Schlagwort: Rowohlt
Heidenreich, Elke: Wörter aus 30 Jahren
Elke Heidenreich wurde mir immer wieder empfohlen, und nachdem Eva dieses Buch vor meinen Augen verschlungen hatte, hab ich wieder einmal eine Bildungslück geschlossen.
Barfußdoktor: Stadtkrieger-Handbuch & Free Yourself!
„Obwohl Zynismus in kleinen Dosen durchaus nützlich sein kann, weil er Ihrem Repertoire an Ausdrucksformen eine leichte Schärfe verleiht (ohne ihn würden die meisten von uns unauasstehliche Langweiler mit großen Kuhaugen sein), ist er doch, wie Kokain, eine gefährliche Droge.“
Updike, John: Unter dem Astronautenmond
Dieser Roman ist auf jeden Fall allen zu empfehlen, die wissen wollen, wie es in der Hippie-Zeit tatsächlich zugegangen ist, die sich also weder auf verklärte Berichte von gar nicht dabei Gewesenen noch auf mindestens zynische Betrachtungen von erzkonservativen Menschen verlassen wollen.
Updike, John: Hasenherz
Das manchmal schöne Elend und manchmal verlogene Glück der amerikanischen Mittelklasse.
Fargues, Nicolas: Nicht so schlimm
Fargues zeigt in “Nicht so schlimm” keine Angst vor Gender-Fettnäpfchen. Er hat, unbekümmert von den Diskussionen um Emanzipation und den “neuen Mann”, eine verfahrene Beziehung und eine Verliebtheit beschrieben, in der er gegenwärtige Geschlechterrollen eben nicht reflektiert, sondern einfach Menschen in bestimmten Situationen schildert.
Timmerberg, Helge: Shiva Moon
Ich glaube, dass “Shiva Moon” vom Verlag nicht angenommen worden wäre, hätte Helge Timmerberg nicht schon so launige Stories wie etwa “Tiger fressen keine Yogis” veröffentlicht gehabt.
Kofler, Werner: Üble Nachrede – Furcht und Unruhe
Erinnert Werner Koflers Schreibstil an den von Thomas Bernhard, wie das bei Wikipedia steht? Nun, bedingt. Lapidar gesprochen: Die beiden (be)schimpfen anders, und während sich Bernhards Sprachschöpfungen eher um sich selbst drehen, sind die von Kofler nach außen gerichtet.
Maraini, Dacia: Isolina
Ein Mädchen von niedrigem Stande wird von einem Offizier geschwängert; im Offizierskasino wird an ihr auf dem Esstisch mit einer Gabel eine Abtreibung vorgenommen; ihr zerstückelter Körper wird später in einem Fluss treibend gefunden; die durch Indizien schwer belasteten Täter werden nicht verurteilt.
Rushdie, Salman: Wut
Salman Rushdie ist nicht nur jener indisch-britische Schriftsteller, von dem man die “Satanischen Verse” gekauft hat, weil der Autor wegen dieses Werks vom iranischen Staatschef zum Tode verurteilt worden war, er schreibt auch mit phantastischen Elementen angereicherte Geschichten in mitreißendem Stil.
Slupetzky, Stefan: Lemmings Himmelfahrt
Nicht unbedingt wienerisch (oder österreichisch) an “Lemmings Himmelfahrt” ist, dass Slupetzky einen formal gediegenen Krimi abliefern will (und das auch kann) und dass er einfach gut schreibt, ohne sich selbstverliebt in seine Sprache zu verlieren.





Die Eselsohren werden 5. – Wer feiert mit?

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