und Johanna, das Schwein König Schwarte, die Maus Charlie »Tasso« Koffer, der Esel Carlo Spannnagel, die Katze Fräulein Bellmaus und die Eule Dr. Johannes Loy. F. K. Waechter und Bernd Eilert laden ein in eine fröhlich-verkehrte Welt, in der es doch mit rechten Dingen zugeht. Dieses übermütige Buch für Kinder, Eltern und andere anspruchsvolle Leser, das erstmals 1972 erschienen ist, setzt allem die Krone auf. Man kann es nämlich nicht nur lesen, man kann sogar mitmachen: falzen, raten, reimen, puzzlen, malen, singen, ja auch mit der Schere darf man es traktieren. (Pressetext)

Kurzkritik:

Gleichzeitig mit dem „Zauberlehrling“ [4] hat Diogenes im Oktober auch diesen Klassiker ins Programm aufgenommen. Und mit einer kleinen Einschränkung macht dieses erstmals 1972 veröffentlichte „Buch für Kinder, Eltern und andere anspruchsvolle LeserInnen“ ebenfalls viel Freude – bei weitem nicht nur 68ern [5] Spaß.

Diese Einschränkung betrifft die Dramaturgie: In einem sehr menschlichen Tierreich mischen drei freche Kinder ein Königreich auf. Nur, nachdem sie den ersten König – ein autoritäres Schwein – mit List und Tücke abzusetzen geholfen haben, passiert eine Weile nichts Wesentliches, und auch der Anlass, den zweiten König – eine kluge Eule – aus dem Amt zu entfernen, ist nicht wirklich überzeugend.

Können und manchmal nicht Wollen

Macht nix. Erzählt ist das sehr vergnüglich – und die Zeichnungen von F. K. Waechter sind halt Zeichnungen von F. K. Waechter. Sprich: dieser eigene, stets wiedererkennbare Stil, diese eigentümliche Mischung aus Können und manchmal nicht Wollen, aus (Sur-)Realismus mit „bad painting“ also, und dieser ähnlich gelagerte Humor.

Und als „Bonustrack“ kann man mit diesem Buch – nicht nur laut Verlag – auch folgende Sachen treiben: falzen, raten, reimen, puzzlen, malen, singen und schneiden.

Infos:

Friedrich Karl Waechter, geboren 1937 in Danzig, ausgebildet als Grafiker in Hamburg, war ab 1962 Mitarbeiter bei Zeitschriften wie ‘Pardon’, ‘Konkret’ und ‘Twen’. Sein berühmter ‘Anti-Struwwelpeter’, als progressives Gegenstück zu Heinrich Hoffmanns ‘Struwwelpeter’ aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, erschien 1970, seit 1974 machte Waechter auch Filme und Theaterstücke für Kinder.
Im September 2005 starb Friedrich Karl Waechter.Bernd Eilert, geboren 1949 in Oldenburg, lebt in Frankfurt am Main; Autor, Regisseur, Mitglied der Autorenredaktion des Satiremagazins “Titanic”.

Über F. K. Waechter [6] und Bernd Eilert [7] bei Wikipedia.


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[4] „Zauberlehrling“: http://www.eselsohren.at/2008/10/03/ungererhaxen-der-zauberlehrling/

[5] 68ern: http://de.wikipedia.org/wiki/68er

[6] F. K. Waechter: http://de.wikipedia.org/wiki/F._K._Waechter

[7] Bernd Eilert: http://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Eilert

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