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Davys, Tim: Amberville

Posted By Werner On 20/08/2008 @ 05:54 In AutorInnen D,Krimis & Thriller,Rezensionen | No Comments

Kurzkritik [1]Was meinen Sie? [2]Ausführliche Besprechung [3]Infos [4]

Buchcover
Krimi
Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch
Hardcover: Piper, 2008
Taschenbuch: Piper, 2010
(“Amberville”, Albert Bonniers Förlag, 2007)
Inhalt:

In der von Stofftieren bevölkerten Stadt Amberville kommt Unruhe auf, als Kasinoboss Nicholas Taube zu Eric Bär mit einem ungewöhnlichem Anliegen kommt: Sein Name steht auf der berüchtigten Todesliste, und Bär soll ihm diese beschaffen. Doch niemand weiß, wer die Liste führt, und genau das muss Eric herausfinden. Er macht sich auf eine lebensgefährliche Suche – eine harte Aufgabe für einen Teddy … (Pressetext)

Kurzkritik:

Die Idee, einen Krimi unter Stofftieren spielen zu lassen, ist ja an sich originell, doch “Tim Davys” (ein Pseudonym für einen unbekannten Schweden) begnügt sich nicht damit. In der Folge gelingt es “Tim Davys”, in einem vergnüglichen Krimi das Thema Tod von einer metaphysischen sowie einer politischen Warte aus abzuhandeln, ohne dass dies trocken oder aufgesetzt wirken würde.

Besprechung:

Stofftiere und Metaphysik

Die Idee, einen Krimi unter Stofftieren spielen zu lassen, ist ja an sich originell, doch “Tim Davys” (ein Pseudonym für einen unbekannten Schweden) begnügt sich nicht damit. Und wahrscheinlich würde es auch auf die Dauer langweilig, wenn statt Eric Bär bloß Eric und statt Emma Kaninchen bloß Emma geschrieben stünde und wenn Eric Bär, der es aus der Unterwelt in die Welt der Werbung geschafft hat, bloß von seinem ehemaligen Boss gezwungen werden würde, doch wieder für ihn zu arbeiten.

“Tim Davys” hat seine Idee aber weitergetrieben und lässt Eric Bär – mit seinen Ex-Kumpanen – nach einer Todesliste suchen müssen, von der man in Amberville und Umgebung nicht weiß, ob es diese tatsächlich gibt.

Auf Nimmerwiedersehen

Doch irgendwann werden alle Stofftiere abgeholt, in einen LKW verfrachtet und verschwinden auf Nimmerwiedersehen, und jemand hat Erics Ex-Boss Nicolas Taube verraten, dass er auf dieser Liste stehen könnte. Aber der will noch nicht sterben.

In der Folge gelingt es “Tim Davys”, in einem vergnüglichen Krimi das Thema Tod von einer metaphysischen sowie einer politischen Warte aus abzuhandeln, ohne dass dies trocken oder aufgesetzt wirken würde. Als Draufgabe sind auch einige der Stofftier-Protagonisten nicht, wer und was sie scheinen, und das verleiht dem spannenden Roman noch eine weitere amüsante Note.

Von Werner Schuster
Infos:

Tim Davys ist das Pseudonym eines schwedischen Autors, den außer seinem Lektor niemand kennt. Der Kuscheltierkrimi »Amberville« ist sein erster Roman und wurde bereits in zwölf Sprachen übersetzt.


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