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Werner Schuster
Journalist (siehe auch ausgewählte journalistische Arbeiten)
ab 90 – „Presse“-Kultur
ab 92 – „Kurier“-Kultur
seit 95 freiberuflich; derzeit u.a. Ressortleiter Kulturjournal bei inwien.
Zeh, Juli: Adler und Engel
Vielleicht kann man das Buch als postmodernen Roman bezeichnen, der mit Elementen von (Polit-)Thriller, Lovestory und Roadmovie spielt, ohne sich für ein Genre entscheiden zu müssen.
Orsenna, Erik: Gabriel II.
1988 ist zwar auch schon wieder eine Weile her, aber es ist schade, dass dieser wunderbare Roman nicht mehr verlegt wird, welchem seierzeit der Prix Goncourt zugesprochen wurde.
Doderer, Heimito von: Die Strudlhofstiege #1
Jedesmal, wenn ich in die Wiener Hadikgasse komme, denke ich daran, dass in Heimito von Doderers “Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre” geschildert wird, wie sich da ein Paar am Abend in den Vorgarten setzt. Das wäre dort heute angesichts des Menschen eigentlich unzumutbaren Autoverkehrs undenkbar.
García Márquez, Gabriel: Die Abenteuer des Miguel Littín
Márquez macht sich hier zum Sprachrohr, stellt seine Fähigkeiten zur Verfügung, damit jemand über sich sprechen kann. Eine Bereicherung – nicht nur für Márquez-Fans sowie an Filmen und/oder Diktaturen Interessierte.
Frisch, Max: Mein Name sei Gantenbein
“Mein Name ist Gantenbein” ist ein Vexierbild von einem Roman, in welchem Frisch – wie so oft in seinem Werk – die Frage stellt, wie Gewissheit über die eigene Identität möglich wäre; anders gesagt: “Wer bin ich?”
Juli-Statistik
Lieber LeserInnen, auch wenn ich es nicht verstehe, so freut es mich doch, dass die Zugriffe auf mein Literatur-Blog im Juli nicht weniger geworden sind, obwohl ich zwei Wochen keine Beiträge gepostet habe. Anscheinend greifen nicht, wie ich angenommen habe, ungefähr 200 Menschen beinahe jeden Tag auf mein Angebot zurück, sondern insgesamt viel mehr, nur [...]
Thoreau, Henry David: Walden
Als Thoreau 1845 für gut zwei Jahre in eine einfache, einsame Blockhütte zog, ging es ihm nicht darum, junge Menschen in ihren halbgaren Gedanken zu bestätigen, sondern eher um Selbstgenügsamkeit und Selbstbestimmung, um ein möglichst einfaches Leben, das genügend Zeit zur Kontemplation lässt.
Sijie, Dai: Balzac und die kleine chinesische Schneiderin
Ein schönes Buch mit einem etwas enttäuschenden Schluss.
Fargues, Nicolas: Nicht so schlimm
Fargues zeigt in “Nicht so schlimm” keine Angst vor Gender-Fettnäpfchen. Er hat, unbekümmert von den Diskussionen um Emanzipation und den “neuen Mann”, eine verfahrene Beziehung und eine Verliebtheit beschrieben, in der er gegenwärtige Geschlechterrollen eben nicht reflektiert, sondern einfach Menschen in bestimmten Situationen schildert.
Erdrich, Louise: Geschichten von brennender Liebe
Dass das Interesse an ihren zwar realistischen, aber immer auch ein wenig phantastischen Werken abgeklungen ist, “beweist”, dass diese Romane vergriffen sind – und dass die “Geschichten von brennender Liebe” aus dem Jahr 1996 zwar zwei Jahre später auf Deutsch herausgekommen sind, es jedoch bis heuer gebraucht hat, dass sie endlich als Taschenbuch erhältlich sind.







Die Eselsohren werden 5. – Wer feiert mit?

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